Γραικύλος schrieb am 24.08.2020 um 20:40 Uhr (Zitieren)
(Karl Julius Weber: Und so verzeiht mein spöttisch Maul. [Demokritos oder Hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen] Auswahl in 2 Bdn., hrsg. v. Jürgen Rauser. Schwäbisch Hall 1966; Bd. 1, S. 43)
Leider gibt Weber nicht an, woher er diese Anekdote hat.
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Γραικύλος schrieb am 25.08.2020 um 15:14 Uhr (Zitieren)
Es müßte bei Diodorus Siculus stehen, doch ich finde es nicht.
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Zettel schrieb am 25.08.2020 um 18:09 Uhr (Zitieren)
Das steht bei Cicero. Ich schau mal nach, wo es war.
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Zettel schrieb am 25.08.2020 um 18:29 Uhr (Zitieren)
De natura deorum 3, 84. Bei Cicero, der sich in den Dionysios-Anekdoten selbst schon einige erzählerische Freiheit gestattet, waren es allerdings silberne Tische.
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Γραικύλος schrieb am 25.08.2020 um 18:38 Uhr (Zitieren)
Herzlichen Dank!
Da lag ich mit Diodor ja völlig falsch.
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Γραικύλος schrieb am 26.08.2020 um 00:24 Uhr (Zitieren)
Dieser Dionysios I. von Syrakus hat sich den Göttern gegenüber allerlei herausgenommen. Hier ist Ciceros Bericht:
Re: DEN GUTEN GÖTTERN
Andreas schrieb am 26.08.2020 um 11:09 Uhr (Zitieren)
Die Frage nach der göttlichen Gerechtigkeit
treibt die Menschheit offenbar schon immer um.
Das Christentum antwortet darauf mit dem
Hinweis auf das Zulassen von Ungerechtigkeit
und Leid durch Gott im Kontext einer radikal gedachten Freiheit,
in der alles möglich sei bzw. sein müsse.
Sehr hilfreich scheint mir das nicht, eher tendenziell zynisch.
Die Kontingenz der Welt inklusive des Ablaufs der
Evolution (Durchsetzung und Recht des Stärkeren) erklären
die Problematik viel plausibler, wenn auch sehr ernüchternd
für die "Krone der Schöpfung", die weiterhin an
ihren großen drei Kränkungen knabbert.
Vor vielen Jahren stieß ich auf dieses kleine Büchlein eines Theologen
mit einem "Antwortversuch":
G. Greshake, Der Preis der Liebe. Besinnung über das Leid.