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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
man (470 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 19.11.2020 um 00:07 Uhr (Zitieren)
Das Wort "man", über das Heidegger so umfangreich philosophieren konnte, fehlt ja in der griechischen Sprache.

Hier ist eine Übersicht, wie man (!) im Griechischen ähnliches ausdrücken konnte:

1. durch die 3. Pers. Plural Aktiv: man sagt - λέγουσι (plus AcI);
2. durch passive Wendungen: man lobt uns - ἐπαινούμεθαι; man sagt - λέγεται;
3. durch die 2. Pers. Sing. des Optativ mit ἄν: man könnte sagen - εἴποις ἄν oder φαίης ἄν;
4. durch ein unpersönliches Verb: man muß dies tun - χρὴ oder δεῖ τοῦτο ποιεῖν;
5. durch ein Verbaladjektiv: man muß den Feinden wohltun - εὖ ποιητέον τοὺς ἐχθρούς.

Viele Möglichkeiten - aber kein "man".
Zum Glück muß man (!) Heidegger nicht ins Altgriechische übersetzen.
Re: man
aa schrieb am 19.11.2020 um 08:35 Uhr (Zitieren)
Zum Glück muß man (!) Heidegger nicht ins Altgriechische übersetzen.


Dabei ahmt er doch gerade das Griechische oft nach
mit seinen Substantivierungen ("Das-in-der Welt-Sein" etc.)

Heidegger spricht u.a.vonn der "Verlorenheit in das Man".
vgl:
Mit Nietzsche teilt Heidegger das Pathos des Nihilismus und auch er verleiht der Grundbefindlichkeit des Daseins, der Angst, keine transzendente Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Angst ist sich zu ängstigen, wenn es nichts Besonderes zu fürchten gibt, und sie legt das menschliche Dasein bzw. die Geworfenheit in der Welt offen. Sie bricht den Bann des öffentlichen Seins, in welchem »Man« zu verschwinden droht (SZ 184). Somit ist die Angst eine »Grundbefindlichkeit«, die »das Dasein eigens aus der Verlorenheit in das Man zurückholt zu ihm selbst« (SZ 184, 268). Es erinnert stark an augustinische und gnostische Heilslehren, wenn Heidegger schreibt, »die Angst holt das Dasein aus seinem verfallenden Aufgehen in der ›Welt‹ zurück« (SZ 189) – mit dem Unterschied, dass nicht die Furcht vor Gott sondern die Angst selbst rettet. »In der hellen Nacht des Nichts der Angst« ersteht erst »Offenbarkeit« des Seienden (WM 34).5 »Auf dem Grunde der Angst« wird der Mensch zum »Platzhalter des Nichts« (WM 35, 38). Die Angst enthüllt das Nichts, indem sie die alltäglichen Bedeutungen raubt, welche die Welt erst vertraut machen:
 
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