Γραικύλος schrieb am 18.04.2026 um 17:17 Uhr (Zitieren)
Plutarch, Aussprüche von Spartanern (Moralia 215 B):
Agesipolis II. war spartanischer König von 371 bis 370 v.u.Z.
[Plutarch: Moralia III. Ed. by Frank Cole Babbitt. Cambridge (Mass.)/London 72004, pp. 284 sq.]
(1) Da Philipp II. von Makedonien Olynth im Jahre 348 v.u.Z. zerstört hat, Agesipolis II. aber bereits 370 gestorben ist, kann die Anekdote so nicht stimmen.
Re: Zerstören und Aufbauen
meine Meinung schrieb am 18.04.2026 um 17:48 Uhr (Zitieren)
Kriege sind wirksame Konjunkturprogramme via
deficit spending (nach J.M. Keynes, dem Begründer
des Nachfrage-orientierten Keynesianismus
als Alternative zum Angebots-orientierten
Monetarismus nach Milton Friedman und den
Chickago-boys.
Trump träumt u.a.schon länger vom Wiederaufbau
im Gazastreifen, den er in eine blühende Landschaft v.a.per US-investments verwandeln will
mit hohen Renditen für Investoren, darunter wohl
auch viele aus seinen 500-Firmen-Iimperium.
Money makes the world go round and rotten landscapes
more beautiful than before.
So zumindest die Theorie - ceteris paribus
(nominaler ablativus absolutus) in der VWL,
eine Annahme, die oft sehr schnell von der Realität eingeholt wird.
Stichwort: Konjunkturprognosenproblematik
Re: Zerstören und Aufbauen
Γραικύλος schrieb am 18.04.2026 um 18:00 Uhr (Zitieren)
Der Sinn des Ausspruchs besagt ja: Es ist soviel leichter, etwas zu zerstören, als etwas aufzubauen.
Ansonsten gilt wohl:
(Kohelet 3, 1-8)
Re: Zerstören und Aufbauen
meine Meinung schrieb am 18.04.2026 um 19:11 Uhr (Zitieren)
Heutzutage bestimmt oft der Mensch die Stunde
oder zwingt sie herbei (Einleiten einer Geburt).
Re: Zerstören und Aufbauen
Persephone schrieb am 18.04.2026 um 19:11 Uhr (Zitieren)
Ein italienischer Chemiker namens Ugo Bardi hat aus dem in der Antike anscheinend mehrfach formulierten Grundgedanken ein mathematisches Modell zur Beschreibung solcher ungleicher Zyklen von Wachstum und Verfall gemacht:
Den von "meine meinung" präsentierten Zusammenhang kann ich aber auch bestätigen. Ich habe in Köln mal mit einer Horde von Architekten zusammengesessen, die sich gar nicht genug tun konnten bei der Vorstellung, dass Köln erneut einmal so zerstört sein könnte wie nach dem Zweiten Weltkrieg - was könnte man da alles bauen! Endlich wieder Baugrund in Hülle und Fülle! Bier und Schnaps flossen in Strömen, und zum Schluss wurde sogar der Dom ausradiert und an seine Stelle ein römischer Triumphbogen gestellt, der als Parkhaus dienen sollte!
Re: Zerstören und Aufbauen
Persephone schrieb am 18.04.2026 um 19:32 Uhr (Zitieren)