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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Das Weltgericht (138 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 00:19 Uhr (Zitieren)
1. Matthäus 25, 31-46

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen,
und es werden sich versammeln vor ihm alle Völker, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Die Schafe wird er zu seiner Rechten stellen, die Böcke zu seiner Linken.
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters! Nehmt in Besitz das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!
Denn ich war hungrig, und ihr habt mich gespeist; ich war durstig, und ihr habt mich getränkt; ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt;
ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten entgegnen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dich gespeist, oder durstig und dich getränkt?
Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und dich beherbergt? Oder nackt und dich bekleidet?
Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen?
Und der König wird ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Soviel ihr getan habt an einem Geringsten von meinen Brüdern, habt ihr an mir getan.
Dann wird er auch zu denen zur Linken sprechen: Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel bereitet ist und seinen Engeln.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mich nicht gespeist; ich war durstig, und ihr habt mich nicht getränkt;
ich war fremd, und ihr habt mich nicht beherbergt; ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden ihm auch diese entgegnen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht gedient?
Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, soweit ihr nicht getan habt an einem dieser Geringsten, habt ihr auch an mir nicht getan.
Und diese werden hingehen in ewige Pein, die Gerechten aber in ewiges Leben.


2. Daniel 12, 1-3

In jener Zeit tritt Michael auf, der große Fürst, der über den Söhnen deines Volkes schützend steht. Es wird eine Zeit des Drangsals sein, wie noch keine gewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Dein Volk wird gerettet in jener Zeit, ein jeder, der im Buch verzeichnet ist.
Viele von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden erwachen, die einen zum ewigen Leben, zur Schmach und zu ewigem Abscheu die anderen.
Die Gesetzeslehrer werden glänzen, wie das leuchtende Himmelsgewölbe, und die vielen zur Gerechtigkeit verhalfen, wie die Sterne für immer und ewig.
Re: Das Weltgericht
νύξ schrieb am 19.12.2025 um 04:16 Uhr (Zitieren)

Zusammenfassung: Die Quellen des Weltgerichts (Matthäus 25)

Die Passage vom Weltgericht ist eine Komposition aus verschiedenen religiösen und kulturellen Strömungen der Antike. Sie lässt sich auf drei Haupteinflüsse zurückführen:
1. Alttestamentliche Propheten (Judentum)

Der Text ist tief in der jüdischen Tradition verwurzelt und greift bekannte Bilder auf:

Ezechiel 34: Hier findet sich das zentrale Bild des Hirten, der zwischen „Schaf und Schaf“ sowie „Widdern und Böcken“ richtet. Gott wird als derjenige dargestellt, der die Schwachen gegen die Ausbeuter verteidigt.

Jesaja 58: Dieser Text definiert den wahren Gottesdienst. Die Forderungen – Hungernde speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte kleiden – sind fast wortgleich in die Liste der Werke der Barmherzigkeit bei Matthäus eingegangen.

Daniel 7: Die Figur des „Menschensohns“, der auf einem himmlischen Thron erscheint, um Gericht zu halten, stammt aus der Vision des Propheten Daniel.

2. Ägyptische Totenliteratur (Altorientalisches Erbe)

Überraschende Parallelen finden sich bereits ca. 1.500 Jahre früher im Ägyptischen Totenbuch (Kapitel 125):

Im Totengericht vor Osiris muss der Verstorbene bezeugen, moralisch gelebt zu haben.

Die Formel lautet dort: „Ich gab dem Hungrigen Brot, dem Durstigen Wasser, dem Nackten Kleidung und dem Schiffbrüchigen eine Überfahrt.“

Dies zeigt, dass der Katalog der sozialen Grundpflichten ein allgemein menschliches Kulturerbe im Nahen Osten war.

3. Jüdische Apokalyptik (Zwischen-Testamentarische Zeit)

In der Zeit zwischen 200 v. Chr. und der Entstehung des Neuen Testaments prägten Schriften wie das Äthiopische Henochbuch die Vorstellung des Weltendes:

Dort wird der Messias als „Richter der Welt“ detailliert beschrieben, der auf dem „Thron der Herrlichkeit“ sitzt.

