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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Familie im antiken Denken (468 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 13.10.2020 um 23:49 Uhr (Zitieren)
Für die Römer läßt sich das klar angeben:
Zur gens gehörten aber nicht nur die eigentlichen Geschlechtsangehörigen, die gentiles, sondern auch die abhängigen niederen Leute, die clientes, die auf das Wort ihres Herrn „hörten“, ähnlich wie unter den Begriff der familia nicht nur die Familienangehörigen im heutigen Sinne fielen, sondern darüber hinaus alles, was unter der Verfügungsgewalt des pater familias, des Familienoberhauptes stand, Sklaven, Vieh, Besitz. Familie und gens waren nach römischer Auffassung in erster Linie rechtliche Institutionen, nicht verwandtschaftliche Gruppen, wie ja zum Beispiel durch Adoption und Heirat auch stets Fremde in die Familie aufgenommen wurden, die dann die gleiche Stellung besaßen wie die Nachkommen des Familienoberhauptes. Besonders bezeichnend ist es dafür auch, daß das lateinische Wort liberi sowohl Freie wie Kinder bedeutet. Es gab eben innerhalb der Familie ursprünglich nur die beiden Gruppen der liberi, „Freie“, und servi, Sklaven, ohne Unterscheidung von Kindern und Klienten. Für die Größenverhältnisse, um die es sich dabei handelt, mögen die antiken Nachrichten wohl etwa zutreffend sein, die die gens Fabia im Jahre 479 [v.u.Z.] auf 306 Gentilen und 4000 bis 5000 Klienten beziffern und der gens Claudia ebenfalls 5000 waffenfähige Angehörige geben.

(Eduard Meyer: Römischer Staat und Staatsgedanke. Zürich/Stuttgart ³1964, S. 30 f.)
Und auch die griechischen Begriffe ὁ οἶκος und τὸ γένος sind wohl nicht eigentlich Verwandtschaftsbezeichnungen.
 
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