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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Zwei Kyniker aus zwei weit entfernten Kulturen (422 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 08.08.2020 um 16:02 Uhr (Zitieren)
Dschuang Dsi (um 335–275 v.u.Z.), chinesischer Dichterphilosoph und nach Lau Dsi der bedeutendste Daoist:
Dschuang Dsi lag im Sterben, und seine Jünger wollten ihn prächtig bestatten. Dschuang Dsi sprach: „Himmel und Erde sind mein Sarg, Sonne und Mond leuchten mir als Totenlampe, die Sterne sind meine Perlen und Edelsteine, und die ganze Schöpfung gibt mir das Trauergeleite. So habe ich doch ein prächtiges Begräbnis! Was wollt ihr da noch hinzufügen?“ Die Jünger sprachen: „Wir fürchten, die Krähen und Weihen möchten den Meister fressen.“
Dschuang Dsi sprach: „Unbeerdigt diene ich den Krähen und Weihen zur Nahrung, beerdigt den Würmern und Ameisen. Dem einen es nehmen, um es den andern zu geben: warum so parteiisch sein?“

Über den Kyniker Demonax von Kypros (ca. 70 - 170 u.Z.) berichtet Lukian:
Kurz vor seinem Tode fragte ihn jemand: was er in bezug auf sein Begräbnis verordne? – Gebt euch darum keine Mühe, war seine Antwort, der Geruch wird mich begraben [ἡ γὰρ ὀδμή με θάψει]. Und da jener erwiderte: Wie? wäre es nicht schändlich, wenn der Leichnam eines solchen Mannes den Vögeln und Hunden zur Speise liegen sollte? versetzte er: Ich sehe nichts Unschickliches darin, wenn ich auch tot noch einigen Lebendigen nützlich wäre [καὶ μὴν οὐδὲν ἄτοπον, ἔφη, τοῦτο, εἰ μέλλω καὶ ἀποθανῶν ζῴοις τισὶ χρήσιμος ἔσεσθαι].

(Das Leben des Demonax 66)
 
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