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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
ne supra crepidam sutor iudicaret (538 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 18.12.2020 um 16:06 Uhr (Zitieren)
Apelles (ca. 380/370 – ca. 300 v.u.Z.) galt als einer der berühmtesten Maler der hellenistischen Zeit. Von ihm ist kein originales Gemälde erhalten.
Plinius berichtet in seiner Naturgeschichte (XXXV 84 f.) über ihn die folgende Anekdote:
[... ] idem perfecta opera proponebat in pergola transeuntibus atque, ipse post tabulam latens, vitia quae notarentur auscultabat, vulgum diligentiorem iudicem quam se praeferens;
feruntque reprehensum a sutore, quod in crepidis una pauciores intus fecisset ansas, eodem postero die superbo emendatione pristinae admonitionis cavillante circa crus, indignatum prospexisse denuntiantem, ne supra crepidam sutor iudicaret, quod et ipsum in proverbium abiit.

Auch pflegte er [sc. Apelles] seine fertigen Werke in seiner Weinlaube der Betrachtung der Vorübergehenden preiszugeben und, hinter den Gemälden versteckt, auf deren tadelnde Bemerkungen zu achten, indem er das öffentliche Urtheil noch über das seinige stellte.
Da soll nun einmal von einem Schuster getadelt worden sein, daß er an den Sandalen auf der inneren Seite eine Oese zu wenig gemacht habe. Als nun derselbe Mensch am folgenden Tage, übermüthig durch die Verbesserung des bemerkten Fehlers, anfing auch über das Schienbein zu mäkeln, habe der Künstler, unwillig, hervorgeblickt und ihm geraten, als Schuster mit seinem Urtheile nicht über die Sandalen hinauszugehen, was nachher ebenfalls Sprüchwort geworden ist.

(Plinius der Ältere: Naturgeschichte. Herausgegeben von Christian Friedrich Lebrecht Strack. 3 Bde. Bremen 1853-1855; Nachdr. Darmstadt 1968, Bd. 3, S. 458)
 
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