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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte (168 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 13.02.2026 um 16:55 Uhr (Zitieren)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 13.02.2026 um 17:02 Uhr (Zitieren)
Es gab mindestens fünf solcher Massensterben in der Erdgeschichte; das derzeitige ist lediglich das erste, das durch Menschen ausgelöst wurde.

(Ein kleines Problem für diejenigen, die an den Mythos glauben, daß das Paradies auf Erden durch die Sünde des Menschen [Adam & Eva] ruiniert worden sei.)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Andreas schrieb am 13.02.2026 um 17:55 Uhr (Zitieren)
An diesem Problem wird gearbeitet:

Hoimar von Ditfurth sieht in der Erbsünde „jene unserer kardinalen Schwächen, auf die auch die evolutionäre Betrachtung des heutigen Menschen uns hat stoßen lassen: unsere prinzipielle, aus unserer ‚Natur‘ entspringende Unfähigkeit, das, was wir als richtig erkannt haben, auch zu tun“
.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbs%C3%BCnde#
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 13.02.2026 um 18:16 Uhr (Zitieren)
Die Evolution mit ihren rauhen Gesetzen hat aber nicht erst mit dem Menschen begonnen. Wir - inkl. unserer Schwächen - sind Erben, Produkte dieser Evolution.
Das Erbsünde nennen? Nun, eine Sünde ist doch ein Verstoß gegen die Gebote Gottes, oder? Falls! Gott es war, der die Evolution in Gang gesetzt hat, dann ist er auch für ihre Gesetze verantwortlich.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 01:44 Uhr (Zitieren)
aus unserer ‚Natur‘ entspringende Unfähigkeit, das, was wir als richtig erkannt haben, auch zu tun“


Man kann Gott nicht gleichzeitig bekämpfen und negieren.
Wenn man ihm die Stirn bieten will, muss man seine Existenz anerkennen. Sonst macht das keinen Sinn.

Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 01:47 Uhr (Zitieren)
Die den Teufel negieren sind pragmatischer, sie bekämpfen ihn nicht.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
νύξ schrieb am 14.02.2026 um 05:37 Uhr (Zitieren)
Man kann Gott nicht gleichzeitig bekämpfen und negieren.

Diese Diskussion ist frucht- und sinnlos,
solange du nicht definierst,was du mit GOTT meinst und
GOTT für dich persönlich bedeutet.
Verschiedene Kultur haben verschiedene Gottes- bzw. Göttervorstellungen.
Auch deinen Teufel müsstest du definieren.

Die den Teufel negieren sind pragmatischer, sie bekämpfen ihn nicht.

Diesen Satz verstehe ich nicht.
Was meinst du mit "pragmatisch" und "bekämpfen"?
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 08:05 Uhr (Zitieren)
Diesen Satz verstehe ich nicht.
Was meinst du mit "pragmatisch" und "bekämpfen"?


Pragmatisch: etwas von der praktischen Seite her behandeln.
Wer meint, dass der Teufel nicht existiert, dem ist der Teufel herzlich egal. Für ihn hat der Teufel keine Bedeutung, das wettern gegen den Teufel, bringt keinen praktischen Nutzen, er macht es nicht.

Bekämpfen: dagegen wettern, es schlecht machen, versuchen es zu vernichten.





Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 08:17 Uhr (Zitieren)
... btw. der Versuch etwas zu vernichten, das nicht existiert, ist auch ein Paradoxon.

Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
info schrieb am 14.02.2026 um 09:56 Uhr (Zitieren)
Wer meint, dass der Teufel nicht existiert,

vgl:
Herbert Haag
Abschied vom Teufel 1969; Neuauflage 2000

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Haag_(Theologe)

Haag wurde insbesondere als Bibelwissenschaftler und Exeget bekannt, unter anderem gab er ein Bibellexikon heraus. Seine kritischen Positionen zu Teilen der Glaubenslehre, wie z. B. der Erbsünde, der Existenz bzw. Deutung des Teufels und zum Priesteramt fanden den Widerspruch der Kirchenleitung. Zu Haags engen Freunden zählte sein Tübinger Kollege Hans Küng
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 10:35 Uhr (Zitieren)


beim Paradoxon, etwas das nicht existiert zu bekämpfen, ist der Gegenstand austauschbar

Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
info schrieb am 14.02.2026 um 11:40 Uhr (Zitieren)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 12:12 Uhr (Zitieren)
etwas unterhaltsames genügt einem Selbstzweck
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 13:22 Uhr (Zitieren)
Ein militanter bzw. missionarischer Atheist bekämpft nicht Gott (den es nicht gibt), sondern den Glauben der Menschen an Gott, also eine bestimmte Einstellung unter Menschen (die es sehr wohl gibt).
Das ist also kein Paradox.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 13:42 Uhr (Zitieren)
... was schlussendlich darauf hinaus läuft, dass er Menschen bekämpft.
Vorsicht vor dem militantem Irgendwaseisten ist daher geboten.

Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 16:17 Uhr (Zitieren)
Halten wir zunächst fest: Ein "missionierender" Atheismus ist nicht paradox.

Ist er menschenfeindlich? Das kommt auf das Motiv an. Wenn - wie einst Bertrand Russell es sagte - Religion eine Gefahr für das Wohlergehen der Menschheit darstellt, dann ist Atheismus nicht menschenfeindlich, sondern -freundlich.
Man wird Bertrand Russell nicht nachsagen können, daß er Menschen bekämpfte.

Auch von einem anderen Atheisten, Karl Popper, ist mir der Grundsatz in Erinnerung: "Laßt Ideen sterben, nicht Menschen!"

Daß in sozialistischen Ländern religiöse Menschen Verfolgungen ausgesetzt waren, ist nur eine Variante des Atheismus, und keine gute.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:00 Uhr (Zitieren)
Laßt Ideen sterben, nicht Menschen!"


Die Gretchenfrage ist doch, was macht er mit jenen Menschen, die mit ihrer Idee verschmolzen sind?
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 17:12 Uhr (Zitieren)
Außer Argumenten, die nicht töten, hat der Philosoph keine Waffen. Wer seinen Argumenten nicht zugänglich ist, den muß er lassen.
Sollte aber der andere seinerseits "missionieren", darf der Philosoph erneut auf seine Argumente verweisen.

Popper hatte wohl die Hoffnung, daß man so, durch Argumentation, überzeugen und der Wahrheit näher kommen könne.
Ich sehe das inzwischen skeptischer. Menschen lassen sich nur selten durch Argumente von der Religion abbringen; sie hängt zu eng mit ihren elementaren Lebensbedürfnissen zusammen.
Das sollte man dann akzeptieren.
Nur, wie gesagt, wenn sie missionieren, dann sollte man ihnen weiterhin widersprechen. Mit Argumenten.

(Du wirst Dich an Fälle aus unserer gemeinsamen Zeit bei kV erinnern.)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:25 Uhr (Zitieren)
... der Verlust des Dialogs mit dem Teufel ist schade, das war witzig
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:26 Uhr (Zitieren)
... des spielerischen Dialogs
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 17:39 Uhr (Zitieren)
Ich erinnere mich nicht, welchen Dialog du da meinst - aber hier ist einer (von mir):
Gott sprach: „Es werde Friede!“, doch es ward Krieg.
Darauf sprach Gott: „Es werde der Teufel, um die Verantwortung klarzustellen!“
Dann aber sprach der frischgeschaffene Teufel: „Ich bin ein Geschöpf Gottes - um die Verantwortung klarzustellen!“
Gott seufzte und sprach: „Es werde der Sündenbock!“
Und so geschah es. Gott aber hatte dem Sündenbock die Gestalt einer herumzureichenden Karte gegeben, die im Volksmund auch „Schwarzer Peter“ genannt wird.

Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Patroklos schrieb am 14.02.2026 um 17:52 Uhr (Zitieren)
Unübertrefflich ist Genesis, 6,5-6:
Und es reute Jehova, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
info schrieb am 14.02.2026 um 18:42 Uhr (Zitieren)
Unübertrefflich ist Genesis, 6,5-6:


Auch diese Stelle schreit nach Exegese:
Entstehung und historischer Kontext
Quellenschicht: Der Text wird in der Bibelwissenschaft dem sogenannten Jahwisten (J) zugeordnet (entstanden ca. 9. bis 8. Jahrhundert v. Chr.). Er zeichnet sich durch eine sehr lebendige, menschenähnliche Darstellung Gottes aus.
Der Wendepunkt: Die Passage bildet den radikalen Gegenpol zum Schöpfungsbericht. Während dort alles als „sehr gut“ deklariert wurde, wird hier der moralische Tiefpunkt der Menschheit konstatiert.
Ethische Neuerung: Im Vergleich zu anderen antiken Mythen (wie dem Gilgamesch-Epos) schickt Gott die Flut nicht aus Willkür oder wegen Ruhestörung, sondern aufgrund der ethischen Verderbnis und der Bosheit des menschlichen Herzens.

2. Das theologische Problem der „Reue“
Hebräisch „Nacham“: Das Wort für Reue (nacham) bedeutet im Kern eine „Änderung des Sinnes“ oder „leidvolles Bedauern“.

Gottes Leidfähigkeit: Der Text bricht mit der Vorstellung eines unbeweglichen, gefühlskalten Gottes. Er zeigt einen Schöpfer, der eine echte Beziehung zu seiner Schöpfung hat und daher durch deren Handeln zutiefst verletzbar ist.

Freiheit: Die Reue Gottes ist der Preis für die Freiheit des Menschen. Gott ist kein Programmierer, der eine Maschine baut; er ist ein Schöpfer, der ein Gegenüber zulässt, das ihn enttäuschen kann.

3. Moderne Interpretationen

Ökologische Perspektive: Die Passage wird heute oft als Mahnung vor der menschlichen Hybris gelesen. Der „Schmerz Gottes“ spiegelt die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch den Menschen wider – eine Warnung, dass das „Projekt Mensch“ an seiner eigenen Destruktivität scheitern kann.
Existenzphilosophie: Denker wie Nassim Taleb nutzen das Zitat, um die Fehlbarkeit jeder Planung aufzuzeigen. Es dient als ultimatives Beispiel dafür, dass selbst der „perfekte Planer“ von der Komplexität und dem Chaos der Realität (dem freien Willen oder dem Zufall) überwältigt werden kann.

Psychologische Sicht: Hier wird der Text als Bild für den „Schöpfer-Schmerz“ gedeutet – das bittere Eingeständnis, dass eine Vision oder ein geliebtes Werk in der Realität eine zerstörerische Eigendynamik entwickelt hat.

Es geht wieder um eine anthropomorphe Gottesvorstellung, die es heute per Exegese zu
überwinden gilt.
Und das ist möglich. Ich verweise auf Drewermann und AT-Experten.

Claus Westermann (Standardkommentar zur Genesis)

Gerhard von Rad (Theologie des Alten Testaments)

Erich Zenger (Urgeschichte und Priesterschrift)

Jörg Jeremias (Spezialist für das Thema „Die Reue Gottes“)

Wenn man den Zustand der Welt von heute ansieht, kann man großen Schmerz empfinden
wie bei Stephen Hawking mit seiner Prognose
über den Zustand der Erde am Ende diesen Jahrhunderts.

Die 100-Jahre-Deadline (2017): In der BBC-Dokumentation Expedition New Earth warnte Hawking, dass der Menschheit nur noch etwa 100 Jahre bleiben, um die Erde zu verlassen. Zuvor war er noch von 1.000 Jahren ausgegangen.
 
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