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Zur Archäologie des Würfelspiels
(194 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 09.04.2026 um 13:22 Uhr (
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)
Die ersten Würfel
Das Spielen mit dem Zufall begann bereits vor 12.000 Jahren in Nordamerika. Zu diesem Schluss kam der Anthropologe Robert Madden von der Colorado State University in einer nun in
American Antiquity
veröffentlichten Untersuchung. Bei der Sichtung diverser archäologischer Sammlungen war Madden auf 565 Fundstücke aus 45 prähistorischen Fundstätten in Nordamerika gestoßen, die alle Kriterien jener flachen, einseitig markierten Objekte erfüllen, mit denen nordamerikanische Indianer noch in historischer Zeit Gesellschaftsspiele vom Zufall lenken ließen. Die frühesten kommen aus der späteiszeitlichen Folsom-Kultur Wyomings, Colorados und New Mexicos und sind Jahrtausende älter als die knöchernen Wurfplättchen, welche die alten Ägypter für ihr Spiel Senet nutzten und die bislang als die frühesten Belege für eine spielerische Indienstnahme von Zufallsprozessen galten.
(FAS vom 5. April 2026)
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