Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 13.02.2026 um 17:02 Uhr (Zitieren)
Es gab mindestens fünf solcher Massensterben in der Erdgeschichte; das derzeitige ist lediglich das erste, das durch Menschen ausgelöst wurde.
(Ein kleines Problem für diejenigen, die an den Mythos glauben, daß das Paradies auf Erden durch die Sünde des Menschen [Adam & Eva] ruiniert worden sei.)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Andreas schrieb am 13.02.2026 um 17:55 Uhr (Zitieren)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 13.02.2026 um 18:16 Uhr (Zitieren)
Die Evolution mit ihren rauhen Gesetzen hat aber nicht erst mit dem Menschen begonnen. Wir - inkl. unserer Schwächen - sind Erben, Produkte dieser Evolution.
Das Erbsünde nennen? Nun, eine Sünde ist doch ein Verstoß gegen die Gebote Gottes, oder? Falls! Gott es war, der die Evolution in Gang gesetzt hat, dann ist er auch für ihre Gesetze verantwortlich.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 01:44 Uhr (Zitieren)
Man kann Gott nicht gleichzeitig bekämpfen und negieren.
Wenn man ihm die Stirn bieten will, muss man seine Existenz anerkennen. Sonst macht das keinen Sinn.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 01:47 Uhr (Zitieren)
Die den Teufel negieren sind pragmatischer, sie bekämpfen ihn nicht.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Diese Diskussion ist frucht- und sinnlos,
solange du nicht definierst,was du mit GOTT meinst und
GOTT für dich persönlich bedeutet.
Verschiedene Kultur haben verschiedene Gottes- bzw. Göttervorstellungen.
Auch deinen Teufel müsstest du definieren.
Diesen Satz verstehe ich nicht.
Was meinst du mit "pragmatisch" und "bekämpfen"?
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 08:05 Uhr (Zitieren)
Pragmatisch: etwas von der praktischen Seite her behandeln.
Wer meint, dass der Teufel nicht existiert, dem ist der Teufel herzlich egal. Für ihn hat der Teufel keine Bedeutung, das wettern gegen den Teufel, bringt keinen praktischen Nutzen, er macht es nicht.
Bekämpfen: dagegen wettern, es schlecht machen, versuchen es zu vernichten.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 08:17 Uhr (Zitieren)
... btw. der Versuch etwas zu vernichten, das nicht existiert, ist auch ein Paradoxon.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
info schrieb am 14.02.2026 um 09:56 Uhr (Zitieren)
vgl:
Herbert Haag
Abschied vom Teufel 1969; Neuauflage 2000
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 12:12 Uhr (Zitieren)
etwas unterhaltsames genügt einem Selbstzweck
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 13:22 Uhr (Zitieren)
Ein militanter bzw. missionarischer Atheist bekämpft nicht Gott (den es nicht gibt), sondern den Glauben der Menschen an Gott, also eine bestimmte Einstellung unter Menschen (die es sehr wohl gibt).
Das ist also kein Paradox.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 13:42 Uhr (Zitieren)
... was schlussendlich darauf hinaus läuft, dass er Menschen bekämpft.
Vorsicht vor dem militantem Irgendwaseisten ist daher geboten.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 16:17 Uhr (Zitieren)
Halten wir zunächst fest: Ein "missionierender" Atheismus ist nicht paradox.
Ist er menschenfeindlich? Das kommt auf das Motiv an. Wenn - wie einst Bertrand Russell es sagte - Religion eine Gefahr für das Wohlergehen der Menschheit darstellt, dann ist Atheismus nicht menschenfeindlich, sondern -freundlich.
Man wird Bertrand Russell nicht nachsagen können, daß er Menschen bekämpfte.
Auch von einem anderen Atheisten, Karl Popper, ist mir der Grundsatz in Erinnerung: "Laßt Ideen sterben, nicht Menschen!"
Daß in sozialistischen Ländern religiöse Menschen Verfolgungen ausgesetzt waren, ist nur eine Variante des Atheismus, und keine gute.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:00 Uhr (Zitieren)
Die Gretchenfrage ist doch, was macht er mit jenen Menschen, die mit ihrer Idee verschmolzen sind?
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 17:12 Uhr (Zitieren)
Außer Argumenten, die nicht töten, hat der Philosoph keine Waffen. Wer seinen Argumenten nicht zugänglich ist, den muß er lassen.
Sollte aber der andere seinerseits "missionieren", darf der Philosoph erneut auf seine Argumente verweisen.
Popper hatte wohl die Hoffnung, daß man so, durch Argumentation, überzeugen und der Wahrheit näher kommen könne.
Ich sehe das inzwischen skeptischer. Menschen lassen sich nur selten durch Argumente von der Religion abbringen; sie hängt zu eng mit ihren elementaren Lebensbedürfnissen zusammen.
Das sollte man dann akzeptieren.
Nur, wie gesagt, wenn sie missionieren, dann sollte man ihnen weiterhin widersprechen. Mit Argumenten.
(Du wirst Dich an Fälle aus unserer gemeinsamen Zeit bei kV erinnern.)
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:25 Uhr (Zitieren)
... der Verlust des Dialogs mit dem Teufel ist schade, das war witzig
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
βροχή schrieb am 14.02.2026 um 17:26 Uhr (Zitieren)
... des spielerischen Dialogs
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Γραικύλος schrieb am 14.02.2026 um 17:39 Uhr (Zitieren)
Ich erinnere mich nicht, welchen Dialog du da meinst - aber hier ist einer (von mir):
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
Patroklos schrieb am 14.02.2026 um 17:52 Uhr (Zitieren)
Unübertrefflich ist Genesis, 6,5-6:
Und es reute Jehova, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.
Re: Supernovae und Massensterben in der Erdgeschichte
info schrieb am 14.02.2026 um 18:42 Uhr (Zitieren)
Auch diese Stelle schreit nach Exegese:
Es geht wieder um eine anthropomorphe Gottesvorstellung, die es heute per Exegese zu
überwinden gilt.
Und das ist möglich. Ich verweise auf Drewermann und AT-Experten.
Claus Westermann (Standardkommentar zur Genesis)
Gerhard von Rad (Theologie des Alten Testaments)
Erich Zenger (Urgeschichte und Priesterschrift)
Jörg Jeremias (Spezialist für das Thema „Die Reue Gottes“)
Wenn man den Zustand der Welt von heute ansieht, kann man großen Schmerz empfinden
wie bei Stephen Hawking mit seiner Prognose
über den Zustand der Erde am Ende diesen Jahrhunderts.