Γραικύλος schrieb am 23.02.2026 um 09:56 Uhr (Zitieren)
Gegenwärtige Herrschertypen machen das Werk Suetons, die Kaiserviten, wieder aktuell.
Karl-Heinz Ott befaßt sich in der FAZ vom 21. Februar damit ("Herrscher und Monster") ... und fragt nebenher, ob es für den Lateinunterricht nicht günstiger/interessanter/motivierender wäre, Sueton zu lesen statt des sterbenslangweiligen "De bello Gallico".
Ja, ja, wenn da nicht der Jugendschutz wäre.
His rebus cognitis, Caesar in Galliam profectus est. De bello Gallico mag langweilig sein - ist aber herrlichstes Latein!
Re: Die Aktualität Suetons
meine Meinung schrieb am 23.02.2026 um 11:51 Uhr (Zitieren)
Man könnte auswählen und anstößiger Stellen weglassen oder entschärfen.
Für Schüler dürfte er relativ schwierig sein.
Es gibt kommentierte Schulausgaben mit Texten von ihm,
die reichlich Wortschatzangaben und
Zusatzinfos enthalten.
Das würde ich so pauschal nicht sagen.
Re: Die Aktualität Suetons
Mechelewski schrieb am 23.02.2026 um 13:33 Uhr (Zitieren)
Aber doch nur zu Beginn! Danach zeichnet er das Bild eines boshaften, neidischen, eitlen und grausamen Gewaltherrschers, der durch Erniedrigung, Folter, Mord und sexuelle Gewalt in die Geschichtsbücher eingeht.
Ein Feind des Rechts, ohne Respekt vor anderen, der auf vielen Gebieten sich für ein Genie hält und sein Image gerne vergoldet. Braucht das mehr Jugendschutz als die täglichen News?