Eine fabula, wie man sie nicht erwartet (578 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 01.02.2020 um 17:50 Uhr (Zitieren)
Diese Fabel ist außer in der Editio princeps von Christian Friedrich Matthäi, Leipzig 1781 – Syntipae Philosophi Persae Fabulae LXII etc. – wohl wegen ihrer Obszönität nirgendwo anders zu finden.
Zu Syntipas, dessen Fabeln in das Corpus Aesopicum eingereiht werden, sei noch folgendes bemerkt. Diese Ausgabe beruht auf zwei in Moskau entdeckten Handschriften des 14./15. Jhdts. Es scheint, daß „Syntipas“ – sicher ein erfundener Name – auf griechische Fabeln zurückgeht, die ins Syrische übersetzt und dann wieder ins Griechische zurückübersetzt wurden, und zwar Ende des 11. Jhdts. von M. Andreopoulos. Daher stammt unser „Syntipas“.
(Fabeln der Antike. Herausgegeben und übersetzt von Harry C. Schnur. München 1978, S. 160 f.)
Zu dem, was diese Fabel lehrt, fällt mir heute anderes ein, als es der Schluß der Fabel sagt.