Γραικύλος schrieb am 23.04.2026 um 14:31 Uhr (Zitieren)
(Facsimile Querschnitt – Kladderadatsch. Hrsg. v. Liesel Hartenstein. Bern o.J., S. 117)
(3) Führer der katholischen Zentrumspartei in der Zeit des Kulturkampfes
(4) Aus dem beschlagnahmten Vermögen der hannoverschen Welfen hatte Bismarck einen Reptilienfonds gebildet.
(5) Der Kladderadatsch karikierte Bismarck stets mit drei einzelnen Haaren auf der ansonsten kahlen Stirn.
Re: Bismarck in Hexametern #2
Patroklos schrieb am 23.04.2026 um 15:17 Uhr (Zitieren)
Heinrich von Stephan:
Am 26. Oktober 1877 ließ er erste Fernsprechversuche in Berlin zwischen dem Generalpostamt und dem Generaltelegrafenamt durchführen. Dieses Datum gilt als Geburtstag der Telefonie in Deutschland.
Bismarck lauscht einer Debatte im Reichstag. Wann, von wo aus; falls eine tatsächliche Debatte gemeint ist. Bismarck ist auch abwesend anwesend….
Re: Bismarck in Hexametern #2
Γραικύλος schrieb am 23.04.2026 um 15:46 Uhr (Zitieren)
Zumindest in der Fiktion hört Bismarck von Varzin aus zu. Übrigens einer Debatte im (preußischen) Landtag. (s. #1)
Beachtenswert erscheint mit auch v. Stephans Sprachpurismus, dem wir u.a. den Fern(hin)sprecher verdanken, soweit wir nicht Telephon sagen (s. #1).
Meine Vermutung: Der Kladderadatsch hat sich aktuell zur Einführung der neuen Erfindung eine witzige Situation ausgedacht. In Hexametern.
Das Ergebnis geht in die Richtung von Ambrose Bierce (in seinem "Wörterbuch des Teufels"):
Re: Bismarck in Hexametern #2
Patroklos schrieb am 23.04.2026 um 16:03 Uhr (Zitieren)
Könnten wir wg des Termins der Telefon-Verbindung den Reichstag in Erwägung ziehen?
Re: Bismarck in Hexametern #2
Patroklos schrieb am 23.04.2026 um 16:16 Uhr (Zitieren)
Sorry, im Text steht ja Landtag.
Aber komisch ist es schon.
Re: Bismarck in Hexametern #2
Γραικύλος schrieb am 23.04.2026 um 16:45 Uhr (Zitieren)
Ich weiß nicht, ob z.B. Windthorst Mitglied des Reichs- und des Landtages war. Aber "Landtag" steht nunmal im Text.
Re: Bismarck in Hexametern #2
Persephone schrieb am 23.04.2026 um 22:38 Uhr (Zitieren)
Der neobarocke Zirkus Stephan, wie der Spottname für das einstige Dienstgebäude des Generalpostamtes in Berlin mal lautete, beherbergt heute ein sehr interessantes Museum für Kommunikation. Die wahre Stärke der Sammlung, so mein Eindruck bei meinem Besuch, liegt bei Exponaten der Zeit, in der die Verse spielen. Stephan verdanken wir übrigens auch die Ansichtskarte: https://rheinland.museum-digital.de/object/11335