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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Magna Mater kündigt sich an (631 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 23.09.2021 um 14:16 Uhr (Zitieren)
Livius XXIX 14:
Obwohl Afrika noch nicht offen als Aufgabengebiet bestimmt worden war, da die Väter das, glaube ich, noch geheimhielten, damit die Karthager es nicht im voraus erführen, war die Bürgerschaft doch von der Hoffnung ermutigt, daß in diesem Jahr in Afrika Krieg geführt werde und daß das Ende des Krieges mit den Karthagern da sei.

Das hatte die Menschen mit abergläubischer Furcht erfüllt, und sie waren geneigt, Zeichen der Götter [prodigia] zu melden und zu glauben. Um so mehr waren in aller Munde: Man habe zwei Sonnen gesehen, und bei Nacht sei es für kurze Zeit taghell geworden, und man habe in Setia eine Fackel gesehen, die sich vom Sonnenaufgang zum Sonnenuntergang erstreckte; in Tarracina sei das Stadttor, in Anagnia das Stadttor und die Mauer an vielen Stellen vom Blitz getroffen worden; im Tempel der Juno Sospita in Lanuvium habe es mit entsetzlichem Getöse gekracht. Um dies zu sühnen, fand ein eintägiges Bittfest statt, und man feierte ein neuntägiges Opferfest, weil es vom Himmel Steine geregnet hatte.

Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Marcella schrieb am 29.09.2021 um 19:53 Uhr (Zitieren)
Die zwei Sonnen - könnte es sich um eine Supernova gehandelt haben?
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Aurora schrieb am 30.09.2021 um 08:34 Uhr (Zitieren)
Bei einer Supernova explodiert meines Wissens nur eine einzige ehemalige Sonne.
Die bekannteste, viel später jedoch, ist die aus dem Jahr 1054.

Antike Supernovae werden hier beschrieben:
https://wwwmpa.mpa-garching.mpg.de/HIGHLIGHT/2000/highlight0005_d.html

Diese Liste beginnt erst im 2. Jahrhundert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Supernovae
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Marcella schrieb am 30.09.2021 um 20:09 Uhr (Zitieren)
Soo viele Supernovae! Bin sehr befriedigt.Danke.
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Cosmos21 schrieb am 01.10.2021 um 07:48 Uhr (Zitieren)
Für die Milchstraße werden etwa 20 ± 8 Supernovae pro Jahrtausend geschätzt, wovon im letzten Jahrtausend sechs beobachtet wurden.


Ohne Supernova kein Sonnensystem, keine Erde,
keine Menschen, kein Gold, kein Silber, keine
Computer, ...

"Memento homo, quia pulvis (solaris) es et in pulverem (et solem) reverteris."

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/das-ende-unseres-sonnensystems-100.html
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Marcella schrieb am 01.10.2021 um 11:59 Uhr (Zitieren)
Für den verstorbenen Stephen Hawking war die unverstellbare Überfülle an Milchstraßen ein Anti-Gottes-Beweis. Eine einzige Milchstraße hätte selbstverständlich gereicht, um genug Sterne zu sprengen für den Aufbau des Materials.
Alle anderen Abermilliarden sind für die Entstehung des Menschen irrelevant.
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Cosmos21 schrieb am 01.10.2021 um 14:27 Uhr (Zitieren)
Eine einzige Milchstraße hätte selbstverständlich gereicht, um genug Sterne zu sprengen für den Aufbau des Materials.


Wer weiß, ob die dieses Potential gehabt hätte?
Je mehr Möglichkeiten der Zufall hat, desto wahrscheinlicher wird ein Ereignis.
Der Urknall soll die Wahrscheinlich von ca.1zu10hoch 500 gehabt haben.
Welches Potential muss da im Spiel gewesen sein?
Das ist eine nochmal ganz andere Dimension als die 100 oder 200 Milliarden Galaxien
mit ihren "lächerlichen" 10hoch80 Atomen.

Hawking ist außerdem nicht Gott, falls es ihn gibt.
Dazu heißt es bei Jesaja:
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken / und eure Wege sind nicht meine Wege - / Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, / so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege / und meine Gedanken über eure Gedanken.


Theologen sagen, Gott liebe die Vielfalt,vlt. die maximal mögliche.
Die Natur ist verschwenderisch. Verschwendung scheint zu ihrem Wesen zu gehören.
Warum produziert sie z.B. hunderte Millionen von
Spermien, von denen ein einziges zur Befruchtung führt?

Und wie sagte Wittgenstein:
„Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist.“
Das ist die letzte offene Frage, an der intensiv
gearbeitet wird und auch dazu führen wird, den
Begriff des Nichts ganz anders zu denken, wie
auch diese Doku nahelegt:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/das-universum-eine-reise-durch-raum-und-zeit--der-anfang-100.html
Vermutlich hat Hawking Gott nur falsch, einseitig oder zu klassisch gedacht.
Wie das Nichts muss man auch den Begriff Gott neu denken,
so er denn etwas mit der Welt zu tun hat.
Dass er nicht würfelt, ist endgültig widerlegt.
Wenn schon Einstein irren kann, warum nicht
auch Hawking?
Re: Die Magna Mater kündigt sich an
Aurora schrieb am 02.10.2021 um 10:46 Uhr (Zitieren)
Alle anderen Abermilliarden sind für die Entstehung des Menschen irrelevant.

Das ist anthropozentrisch und teleologisch gedacht.
Wenn alles auf Zufall beruht, ist auch der Mensch nur ein Zufallsprodukt,
das nicht "beabsichtigt war".
Der Zufall beginnt mit dem zufälligen Urknall, bei
dem alle Naturgesetze entstanden, die zur Kosmogenese, Biogenese und schließlich zur
Anthropogenese geführt haben.
Bei letzterer waren wiederum viele Zufälle im Spiel (bestimmte Entwicklung der Erde,
Entstehung des Mondes als Bedingung des 24-Stunden-Tages,
mehrere Massenaussterben, Überleben des tierischen Urahns des Menschen, Gehirnentwicklung)
Hawkings denkt zweckrational und ökonomisch
und verlangt von einem Gott diese Denkweise.
Ferner ist zu bedenken, dass es unsere Galaxie
so vlt. nie gegeben hätte, wenn der Gesamtkosmos anders aussähe.
Ohne das eine war vlt. das andere nicht zu haben.
Alles hängt mit allen irgendwie zusammen.
Wenn Gott würfelt, handelt er nicht rational,
wenn man den heutigen Begriff von Rationalität
zugrunde legt.
 
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