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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Multikulturelles Zusammenleben in Alexandria #3
(436 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 25.06.2020 um 00:09 Uhr (
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)
In der weiteren Entwicklung der Stadt seit der Mitte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts registrieren wir ein Anwachsen der Gruppe der Italiker, auf die sich gleichfalls die Aggressionen der Alexandriner richteten, vor allem als Händ-ler. Diese Zuwanderer wurden im 1. vorchristlichen Jahrhundert durch jene vier Legionen, die Caesar zur Kontrolle der Stadt und der Königin Kleopatra in Alexandria stationierte, verstärkt. All dies schürte im Laufe der Zeit einen antirömischen Haß, der schließlich zur Ermordung des Pompeius führte und sich im Krieg gegen Caesar fortsetzte. Wie sich solch ein Haßpotential entladen konnte, schildert Diodor am Beispiel eines Römers, der aus Versehen eine Katze tötete. Weder Beamte des Königs noch die Furcht vor römischen Soldaten konnten dem Mann das Leben retten. [...]
Der Hof und die Verwaltung, griechische Einwohner, staatenlose Immigranten, aber auch fremde nichtgriechische Per-sonengruppen wie die Juden prägten das Erscheinungsbild der Stadt. Ptolemaios I. hatte seit 320 v. Chr. mehrere Feldzüge nach Palästina unternommen, in deren Verlauf er zahlreiche Gefangene machte; nach Auskunft des Aristeas-Briefes sollen so im Laufe der Jahre allein 5000 Juden nach Ägypten gekommen sein. Für fast ein Jahrhundert blieb Palästina unter der Kontrolle Ägyptens, was die Verbindungen zwischen den dort lebenden Juden und denen des jüdischen Kernlandes intensiviert haben dürfte. Zudem mögen viele Juden gerne in das prosperierende und von kriegerischen Auseinandersetzungen kaum direkt betroffene Ägypten und Alexandria eingewandert sein. Ihre große Zahl in der Hauptstadt hat neben einem generellen wissenschaftlichen Interesse den Anstoß gegeben, mit der Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische zu beginnen.
Seit der Regierungszeit Ptolemaios‘ IV. (222-204 v. Chr.) häufen sich die Nachrichten über eine zunehmend judenfeindliche Haltung des Königs, deren historischer Kern nicht mehr zu ermitteln ist, die aber möglicherweise die Stimmung der Zeit treffen; das könnte mit dem Erstarken des ägyptischen Nationalgefühls zusammenhängen. Auffällig ist die Schärfe der überlieferten Maßnahmen. So soll Ptolemaios IV. den Juden befohlen haben, sich ein Efeublatt als Zeichen des Dionysos, mit dem Jahwe damals identifiziert wurde, tätowieren zu lassen.
[...]
(Manfred Clauss: Alexandria – Eine antike Weltstadt. Stuttgart 2003, S. 57-61)
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