Γραικύλος schrieb am 19.04.2020 um 16:45 Uhr (Zitieren)
Über Sullas Grabspruch berichtet Plutarch (Sulla 38):
Re: Stolzer Grabspruch
Gast schrieb am 19.04.2020 um 18:13 Uhr (Zitieren)
Vlt. litt Sulla an einer bipolaren Störung.
Re: Stolzer Grabspruch
Γραικύλος schrieb am 20.04.2020 um 13:42 Uhr (Zitieren)
Asl Laie gefragt: Zeigen die ihr bipolares Verhalten nicht gegenüber ein und demselben Menschen?
Die Quellen schildern Sulla als cholerischen, zynischen Genußmenschen.
Seine Proskriptionen erinnern mich an Stalins Große Säuberung 1937/38: Terror, Angst, Lähmung jeden Widerstandes. Und Raub.
Re: Stolzer Grabspruch
Γραικύλος schrieb am 20.04.2020 um 13:42 Uhr (Zitieren)
Asl --> Als
Re: Stolzer Grabspruch
Marcella schrieb am 20.04.2020 um 18:31 Uhr (Zitieren)
Zur bipolaren Störung: Häufiger dachte ich,dass unsere bekannten psychiatrischen Katgorisierungen nicht exakt auf die Menschen der Antike zutreffen, wie sie uns in den Schriften entgegentreten. War die Oberschicht seelisch gesünder? Oder waren die Syptome teilweise anders ausgeprägt? Oder schönen die Autoren das Grenzwertige?
Re: Stolzer Grabspruch
Γραικύλος schrieb am 21.04.2020 um 00:38 Uhr (Zitieren)
Daß die antiken Autoren bei Gestalten wie Sulla das Grenzwertige schönen, kann man ja eigentlich nicht sagen. Sie verwenden nur andere Kategorien. Wie weit man mit unseren käme, könnte man sie im Zuge einer Psychoanalyse auf Sulla & Co. anwenden, das weiß man nicht. Sulla gegenüber zu äußern, er sei vermutlich geisteskrank (oder wie immer man das gegenüber ihm so ausdrücken müßte, damit er es verstünde), wäre gewiß nicht ungefährlich. Da bekäme man rasch einen Termin: Via Appia, dritte Folterkammer links.
Plutarch, Appian und Cassius Dio haben ja aus einem sicheren zeitlichen Abstand geschrieben.
Re: Stolzer Grabspruch
Gast schrieb am 21.04.2020 um 06:47 Uhr (Zitieren)