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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein jüdischer Bericht über die Geburt Jesu (106 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 24.12.2025 um 00:12 Uhr (Zitieren)
Toledot Jeschu - Ein jüdisches Leben Jesu (entstanden zwischen dem 5. und 10. Jhdt.):

Diese legendenhafte Darstellung (1) ist zu einer Zeit entstanden, da das Judentum sich angesichts einer zunehmenden christlichen Machtstellung behaupten mußte. Die Wirksamkeit Jesu wird als die eines Zauberers und Volksverführers geschildert, der ein schmachvolles Ende findet. Hier ein Auszug aus der Geburtsschilderung:

Nach neun Monaten kamen die Tage heran, wo sie [sc. Ma-ria/Mirjam] gebären sollte. Da ging sie nach Bethlehem und ließ sich bei einer Krippe nieder, wo man die Kamele fütterte. Dort gebar sie einen Sohn und brachte den Wurm nach acht Tagen zur Beschneidung zu den Gelehrten der Zeit. Sie ließ ein Gerücht ausgehen, als hätte sie einen Sohn ohne männliche Beiwohnung geboren. Aber nur wer einfältig ist, wird ihr glauben. So hörte keiner auf sie bei ihrem Lügengerede.

Die beschnitten ihn und nannten ihn Jeschu. [...] Der Name aber bedeutet: „Sein Name werde weggewischt und auch sein Andenken!“

Sofort fiel sie auf ihr Angesicht, wand sich, und Zittern packte sie. Da bekannte sie und sprach: „Die Worte sind wahr und ihr habt gut (daran) getan, auf meinen Sohn zu sehen, weil er ein Bastard und Sohn der Menstruierenden ist. Folgendermaßen war die Tat des Josef Panderi (2): Er wohnte mit trügerisch bei und verunreinigte mich. [...] So wohnte der Gottlose mir mehrmals bei.“[/quote]
(G. Schlichting, Ein jüdisches Leben Jesu. Die verschollene Toledot-Jeschu-Fassung Tam u-mu’ad. 1982; zitiert nach: Roman Heiligenthal, Der verfälschte Jesus. Darmstadt ²1999, S. 44)

(1) Legendenhaft ist natürlich ebenso die Geburtsschilderung bei Matthäus und Lukas, während das ältere Markus- sowie das Johannes-Evangelium überhaupt nichts von der Kindheit Jesu berichten.
(2) Diese sogenannte Panthera-Legende (Jesus sei das uneheliche Kind eines römischen Soldaten namens Josef Panthera) ist alt und findet sich bereits bei Kelsos. Vgl. https://www.albertmartin.de/altgriechisch/forum/?view=5483
Re: Ein jüdischer Bericht über die Geburt Jesu
Γραικύλος schrieb am 24.12.2025 um 00:14 Uhr (Zitieren)
Nach neun Monaten kamen die Tage heran, wo sie [sc. Maria/Mirjam] gebären sollte. Da ging sie nach Bethlehem und ließ sich bei einer Krippe nieder, wo man die Kamele fütterte. Dort gebar sie einen Sohn und brachte den Wurm nach acht Tagen zur Beschneidung zu den Gelehrten der Zeit. Sie ließ ein Gerücht ausgehen, als hätte sie einen Sohn ohne männliche Beiwohnung geboren. Aber nur wer einfältig ist, wird ihr glauben. So hörte keiner auf sie bei ihrem Lügengerede.

Die beschnitten ihn und nannten ihn Jeschu. [...] Der Name aber bedeutet: „Sein Name werde weggewischt und auch sein Andenken!“

Sofort fiel sie auf ihr Angesicht, wand sich, und Zittern packte sie. Da bekannte sie und sprach: „Die Worte sind wahr und ihr habt gut (daran) getan, auf meinen Sohn zu sehen, weil er ein Bastard und Sohn der Menstruierenden ist. Folgendermaßen war die Tat des Josef Panderi: Er wohnte mit trügerisch bei und verunreinigte mich. [...] So wohnte der Gottlose mir mehrmals bei.“

((G. Schlichting, Ein jüdisches Leben Jesu. Die verschollene Toledot-Jeschu-Fassung Tam u-mu’ad. 1982; zitiert nach: Roman Heiligenthal, Der verfälschte Jesus. Darmstadt ²1999, S. 44)
Re: Ein jüdischer Bericht über die Geburt Jesu
Γραικύλος schrieb am 24.12.2025 um 00:16 Uhr (Zitieren)
Er wohnte mit --> Er wohnte mir
Re: Ein jüdischer Bericht über die Geburt Jesu
meine Meinung schrieb am 24.12.2025 um 13:53 Uhr (Zitieren)
Dass Jesus die Fantasie angeregt hat, ist bekannt.
Und dass dabei viel Wildwuchs herauskam auch.
Um so wichtiger ist es, hier wissenschaftlich für Klärung zu sorgen.
Wofür sonst ist die hochbezahte Theologie da.
Sie soll den Staat Hunderte Mio. Euro jährlich kosten.

Für einen geisteswissenschaftlichen Lehrstuhl (wie in der Theologie) kann man mit Gesamtkosten von etwa 250.000 € bis 400.000 € pro Jahr rechnen

Fachbereich Anzahl der Lehrstühle (ca.) Standorte (Fakultäten/Institute)
1. Katholische Theologie 350 – 380 ca. 45 Standorte
2. Evangelische Theologie 300 – 330 ca. 40 Standorte
Gesamt (Christlich) 650 – 710

basierend auf den Erhebungen der Fachverbände (KThF und Evangelischer Fakultätentag):
 
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