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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die doppelte Natur Christi und die Kirche (367 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 06.07.2021 um 13:57 Uhr (Zitieren)
Διττοῦ δὲ ὄντος τοῦ κατ' αὐτὸν τρόπου, καὶ τοῦ μὲν σώματος ἐοικότος κεφαλῇ, ᾗ θεὸς ἐπινοεῖται, τοῦ δὲ ποσὶ παραβαλλομένου, ᾗ τὸν ἐν ἡμῖν ἄνθρωπον ὁμοιοπαθῆ τῆς ἡμῶν αὐτῶν ἕνεκεν ὑπέδυ σωτηρίας, [...]

Da von der doppelten Natur Christi die eine, durch welche er als Gott erkannt wird, dem Haupte des Körpers gleicht, die andere, in der er um unseres Heiles willen ein gleich uns leidender Mensch geworden ist, mit den Füßen verglichen werden kann, [so dürfte die folgende Ausführung [...]

(Eusebios: Kirchengeschichte I 2, 1)

Während die Metapher Haupt/Kopf mir einleuchtet, haben die Füße als Metapher für den leidenden Menschen mich überrascht.
Re: Die doppelte Natur Christi und die Kirche
Γραικύλος schrieb am 06.07.2021 um 14:04 Uhr (Zitieren)
Wenn man die Menschen fragt, wo es ihnen wehtut, wird wohl nicht die Mehrheit als erstes die Füße nennen. Andererseits kann man sie auch in deutscher Metaphorik fragen, wo sie der Schuh drückt.
Re: Die doppelte Natur Christi und die Kirche
Johannes schrieb am 07.07.2021 um 14:28 Uhr (Zitieren)
Vielleicht schwebte ihm die Pod-agra vor Augen.

Ein Gelenk wird beim akuten Gichtanfall ohne eine Verletzung oder eine andere nachvollziehbare Ursache hochschmerzhaft, geschwollen und heiß. Oft ist das Großzehengrundgelenk betroffen, dann spricht man vom Podagra (im Lateinischen so verwendet von Seneca, Cicero und anderen; von griechisch ποδάγρα podágra zu πούς pous [Gen. ποδός podós] „Fuß“ und ἄγρα ágra „Fang, Fessel“). Podagra bezeichnet von der Antike bis in die Neuzeit jedoch nicht nur die Gicht bzw. die Symptome der akuten Gicht – dabei eben vor allem die schmerzhafte Entzündung bzw. den Schmerz des Großzehengrundgelenks beim Gichtanfall – und ähnliche Arthritiden, sondern auch andere schmerzhafte Gelenkerkrankungen
Re: Die doppelte Natur Christi und die Kirche
Γραικύλος schrieb am 07.07.2021 um 15:08 Uhr (Zitieren)
Das ist möglich. Die bewegungsunfähigen Gichtkranken kenne ich.
Allerdings betrifft die Gicht auch die Hände, und dann hätte Eusebios mit Händen und Füßen einen erheblichen Teil der Wunden (des Leidens) Christi abgedeckt.
 
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