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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Dionysios über die Christenverfolgung unter Decius #4 (383 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.03.2021 um 13:27 Uhr (Zitieren)
Der Schluß des Briefes an Fabius:
Noch sehr viele andere wurden in den Städten und Dörfern von den Heiden zu Tode gemartert; einen von ihnen will ich als Beispiel erwähnen. Ischyrion arbeitete bei einem der Oberen gegen Bezahlung als Verwalter. Diesem befahl sein Lohngeber zu opfern. Als (Ischyrion) sich weigerte, schlug jener ihm ins Gesicht[,] und als er bei seinem Vorsatz blieb, beschimpfte jener ihn heftig; als er (auch weiterhin) standhaft blieb, nahm jener eine lange Stange, stieß sie ihm durch Bauch und Eingeweide und tötete ihn.

Was soll ich noch von der großen Zahl jener erzählen, die in Wüsten und Gebirgen umherirrten, die durch Hunger und Durst, durch Kälte und Krankheiten, durch Räuber und wilde Tiere umkamen? Ihre Überlebenden sind Zeugen ihrer Erwählung und ihres Sieges. Auch von ihnen will ich einen Fall zur Verdeutlichung anführen. Chämeron, ein hochbetagter Greis, war Bischof der Stadt Nilus. Dieser war zusammen mit seiner Frau in das Arabische Gebirge geflohen und nicht mehr zurückgekehrt. Trotz ausgedehnter Nachforschungen konnten die Brüder weder sie noch ihre Leichname finden. Viele jedoch wurden in ebendiesem Arabischen Gebirge von wilden Sarazenen zu Sklaven gemacht. Einige von ihnen konnten nur mit Mühe für viel Geld losgekauft werden, bei anderen war das bis heute nicht möglich.

Dies habe ich Dir nicht ohne Grund berichtet, Bruder, damit Du weißt, wie viele und wie schreckliche Dinge sich bei uns zugetragen haben. Jene, die mehr erlitten haben, dürften darüber noch mehr wissen.

[Eusebius:] Kurz danach fährt (Dionysios) fort:
Diese gotterfüllten Märtyrer jedoch, die jetzt neben Christus thronen, an seiner Herrschaft teilhaben, bei seinem Gericht mitwirken und mit ihm zusammen das Urteil sprechen , haben, als sie noch unter uns (weilten), einige der gestrauchelten Brüder angenommen, die sich der Opferung schuldig gemacht hatten. Als sie ihre Umkehr und Sinnesänderung sahen und sie als ausreichend anerkannten, um von dem akzeptiert zu werden, der keineswegs den Tod des Sünders will, sondern seine Sinnesänderung, nahmen sie sie bei sich auf, versammelten sich mit ihnen, standen ihnen bei und hielten Gebets- und Mahlgemeinschaft mit ihnen.

Was ratet Ihr uns nun in dieser Angelegenheit, Brüder? Was sollen wir tun? Sollen wir ihnen zustimmen und uns ihrer Meinung anschließen, ihr Urteil und ihre Milde unterstützen und denen freundlich begegnen, über die sie sich erbarmt haben? Oder sollen wir ihr Urteil für ungerecht erklären und ihre gute Ordnung beseitigen?
[Eusebius:] Dies hat Dionysios mit Recht hinzugefügt, als er die Rede auf jene brachte, die zur Zeit der Verfolgung schwach geworden waren.*)

(Dionysios von Alexandrien: Das erhaltene Werk. Hrsg. v. Wolfgang A. Bienert. Stuttgart 1972, S. 30 f.)

*) Über diese Frage kam es nach dem Tode des Decius und dem Ende der Verfolgung zu einem Schisma in der römischen Kirche.
 
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