Γραικύλος schrieb am 07.04.2020 um 12:40 Uhr (Zitieren)
Ein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht:
Das schmale Buch (100 Seiten) ist später noch mehrfach aufgelegt worden.
Ein hochgestellter römischer Beamter am Ende des 2. Jhdts. u.Z., fest in der Tradition seiner Religion stehend, muß erfahren, daß seine Frau zum Christentum konvertiert ist, und gerät dadurch in eine Lebenskrise.
Ohne das Ende verraten zu wollen, darf ich doch den letzten Satz zitieren: "Der freiwillige Tod des Einzelnen aber ist ein Bekenntnis zum Leben."
Allein dieser irritierende Satz weckt, so meine ich, Interesse an dem Buch.
Re: Das Testament des Lucius Eurinus
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 07.04.2020 um 16:30 Uhr (Zitieren)
Wie so vieles aus Nossacks Feder.
Re: Das Testament des Lucius Eurinus
Γραικύλος schrieb am 07.04.2020 um 22:38 Uhr (Zitieren)
Gut möglich, daß mir da nicht nur ein guter, sondern auch ein bekannter Autor entgangen ist.
Re: Das Testament des Lucius Eurinus
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 08.04.2020 um 01:45 Uhr (Zitieren)
Ob er - immerhin Büchnerpreisträger - wirklich so bekannt war, weiß ich nicht, aber in den 70er, 80er Jahren konnte man noch durchaus in Kontakt mit seinen Büchern kommen. Aus der Erinnerung aufgezählt, was ich von ihm gelesen habe: Das kennt man, Der Untergang, Spätestens im November, Die gestohlene Melodie - alles sehr eindrücklich durch Sujet und Sprache, heute würde ich sagen, sprachlich ein Musterbeispiel von ἐποχἠ.
Meine Lektüre ist allerdings ein paar Dezennien her, wohl möglich, daß ich heute anders urteilte.