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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Severus Alexander #3 (483 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 30.05.2021 um 15:04 Uhr (Zitieren)
Besonders skurril die Geschichte von dem - sehr dionysischen - Geist Alexanders des Großen und dem symbolträchtigen hölzernen Pferd.
4. Eutropius: Breviarium Historiae Romanae

Successit huic Aurelius Alexander, ab exercitu Caesar, a Senatu Augustus nominatus, juvenis admodum; susceptoque adversus Persas bello, Xerxen, eorum regem, gloriosissime vicit. Militarem disciplinam severissime rexit: quasdam tumultantes legiones integras exauctoravit. Adsessorem habuit vel scrinii magistrum Ulpianum, juris conditorem. Romae quoque favorabilis fuit. Periit in Gallia, militari tumultu, XIII imperii anno, et die VIII; in matrem suam Mammaeam unice pius.

(VIII 23)


5. Cassius Dio (in der Epitome des Xiphilinos): Römische Geschichte

Er [sc. Elagabal] brachte seinen Vetter Bassianus (1) in den Senat, hieß Maesa und Soaemis (2) links und rechts von ihm Platz nehmen und nahm in dann an Sohnes Statt an; und er beglückwünschte sich, daß er plötzlich, obwohl nicht viel älter als Bassianus, Vater eines so großen Jungen geworden sei, und erklärte, daß er keineswegs ein weiteres Kind brauche, um sein Haus dauernd von Kleinmut freizuhalten.

Elagabalus (3) habe ihm nämlich, wie er sagte, den Auftrag erteilt, so zu verfahren und fernerhin seinem Sohn den Namen Alexander zu geben. Was mich betrifft, bin ich der Überzeu-gung, daß bei all dem tatsächlich ein gewisses göttliches Walten mit im Spiele war [ἐκ θείας τινὸς παρασκευῆς]; dies schließe ich nun freilich nicht aus der Erklärung des Kaisers, vielmehr aus den Worten, die irgend jemand ihm sagte: Es werde ein Alexander aus Emesa kommen und seine Nachfolge antreten. Eine weitere Stütze meiner Ansicht sehe ich in einem Ereignis, das sich in Obermösien und Thrakien zutrug:

Kurz zuvor erschien nämlich ein Gespenst [δαίμων], das sich als der berühmte Makedone Alexander ausgab und ihm an Aussehen und in der ganzen Rüstung glich, auf diese oder jene Weise in den genannten Gegenden, es nahm seinen Ausgang von den Gebieten um die Donau und durchzog Mösien und Thrakien, spielte dabei den Schwärmer und war begleitet von 400 Männern, die Thyrsusstäbe und Rehdecken trugen, jedoch nichts Böses taten.

Alle, die sich damals in Thrakien aufhielten, erlaubten, daß man dem Geist auf öffentliche Kosten Unterkünfte und alle lebensnotwendigen Dinge gewährte. Und kein Mensch, weder Behörde noch Soldat noch Prokurator noch Provinzstatthalter, wagte sich in Wort oder Tat dem Gespenst zu widersetzen, es rückte vielmehr, wie es vorausgesagt hatte, bei hellem Ta-geslicht in einer Art von feierlicher Prozession bis nach Byzanz hin weiter, nahm dort ein Schiff und landete im Raum von Chalkedon. Dort vollführte der Geist bei Nacht noch einige feierliche Riten und verbrannte ein hölzernes Pferd, worauf er schließlich verschwand.
Von all dem erfuhr ich, während ich noch, wie gesagt, in Asia weilte und bevor noch irgend etwas in Rom mit Bassianus geschah.

(LXXX 17, 2 – 18, 3)


(1) Severus Alexander hieß ursprünglich Iulius Bassianus Alexianus.
(2) seine Mutter und seine Großmutter
(3) der Gott, auf den er sich berief und nach dem er sich nannte
 
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