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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
ἡ πατρίς (620 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 14:56 Uhr (Zitieren)
Gibt es irgendeine Sprache, in der das Vaterland Mutterland genannt wird?
Re: ἡ πατρίς
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 15:21 Uhr (Zitieren)
Bei Kolonien und sogar der Demokratie spricht man vom Mutterland. Weil es die[/i] Kolonie und [b]die Demokratie ist, also grammatisches Femininum?
Re: ἡ πατρίς
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 15:22 Uhr (Zitieren)
Weil es die Kolonie und die Demokratie ist, also grammatisches Femininum?
Re: ἡ πατρίς
Marcella schrieb am 28.01.2021 um 15:23 Uhr (Zitieren)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterlandpartei
Wenn es eine Mutterlandspartei gibt, muss es den Begriff Mutterland auch geben.

Anavatan, Mutterland, war mir fürs Türkische neu.
Vatan für heißt Vaterland.
Der Begriff Vaterland muss nicht vom "Vater" abgeleitet sein,so "rodina" im Russischen.
Re: ἡ πατρίς
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 15:48 Uhr (Zitieren)
Mein Türkisch-Wörterbuch gibt für Vaterland yurt und vatan an, jedoch nichts für Mutterland, obwohl auch ich den Begriff "Mutterlandspartei" schon gehört habe.
Das entspricht in etwa dem, was Du sagst.

Das Russisch-Wörterbuch nennt für Vaterland отечество und отчизна, bei отец für Vater. Allerdings gibt es auch das von Mutter abgeleitete родина.
Re: ἡ πατρίς
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 15:50 Uhr (Zitieren)
Im Türkischen habe ich Dein ana vatan jetzt gefunden. Und ana ist die Mutter.
Re: ἡ πατρίς
Γραικύλος schrieb am 28.01.2021 um 16:09 Uhr (Zitieren)
Übersetzt wird ana vatan mit Heimat oder Vaterland [!], aber das ist natürlich dem Deutschen geschuldet.
Re: ἡ πατρίς
Andreas schrieb am 28.01.2021 um 16:16 Uhr (Zitieren)
Man beachte dabei den Unterschied:
https://gfds.de/vaterlandmutterland/
Re: ἡ πατρίς
filix schrieb am 28.01.2021 um 17:50 Uhr (Zitieren)
Die Bedeutung ›Land, in dem die Mutter wohnt oder gewohnt hat, Geburtsland‹ findet sich nur im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm (Leipzig 1854 ff.) (Aus der verlinkten Darstellung der GFDS)


Die Grimms haben sich das ja nicht aus dem Tintenfässchen gesogen. Wo allein die geburtliche Herkunft eines Individuums ausgedrückt wird, liest man Mutterland im 18. und 19. Jhdt. durchaus: „Wenn Sie Frankreich für mein Mutterland hielten, so irren Sie nicht. Mein Name ist Saint Alban.“
„Deutschland ist mein Vaterland und Österreich mein Mutterland.“ usw.
An letzterem Beispiel sieht man die nationalistische Umformung des Vaterlandes zu einem identitätsstiftenden und identifikationsheischenden politisch-kulturellen Begriff, der das geographische Schicksal der Wiege hinter sich lässt, nur zu deutlich. Dem können wir heute nicht mehr mit der Verwendung von Mutterland ausweichen.
 
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