Γραικύλος schrieb am 27.09.2020 um 09:51 Uhr (Zitieren)
Zuweilen begegnet einem die Antike in einem völlig überraschenden Zusammenhang.
So erläutert der englische Autor Henry Fielding im 1. Kapitel seines "Tom Jones" seine eigene Schreibweise in der Analogie zu der eines guten Koches oder Wirtes. So heißt es dann:
Nun ist der Kaiser Elagabal alias Heliogabalus (reg. 218 bis 222 u.Z.) für mancherlei berühmt oder vielmehr berüchtigt, aber was in aller Welt mag Fielding dazu bewegt haben, ihn mit großer Kochkunst in Verbindung zu bringen?
Re: Die Küche des Heliogabalus
Andreas schrieb am 27.09.2020 um 12:06 Uhr (Zitieren)
Siegfried Seligmann: Die magischen Heil- und Schutzmittel aus der belebten Natur. Das Tierreich. Reimer Verlag, Berlin 1999
Re: Die Küche des Heliogabalus
filix schrieb am 27.09.2020 um 13:17 Uhr (Zitieren)
Gastronomische Ausschweifungen gehören doch zum gewöhnlichen Repertoire der Kaiserviten - vermutlich hat Fielding in der Historia Augusta nicht nur gelesen, dass Heliogabal weder Schuhe noch Körper mehr als einmal benutzt, sondern sich auch in der Veranstaltung extravaganter Bankette gefiel, wobei er selbst in diverse Funktionsrollen schlüpfte: Pinxit se ut cuppedinarium, ut seplasiarium, ut popinarium, ut tabernarium, ut lenonem, idque totum domi semper et exercuit.
Re: Die Küche des Heliogabalus
Γραικύλος schrieb am 27.09.2020 um 13:26 Uhr (Zitieren)
Gewiß, und deshalb hat mich gewundert, daß er sich gerade den Heliogabalus herausgegriffen hat. Er hätte ja auch den Lucullus nehmen können.
Die Stelle bei den SSHA mag das erklären.
Re: Die Küche des Heliogabalus
Γραικύλος schrieb am 27.09.2020 um 13:31 Uhr (Zitieren)
Die Stelle, die von seinen Essengewohnheiten handelt, ist sehr umfangreich: Antoninus Heliogabalus 30-32.
Re: Die Küche des Heliogabalus
Γραικύλος schrieb am 27.09.2020 um 13:43 Uhr (Zitieren)