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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Berühmte Pferde der Antike (554 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 20.12.2020 um 15:43 Uhr (Zitieren)
Plinius d.Ä., Naturalis historia VIII 64:
Derselbe Alexandros [der Große] erhielt auch ein ausgezeichnetes seltenes Pferd, das man entweder von seinem trotzigen Blicke oder von dem auf seinem Buge befindlichen Zei-chen eines Ochsenkopfes Bukephalas nannte [Bucephalan eum vocarunt sive ab aspectu torvo sive ab insigni taurini capitis armo inpressi]. Es soll für 13 Talente aus der Heerde des Pharsaliers Philonikos für ihn angekauft worden sein, da er schon als Knabe von dessen Schönheit angezogen wurde. In königlichem Schmucke nahm es niemanden auf sich als Alexandros, während es sonst auch andere duldete [neminem hic alium quam Alexandrum regio instratu ornatus recepit in sedem, alias passim recipiens]. Es leistete ihm in Schlachten nach allgemeiner Angabe die vorzüglichsten Dienste, ließ, bei der Belagerung von Thebai verwundet, Alexandros auf kein anderes Pferd übersteigen, und so noch Vieles der Art, weßwegen ihm denn auch der König, als es gestorben war, Leichenfeierlichkeiten abhielt und eine Stadt mit dessen Namen und den Grab-hügel bauete.

Auch das Pferd des Dictators Cäsar soll Niemanden als ihn auf seinem Rücken gelitten haben. Auch sollen seine Vorderfüße Menschenfüßen ähnlich gewesen sein [idemque similis humanis pedes priores habuisse]; wenigstens findet es sich so bildlich aufgestellt vor dem Tempel der Venus Genetrix.

Auf gleiche Weise errichtete der vergötterte Augustus seinem Pferde einen Grabhügel, worüber noch ein Gedicht von Cäsar Germanicus vorhanden ist.

Zu Agrigentum giebt es pyramidenförmige Grabhügel von mehreren Pferden. Nach Juba’s Erzählung liebte Semiramis ein Pferd bis zur Begattung mit ihm. Die skythische Reiterei ertönt von Gesängen zum Preise ihrer Pferde. Als einer ihrer Fürsten in Folge einer Herausforderung gefallen war und der Sieger herbeikam, um die Waffenbeute zu nehmen, wurde er durch die Bisse und Hufschläge des Pferdes getödtet. [...]

(Cajus Plinius Secundus: Naturgeschichte. Übersetzt von Christian Friedrich Lebrecht Strack, überarbeitet und herausgegeben von Max Ernst Dietrich Lebrecht Strack. 3 Bände, Bremen 1853; Nachdruck Darmstadt 1968; Band I, S. 372 f.)

- Juba (ca. 50 v.u.Z. – 23 u.Z.), König von Mauretanien und Schriftsteller
 
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