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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Zwei Exkurse Henry Fieldings nach Griechenland (501 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 03.10.2020 um 13:03 Uhr (Zitieren)
In Henry Fieldings Roman "Tom Jones", den ich derzeit mit Freude lese, stehen (2. Buch, Kap. 4) zwei Verweise auf das antike Griechenland, von denen der eine für mich neu war.
Der erste bezieht sich auf eine drohende Ehekrise:
Vollkommene Meeresstille hat der erfahrene Seemann stets im Verdacht, Vorläuferin eines Sturmes zu sein, und ich kenne Leute, die zwar sonst kaum dem Aberglauben frönen, doch von der Furcht heimgesucht werden, daß einer ungewohnten Stille oder Friedenszeit das Gegenteil folgen müsse - aus welchem Grunde denn die Alten der Göttin Nemesis opferten, einer Gottheit, von der sie dachten, daß sie neidischen Blickes auf das menschliche Glück hinsehe und sich eine besondere Freude durch dessen Umkehr bereite.

Gut, das ist bekannt, aber schön formuliert und mit Bezug auf den ehelichen Alltag auch witzig.

Die zweite Stelle, kurz danach, leitet auf die Orte, an denen wir gewöhnlich über den umlaufenden Klatsch informiert werden:
Unter diesen Orten haben die Barbierstuben mit gutem Grund den Vorrang behauptet. Bei den Griechen waren Barbierneuigkeiten eine sprichwörtliche Redensart, und Horaz tut in einer seiner römischen Episteln der Barbiere in demselben Lichte ehrenvoll Erwähnung.

"Barbierneuigkeiten" - was mag das griechische Wort dafür sein?
Der Barbier: ὁ κουρεῦς, ὁ κορσωτεύς.
Bei Plutarch (Moralia p. 509a) ist die Rede davon, daß "ἐπιεικῶς λάλον ἐστὶ τὸ τῶν κουρέων γένος".

Eine Friseuse, deren Schere ich einst ausgeliefert war, betrieb eine Art Metaklatsch: "Klatsch bekommen Sie bei mir nicht zu hören. Da müssen Sie zum Metzger gehen!"
 
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