Γραικύλος schrieb am 10.09.2020 um 15:43 Uhr (Zitieren)
Aulus Cornelius Celsus (1. Jhdt. u.Z.) schildert in "De medicina" I 23-26 die Ansichten der Vertreter einer deduktiven Medizin – im Gegensatz zu den Empirikern – und kommt dabei auf Vivisektionen an Menschen zu sprechen.
(A. Cornelius Celsus: De medicina – Die medizinische Wissenschaft. Hrsg. v. Thomas Lederer. 4 Bde. Darmstadt 2016; Bd. 1, S. 14-17)
Die Argumente kommen mir bekannt vor; beachtenswert aber, daß sie auch damals schon von vielen Menschen als inhuman angesehen wurden.
Re: Vivisektionen in der Antike
Marcella schrieb am 11.09.2020 um 07:12 Uhr (Zitieren)
Die Argumentationslinien (es komme immerhin der Wissenschaft zugute) kennen wir auch nach den Nazis, zum Beispiel von den illegalen Medikamententests in Entwicklungsländern.
Re: Vivisektionen in der Antike
Γραικύλος schrieb am 11.09.2020 um 16:31 Uhr (Zitieren)
Ja, daran dachte auch ich. Einige wenige müssen leiden, damit viele Heilung finden. Beinahe utilitaristisch gedacht.