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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein Bacchanalien-Skandal in Rom #7 (500 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.07.2020 um 23:37 Uhr (Zitieren)
Jetzt wird der Senat mit der Angelegenheit befaßt.
14 Als sie mit ihrer Aussage fertig war, fiel sie ihm wieder zu Füßen und wiederholte dieselbe Bitte, daß er sie wegschicke. Der Konsul bat seine Schwiegermutter, einen Teil ihres Hauses frei zu machen, damit Hispala dort einziehe. Ihr wurde das Obergeschoß über dem Haus gegeben, das einen Zugang zum Haus hatte, und die Treppe, die auf die Straße ging, wurde verriegelt. Alle Sachen der Faecenia wurden so-gleich herübergeschafft und ihre Sklaven herbeigerufen. Und Aebutius erhielt den Befehl, zu einem Klienten des Konsuls zu ziehen.

Nachdem so die beiden, die die Anzeige gemacht hatten, in einer Hand waren, brachte Postumius die Sache vor den Senat und berichtete alles der Reihe nach, was ihm zuerst angezeigt worden war und was er dann im Verhör herausgefunden hatte.

Die Senatoren ergriff gewaltige Angst, sowohl um den Staat [cum publico nomine], daß diese Komplotte und nächtlichen Zusammenkünfte heimliche Verbrechen oder Gefahr herbei-führten, vor allem aber auch persönlich um jeden ihrer Angehörigen, daß einer in dieses Vergehen verwickelt sei. Der Senat beschloß aber, dem Konsul seinen Dank dafür auszuspre-chen, daß er dieser Sache mit einzigartiger Sorgfalt und ohne Unruhe auszulösen, auf die Spur gekommen sei. Daraufhin übertrugen sie den Konsuln die Untersuchung wegen der Bacchanalien und der nächtlichen Mysterienfeiern mit außerordentlicher Vollmacht [extra ordinem]; sie forderten sie auf, dafür zu sorgen, daß diese Sache Aebutius und Faecenia, die die Anzeige gemacht hatten, keinen Schaden bringe, und andere durch Belohnungen zu einer Anzeige zu ermuntern.

Die Priester dieser Mysterien, seien es Männer oder Frauen, sollten nicht nur in Rom, sondern in allen Markt- und Gerichtsorten aufgespürt werden, damit die Konsuln sie in der Hand hätten. Außerdem sollte in der Stadt Rom be-kanntgegeben und durch ganz Italien die Bekanntmachung geschickt werden, daß keiner, der in die Bacchusmysterien eingeweiht sei, sich treffen oder zu Mysterienfeiern zusammenkommen noch etwas von solchem Kult ausüben dürfte. Vor allem sollte eine Untersuchung gegen die geführt werden, die sich getroffen oder den Eid geleistet hätten, um Unzucht oder Schandtaten zu verüben. Dies beschloß der Senat.

Die Konsuln befahlen den kurulischen Ädilen, alle Priester dieses Kultes aufzuspüren und die Verhafteten bis zur Untersuchung in freier Haft zu halten. Die plebejischen Ädilen sollten dafür sorgen, daß keine Mysterienfeiern im ge-heimen begangen würden. Die Dreierkommission, in deren Hand der Strafvollzug lag, erhielt den Auftrag [triumviris capitalibus mandatum est], in der Stadt Nachtwachen zu verteilen und darauf zu achten, daß keine nächtlichen Zusammenkünfte stattfänden und daß vorsorglich Maßnahmen gegen Brandstiftung getroffen würden; als Gehilfen der Dreierkommission sollten fünf Männer diesseits und jenseits des Tiber jeder die Oberaufsicht über die Gebäude seines Bezirks haben.

 
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