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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Der Tod des Kaisers Gordian I. #2
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Γραικύλος schrieb am 03.11.2021 um 23:50 Uhr (
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2. Herodian: Geschichte des Römischen Reiches
Während solchergestalt Maximinus und sein Heer sich auf dem Marsche befanden, gingen zu Karthago die Sachen nicht, wie man gehofft hatte. Dort befand sich nämlich ein gewisser Capellianus, ein Senator, als Statthalter derjenigen den Römern unterworfenen Maurusier, welche Numider heißen. Diese seine Provinz war stark mit Truppenlagern befestigt, weil sie rings von zahlreichen Stämmen freier Maurusier umgeben war, deren räuberische Einfälle er im Zaume zu halten hatte. Er hatte also eine sehr bedeutende Streitmacht unter seinem Befehl.
Mit diesem Capellianus nun stand Gordianus seit langer Zeit in Feindschaft aus Anlaß irgend eines bürgerlichen Rechtshandels. Jetzt, wo er den Kaisertitel führte, sandte er demselben einen Amtsnachfolger und gebot ihm, die Provinz zu verlassen. Capellianus, darüber aufgebracht und ein geschworener Anhänger des Maximinus, von dem er mit der Statthalterschaft betraut worden war, versammelte sein ganzes Heer, bewog die Soldaten, dem Maximinus ihren geleisteten Treueschwur zu halten, und marschierte gegen Karthago an der Spitze einer großen Streitmacht, die aus tapferen und wohl-gerüsteten kräftigen jungen Leuten aller Waffengattungen be-stand und, kampfgewohnt und streitgeübt durch beständige Kämpfe mit den Barbaren, zum Schlagen bereitwillig war.
Als Gordianus erfuhr, daß das Heer gegen die Stadt anrücke, geriet er selbst in die äußerste Furcht; und auch die Karthager wurden sehr bestürzt. Jedoch in der Hoffnung, die Überzahl der Masse des Volkes werde über die geregelte Streitmacht den Sieg davon tragen, zog alles in großen Scharen aus, um sich mit dem Capellianus zu messen.
Der Greis Gordianus jedoch verfiel, als jener in das karthagische Gebiet einrückte, wie einige berichten, in Verzweiflung [ἐν ἀπογνώσει γενόμενος], weil er im Hinblick auf die für Maximinus fechtende Streitmacht erkannte, daß er derselben in Libyen keine Macht, welche ihr die Waage halten könne, entgegenzustellen habe, und erhenkte sich [ἀνήρτεσεν ἑαυτὸν βρόχῳ].
Man hielt indessen seinen Tod geheim und wählte seinen Sohn [sc. Gordianus II.] zum Anführer des Volkshaufens. Als es zum Treffen kam, hatten zwar die Karthager an Masse die Überzahl, aber sie waren ohne kriegerische Ordnung und Übung, denn sie waren in tiefem Frieden aufgewachsen, hatten sich stets nur mit Festen und Lustbarkeiten beschäftigt; auch waren sie ohne ordentliche Waffen und Kriegswerkzeuge. Jeder führte, was er gerade zu Hause hatte, ein Schwert oder eine Axt oder ein paar Jagdspieße, und dazu hatten sie sich aus beliebigem Leder und gesägten Brettern von jeder beliebigen Form Schutzwaffen für den Leib gemacht.
Die Numider dagegen sind treffliche Bogenschützen und die besten Reiter, die selbst ohne Zügel bloß mit einer Gerte den Lauf ihrer Rosse zu lenken vermögen. Sie schlugen also leicht die Karthagerhaufen in die Flucht, die ihren vollen Angriff gar nicht abwarteten, sondern alles wegwarfen und die Flucht ergriffen. Im Gedränge erdrückten und zertraten sie sich untereinander selbst, sodaß mehr Menschen durch ihre eigene Masse als von der Hand der Feinde umkamen.
Hier kam auch Gordianus‘ Sohn mit allen seinen Begleitern ums Leben, und die Masse der Gefallenen war so groß, daß es weder möglich war, die Leichen zum Begräbnis vom Schlachtfelde wegzuschaffen, noch den Leichnam des jungen Gordianus zu aufzufinden. Nur wenige, welchen es gelang, fliehend sich in die Thore von Karthago zu drängen und in der ungeheuren Stadt zerstreut sich zu verbergen, wurden von der großen Anzahl gerettet.
Die übrige Masse, die sich an den Thoren staute, weil jeder sich hineinzudrängen trachtete, fiel unter den Pfeilen und Speeren der feindlichen Bogenschützen und Soldaten. Furchtbar war in der Stadt das Wehgeschrei der Weiber und Kinder, vor deren Augen ihre Teuersten niedergemacht wurden.
Ein anderer Bericht sagt dagegen, daß Gordianus, der seines Alters wegen daheim geblieben war, als er die Nachricht von diesem Unglück erhielt und man ihm meldete, Capellianus dringe bereits in Karthago ein, sich allein in sein Gemach begeben habe, als wolle er sich schlafen legen, dort den Gürtel, den er trug, um seinen Hals geschlungen und so durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht habe [εἰσελθὼν μόνος ἐς τὸν οἰκίσκον ὡς δὴ καθευδήσων, ἐξαρτήσας ἧς ἐπεφέρετο ζώνης τὸν τράχηλον ἐν βρόχῳ, τοῦ βίου ἀνεπαύσατο].
Ein solches Ende nahm Gordianus, der nach einem früheren glücklichen Leben zuletzt, nachdem er das bloße Scheinbild der Kaiserherrschaft genossen, seinen Tod fand [ἐν εἰκόνι τε βασιλείας τελευτήσας].
(VII 9, 1-10)
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