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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Die Erziehung von Knaben #1
(400 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 08.11.2021 um 18:15 Uhr (
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Quintilian, Institutionis Oratoriae Libri XX, I 1-11:
1 So soll denn ein Vater, wenn ihm ein Sohn geboren ist, gleich möglichst große Hoffnungen in ihn setzen; dann wird er von Anfang an größere Sorgfalt auf ihn verwenden. Denn zu Unrecht geht die Klage, nur ganz wenigen Menschen sei die Kraft verliehen, das wirklich aufzufassen, was man sie lehre, bei den meisten aber sei infolge ihrer geistigen Trägheit Mühe und Zeit verloren. Im Gegenteil nämlich lassen sich wohl viel mehr Menschen finden, denen ohne Mühe etwas einfällt, die schnell im Denken und rasch im Lernen sind. Denn das gehört ja zur menschlichen Natur. Und wie den Vögeln das Fliegen, den Pferden das Laufen und die Grausamkeit den Raubtieren angeboren ist, so ist uns die emsige Regsamkeit des Verstandes eigen; und daher stammt der Glaube, unser Geist sei himmlischen Ursprungs.
2 Geistig stumpfe und ungelehrige Menschen jedoch kommen natürlicherweise nicht häufiger zur Welt als durch unnatürliche Mißgestalt und Mißbildungen gezeichnete Körper. Vielmehr liegt in dieser ziemlich geringen Anzahl gerade der Beweis dafür, daß in den Kindern die höchsten Zukunftserwartungen schlummern. Ersterben diese mit den Jahren, so liegt es auf der Hand, daß nicht die Natur versagt hat, sondern die Fürsorge.
3 „Es übertrifft aber doch einer den andern an Begabung“. Zugegeben! Doch wird er dann nur mehr oder weniger leisten; keiner aber läßt sich finden, der durch eifriges Studieren nichts erreicht hätte. Wer die Dinge so betrachtet, wird gleich, wenn er Vater geworden ist, aufs angelegentlichste alle seine Fürsorge in der Erwartung eines künftigen Redners betätigen.
4 Vor allem darf die Sprache der Ammen nicht fehlerhaft sein, hat doch für diese Chrysipp (1), wenn möglich, philosophische Bildung gefordert, jedenfalls aber gewünscht, man sollte hierfür, soweit es die Verhältnisse erlaubten, die allerbesten Frauen auswählen. Und zweifellos hat auch hier die Rücksicht auf ihre guten Sitten den Vorrang; jedoch sollen sie auch einwandfrei sprechen!
5 Ihr Sprechen wird ja der Knabe zuerst hören, ihre Worte nachzusprechen versuchen. Und von Natur halten wir am beharrlichsten fest, was unser Geist im frühsten Entwicklungs-stadium in sich aufgenommen hat: wie ja auch die Gefäße dauernd nach dem schmecken, womit sie zuerst in Berührung gekommen sind, und man auch die Farben, mit denen man das ursprüngliche Weiß der Wolle gefärbt hat, nicht mehr heraus spülen kann. Und je schlechter etwas ist, um so hartnäckiger haftet es fest. Denn Gutes läßt sich leicht verschlechtern: wann aber könnte man aus Fehlern etwas Gutes gewinnen? So soll sich das Kind, zumal es das Sprechen erst lernt, nicht erst an eine Sprache gewöhnen, die es wieder verlernen muß!
(1) griechischer Stoiker (3. Jhdt.
v.u.Z.)
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