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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein Grieche beschreibt das indische Kastensystem #2 (427 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 11.09.2020 um 14:59 Uhr (Zitieren)
41 Die vierte Klasse sind die Handwerker, von denen die einen Waffen, die anderen Werkzeuge herstellen, welche Bauern und andere zu ihrer Tätigkeit benötigen. Sie sind nicht nur steuerfrei, sondern erhalten auch ihren Unterhalt aus der königlichen Kasse angewiesen.

Die fünfte Klasse ist die der Soldaten, zahlenmäßig die zweitstärkste und für den Krieg äußerst brauchbar. Im Frieden freilich ist sie mehr zu Nichtstun und Zerstreuung geneigt. Die ganze Masse dieser Soldaten ebenso wie Kriegs-pferde und Elefanten werden von der königlichen Kasse unterhalten.

Die sechste sind die Polizisten [ἔφοροι]. Sie kümmern sich eifrigst um alles und erstatten hierüber dem König oder den Behörden Meldung, letzteres wenn der Staat ohne König ist.

Die siebte Klasse aber bilden die Räte [τὸ βουλεῦον] und Beisitzer der über die allgemeinen Angelegenheiten beratenden Gremien. Ihre Zahl ist sehr klein, doch sind sie wegen der Vornehmheit ihrer Gesinnung hochgeehrt. Aus ihr nimmt man königliche Ratgeber, Verwalter öffentlicher Mittel, Richter in Prozessen und überhaupt die Inhaber aller führenden und leitenden Stellen.

Das im wesentlichen sind die Teile [μέρη], in die die Bürgerschaft in Indien zerfällt. In eine andere Kaste hinüberzuheiraten, den Übertritt in eine andere zu versuchen oder sich deren Tätigkeit anzueignen, ist unmöglich, so etwa, als wollte ein Soldat den Bauern spielen oder ein Arbeiter philosophieren [οἷον στρατιώτην ὄντα γεωργεῖν ἢ τεχνίτην ὄντα φιλοσοφεῖν].

(Diodorus Siculus II 41)
 
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