Γραικύλος schrieb am 01.03.2021 um 15:29 Uhr (Zitieren)
Bekanntlich haben die Eleaten Parmenides und Zenon den Standpunkt vertreten, nur das Eine existiere und das Viele sei lediglich eine Täuschung. Zenon hat dies in seinen Paradoxien vom fliegenden Pfeil und vom Wettlauf des Achilleus mit der Schildkröte so zu beweisen versucht, daß Bewegung/Veränderung (als Bedingung des Vielen) in sich unlogisch sei.
Hier aber legt Sokrates den Zenon herein:
(Platon, Parmenides 127d – 128 b)
So so, für die Nichexistenz des Vielen hat Zenon viele Beweise geliefert, sogar sehr viele (πάμπολλα)!
Man hat im Kontext nicht den Eindruck, daß Zenon überhaupt bemerkt, in welche Falle er da getappt ist; vielmehr müht er sich ab, den scheinbaren Widerspruch zwischen ihm und Parmenides wegzuinterpretieren.
Wer mit Sokrates diskutieren wollte, mußte auf der Hut sein.
Re: Sokrates führt Zenon aufs Glatteis
Γραικύλος schrieb am 01.03.2021 um 15:30 Uhr (Zitieren)