Γραικύλος schrieb am 26.09.2021 um 00:24 Uhr (Zitieren)
Zenon (Κιτιεύς) der Stoiker:
Re: Zenon über αὐτάρκη
Aurora schrieb am 26.09.2021 um 09:31 Uhr (Zitieren)
Ein schöner Satz, der m.E. alles und nichts (Konkretes) zugleich sagt.
Was kann er dem Menschen von heute sagen?
Was ist Tugend für den modernen Menschen? Wie gelingt bene vivere heute?
Kann es überhaupt noch gelingen in einer
so komplexen Welt, deren Zukunft noch nie so
bedroht war wie heute?
Das ungeliebte Wort VERZICHT dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen und
das, was in der Bibel METANOIA genannt wird.
Umdenker gibt es viele, die Zahl deren, die auch bereit sind,
daraus Konsequenzen zu ziehen, scheint jedoch vergleichsweise klein zu
sein, weil konsequentes Verzichten nicht leicht fällt und dem ökonomischen
Wachstumsdenken zuwiderläuft, das immer noch zuviel auf Quantität statt
auf Qualität beruht.
Die Tugend des nachhaltigen Handelns steckt weiter in den Kinderschuhen,
gerade in Ländern, wo sie besonders notwendig wäre (z.B. China, Indien)
Zufälligerweise gibt es einen interessanten Philosophen und Ethiker
namens Ernst Tugendhat (Nomen est omen?), der sich auch mit diesem Thema befasst hat.