βροχή schrieb am 20.09.2026 um 00:13 Uhr (Zitieren)
... den Gedanken der Zweckmäßigkeit der Regenwasserableitung nach außen durch die Neigung des Bodens hatte ich sofort, bevor ich es las. Das wird so sein. Bei den Säulen denke ich auch, sie fanden es schön, wenn sie etwas gewölbt sind, wahrscheinlich n. stilisierten floralen Vorbildern, wie die Ägypter es schon liebten.
Re: Widerlegung eines Parthenon-Mythos?
Patroklos schrieb am 20.09.2026 um 12:21 Uhr (Zitieren)
Hierzu ein Gegenstück:
Der weltberühmte Barockgarten [Hannover, Großer Garten, Herrenhausen] wirkt auf den ersten Blick vollkommen symmetrisch und rechtwinklig angelegt. Tatsächlich ist er das aber nicht. Die Hauptachsen weichen um 2,8 Grad vom rechten Winkel (90°) ab. Alle vermeintlich rechten Winkel betragen in Wahrheit nur 87,2 Grad.
Leibniz war der engste Berater und Vertraute von Kurfürstin Sophie. Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp wies nach, dass diese Abweichung Absicht war. Im Barock galt die starre, mathematische Perfektion von exakt 90° paradoxerweise als unnatürlich und „schief“ für das Auge.
Es gibt hierzu ein Leibniz-Zitat, das ich jedoch nicht finden kann.
Re: Widerlegung eines Parthenon-Mythos?
info schrieb am 20.09.2026 um 12:53 Uhr (Zitieren)
Bei diesem Namen muss ich an Alfred Herrhausen denken, den CEO der
Deutschen Bank, der im November 1989 von der RAF ermordet wurde.
Er plädierte für einen Teilschuldenerlass für Entwicklungsländer.
Re: Widerlegung eines Parthenon-Mythos?
βροχή schrieb am 20.09.2026 um 14:18 Uhr (Zitieren)
@Patroklos
Das ist faszinierend. Die Geheimnisse der Geometrie in der Wahrnehmung.
Bei einem Quadrat funktioniert das nur teilweise. Die 2.8 ° die an einer Ecke fehlen sind dann an einer anderen zuviel, es entsteht ein Rhombus.
Neugierdshalber will ich mir das mal auf google/Bing maps mal anschauen :)
Re: Widerlegung eines Parthenon-Mythos?
Patroklos schrieb am 20.09.2026 um 14:42 Uhr (Zitieren)