Ich rangiere Vieles aus - aber manches behalte ich auch, z.B. Plutarch: Römische Heldenleben und Plutarch: Griechische Heldenleben, beide in den 30er Jahren als Kröners Taschenausgabe erschienen, herausgegeben und "übertragen" von Wilhelm Ax. Merkwürdig, dass man die Biographienpaare - jeweils ein Grieche steht einem Römer gegenüber - hier auseinanderdividiert hat. Und auch die Zeit hat ihre Spur hinterlassen. Wilhelm Ax beendet sein Vorwort mit den Sätzen: Ein solcher Mann war mein Vater - und war bereits 1933 in die Partei eingetreten ...
Und dann hat meine Mutter in die Griechischen Heldenleben noch handschriftlich ihren Namen eingetragen. Bestimmt hat mein humanistisch gebildeter und studierter Vater sie mitdiesem Buchgeschenk ein wenig bilden wollen, weil sie doch nur die Volksschule besucht hatte!
Re: Ein Grund, zwei Bücher zu behalten
Γραικύλος schrieb am 28.07.2026 um 22:35 Uhr (Zitieren)
Diese parallelen Viten - mit jeweils einem Vergleich am Ende! - zu trennen, ist eine seltsame editorische Entscheidung ... und m.E. auch mit vaterländischer Pflicht nicht zu erklären.
Nein, das war eine verlegerische Entscheidung. In die blaue Reihe der Kröner-Taschenbücher hätten die 25 Vitenpaare Plutarchs nicht hineingepasst. Ax musste sich auf das gute Dutzend der bekanntesten Persönlichkeiten beschränken.