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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Judenverfolgung in der Antike #2
(182 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.04.2026 um 23:55 Uhr (
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(Fortsetzung Antiochos IV. Epiphanes)
Zwei Jahre später entsandte der König einen Obersteuereinnehmer in die Städte Judas. Dieser kam mit einem gewaltigen Kriegshaufen nach Jerusalem. Er sprach in hinterlistiger Weise freundschaftliche Worte, und man gewann Vertrauen zu ihm. Plötzlich aber fiel er über die Stadt her, versetzte ihr einen Schlag und brachte viele Leute aus Israel um. Er ließ die Stadt plündern, brannte sie nieder und riß ihre Wohnhäuser und die Mauern ringsum ein. Man führte Frauen und Kinder in die Gefangenschaft, das Vieh eignete man sich an.
Man baute um die Davidsstadt eine große, mit starken Türmen befestigte Mauer. Sie diente ihnen als Zwingburg. Man siedelte dort frevelhafte Leute an, gesetzesfeindliche Männer, die sich darin seßhaft machten. Waffen und Proviant brachten sie hinein, das Beutegut Jerusalems rafften sie zusammen und stapelten es dort auf. So wurden sie zu einer großen Gefahr.
Die Burg wurde zu einem Hinterhalt für das Heiligtum, zu einem schlimmen Verderber für Israel die ganze Zeit hindurch. Man vergoß unschuldiges Blut rings um das Heiligtum; sie schändeten die heilige Stätte. Ihretwegen flohen Jerusalems Bürger. Die Stadt wurde zu einem Wohnsitz für Ausländer. Ihren eigenen Söhnen wurde sie fremd, ihre Kinder verließen sie. Ihr heiliger Bezirk ward der Wüste gleich, ihre Feste verwandelten sich in Leid, ihre Sabbate in Schmach, ihre Ehre in Hohn. Wie sehr sie früher geglänzt, so wurde sie jetzt entehrt; ihre Hoheit verwandelte sich in Trauer.
Da ordnete der König für sein ganzes Reich schriftlich an, daß alle Bewohner zu einem einzigen Volk werden sollten. Jedes Volk sollte seine besonderen Bräuche aufgeben! Alle Völker nahmen die Weisung des Königs an. Auch vielen in Israel gefiel seine Religion; sie opferten den Götzenbildern und schändeten den Sabbat.
Da sandte der König durch Boten Sendschreiben nach Jerusalem und in die Städte Judas, man solle sich nach den Sitten der Ausländer richten, Brand-, Schlacht- und Trankopfer aus dem Heiligtum fernhalten, die Sabbattage und Feste schänden, das Heiligtum und seine heiligen Diener entweihen, dafür Opferhöhen, Haine und Götzentempel errichten, Schweine und unreine Tiere opfern, die Söhne unbeschnitten lassen und sich selbst mit allem Unreinen und Schandbaren beflecken. So sollten sie des Gesetzes vergessen und alle Satzungen abschaffen. Wer immer der Anordnung des Königs zuwiderhandle, müsse sterben.
Gemäß all diesen Richtlinien gab er schriftliche Anweisung für sein ganzes Reich. Er bestellte Aufseher über das ganze Volk und befahl den Städten Judas, Opfer darzubringen, und zwar Stadt für Stadt.
(1 Makkabäer 1, 10-64)
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