Γραικύλος schrieb am 08.09.2020 um 14:09 Uhr (Zitieren)
Aus zwei Gründen erwähne ich das hier:
1. Danielle Allen ist zweifach promoviert: in Politikwissenschaft und in Altphilologie.
2. In ihrem Denken spielt - ähnlich wie bei ihrer berühmten Kollegin Martha C. Nussbaum - die ethische und politische Philosophie des Aristoteles eine große Rolle.
Neu ist m.W. der von Frau Allen eingeführte Begriff des "Polypoliten" als des idealen Bürgers der Gegenwart, der "zugleich mehreren politischen Gemeinwesen und Organisationen angehört. Statt auf Homogenität und sozialen Zusammenhang zu setzen, plädiert sie für eine 'Interaktionskultur' und wünscht sich eine vernetzte, durch Brücken verbundene Gesellschaft, die dem Grundprinzip 'Differenz ohne Herrschaft' zu folgen habe."
(aus einer Rezension in der heutigen FAZ)
Re: Buchneuerscheinung
Mitleser schrieb am 08.09.2020 um 15:16 Uhr (Zitieren)
."
Was soll das konkret bedeuten und wie in
der Realität aussehen?
Klingt alles extrem abgehoben und fern jedweder
Realität und Realisierbarkeit.
Damit kann man keine Politik machen
genauso wenig wie "mit der Bergpredigt" (Helmut Schmidt).
Von der Frage der Finanzierbarkeit ganz zu schweigen.