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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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πρὸς Κρῆτα κρητίζων
(427 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.06.2021 um 00:40 Uhr (
Zitieren
)
Plutarch, Lysandros 19-21:
[...] Doch schenkten die Lakedaimonier den sonstigen gegen Lysander einlaufenden Beschwerden wenig Beachtung. Als aber Pharnabazos , den er gekränkt hatte, indem er sein Land verwüstete und ausplünderte, nach Sparta Ankläger schickte, gerieten die Ephoren in großen Zorn, ließen einen seiner Freunde und Mitfeldherren, Thorax, den sie im privaten Be-sitz von Geld antrafen, hinrichten und schickten ihm eine Skytale [σκυτάλη] mit dem Befehl zurückzukehren.
Mit dieser Skytale hat es folgende Bewandtnis. Wenn die Ephoren einen Befehlshaber zur See oder zu Lande aussenden, so lassen sie zwei Rundhölzer vollkommen gleich an Länge und Dicke herstellen, so daß sie mit den Schnittflächen genau aneinanderpassen. Das eine behalten sie, das andere geben sie dem, der ausgesandt wird. Ein solches Holz nennen sie Skytale.
Wenn sie nun eine geheime, wichtige Mitteilung zu machen haben, so lassen sie einen langen, schmalen Papyrus- (oder Leder-)Streifen zurechtmachen wie einen Riemen, ohne einen Zwischenraum zu lassen, sondern so, daß die Oberfläche rundherum überall von Streifen bedeckt wird. Ist das geschehen, so schreiben sie, was sie mitteilen wollen, auf den Streifen, so wie er um die Skytale gewickelt ist. Haben sie es geschrieben, so nehmen sie den Streifen ab und schicken ihn ohne das Holz an den Feldherrn.
Hat der ihn bekommen, so kann er zunächst nichts entziffern, weil die Buchstaben keinen Zusammenhang haben, sondern auseinandergerissen sind. Er nimmt also die bei ihm befindliche Skytale und wickelt den Briefstreifen um sie, so daß, wenn nun die Wickelung in die gleiche Lage kommt wie zuvor, das zweite an das erste schließt, das Auge im Kreise herumführt und es den Zusammenhang auffinden läßt. Der Brief wird mit demselben Wort wie das Holz Skytale genannt, so wie man auch sonst das Gemessene nach dem Messenden benennt.
Als die Skytale zu Lysander nach dem Hellespont kam, war er höchst bestürzt, und da er insbesondere die Anklagen von seiten des Pharnabazos fürchtete, so bemühte er sich um eine Zusammenkunft mit ihm, um ihren Streit beizulegen. Als er bei ihm war, bat er ihn, an die Regierenden in Sparta einen andern Brief über ihn zu schreiben, daß ihm kein Unrecht geschehen sei und er sich über nichts beklage. Er wußte aber nicht, daß da für sie beide das Sprichwort galt: „Ein Kreter betrügt den andern [πρὸς Κρῆτα κρητίζων].“ Denn Pharnabazos versprach, alles zu tun, und schrieb vor Lysanders Augen einen Brief, so wie er ihn sich wünschte, hatte aber einen andern, insgeheim geschriebenen Brief bereitliegen, und beim Versiegeln vertauschte er die beiden äußerlich in nichts unterschiedenen Briefe und gab Lysander den heimlich geschriebenen.
Als nun Lysander nach Lakedaimon gekommen war, ging er, wie es Sitte war, ins Rathaus und übergab den Ephoren das Schreiben des Pharnabazos, überzeugt, daß damit die schwerste der gegen ihn erhobenen Anklagen beseitigt sei. Denn Pharnabazos genoß bei den Lakedaimoniern große Beliebtheit, weil er im Kriege von allen Feldherren des Königs ihnen am eifrigsten Hilfe geleistet hatte. Als aber nun die Ephoren den Brief gelesen, ihn Lysander gezeigt und er begriffen hatte, daß
οὔ τἄρ‘ Ὀδυσσεύς ἐστιν αἱμύλος μόνος
Odysseus also nicht der einz’ge Schlaue sei (1),
Da ging er zunächst höchst bestürzt davon. Ein paar Tage später erschien er wieder bei den Behörden und sagte, er müsse zum Tempel des Ammon reisen und dem Gott die Opfer darbringen, die er ihm vor den Kämpfen gelobt habe. [...]
Nachdem er mit Not und Mühe seine Entlassung bei den Ephoren durchgesetzt hatte, trat er die Reise an. [...]
(1) Euripides, fr. 715 (aus dem „Telephos“)
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