Matthäus nutzt diese damals populäre Bildsprache, um die Autorität Jesu zu unterstreichen.

4. Das christliche „Sondergut“ (Matthäus-Tradition)

Die Erzählung findet sich ausschließlich im Matthäus-Evangelium. Der entscheidende, neue Punkt (die Pointe) ist:

Die Inkognito-Gegenwart Gottes: Dass der Weltenrichter sich absolut mit den „Geringsten“ (den Armen und Leidenden) identifiziert („Was ihr getan habt... das habt ihr mir getan“), ist die spezifisch christliche Weiterentwicklung dieser alten Quellen.
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 11:17 Uhr (Zitieren)
Was anscheinend der KI nicht, wohl aber mir auffällt: 1. wie unbarmherzig Gott gegenüber Unbarmherzigen ist (ewige Strafe für zeitliche Sünden), 2. daß Gott nur die Kategorien Schwarz und Weiß kennt, während doch die Menschen in Abstufungen grau gefärbt sind.

Daß der historische Jesus, soweit aus den Evangelien rekonstruierbar, tief in der jüdischen Tradition stand (und innerhalb derer das nahe bevorstehende Reich Gottes verkündete), dem stimme ich zu. Nichts hätte ihm ferner gelegen, als eine neue, nichtjüdische Religion zu gründen.
Allerdings ist dann etwas passiert: Er ist hingerichtet worden, und das Reich Gottes ist nicht gekommen.
Damit war sein Anliegen erledigt; doch nun setzt die Kreativität seiner Anhänger ein und "aus dem Verkünder wird der Verkündigte" (Bultmann).
Re: Das Weltgericht
Patroklos schrieb am 19.12.2025 um 11:29 Uhr (Zitieren)
Die überzeugende Interpretation der „biblischen“ Berichte bzw Verkündigungen lautet:
Warum und zu welchem Zweck verfassten die Autoren diese Texte?
Wie kamen sie etwa auf die Idee, Gott habe seine anfängliche Schöpfung bereut?
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 14:24 Uhr (Zitieren)
Warum und zu welchem Zweck verfassten die Autoren diese Texte?

Im Falle Jesu ist das ziemlich klar: Der Meister war gescheitert, und seine Anhänger standen vor der Wahl, sich seinen und ihren Irrtum einzugestehen oder die ursprüngliche Botschaft umzudeuten. Am Beginn dieses Projektes stand die Erfindung der Auferstehung, des angeblichen Sieges über den Tod.
Re: Das Weltgericht
Andreas schrieb am 19.12.2025 um 16:08 Uhr (Zitieren)
Er ist hingerichtet worden, und das Reich Gottes ist nicht gekommen.

Dazu meine Anmerkung zur präsentischen Parousie:

Der Kern des Konzepts
Traditionell versteht man unter der Parusie die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. Die präsentische Sichtweise betont jedoch, dass durch das Wirken Jesu (und den Heiligen Geist) die Endzeit bereits angebrochen ist.

Futurische Eschatologie: „Das Reich Gottes wird kommen.“ (Zukunft)
Präsentische Eschatologie: „Das Reich Gottes ist (mitten unter euch) gekommen.“ (Gegenwart)

2. Wichtige Vertreter und Quellen
Vor allem im Johannesevangelium findet man diese Sichtweise sehr stark ausgeprägt. Während die anderen Evangelien oft noch auf das zukünftige Weltende blicken, betont Johannes:
Gericht findet jetzt statt: Wer glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet (vgl. Joh 3,18).
Das ewige Leben beginnt jetzt: Es ist nicht nur eine biologische Fortsetzung nach dem Tod, sondern eine neue Qualität des Lebens, die im Moment des Glaubens beginnt.

3. Das „Schon jetzt und Noch nicht“
In der modernen Theologie (z. B. bei Rudolf Bultmann oder C.H. Dodd) werden meist beide Aspekte kombiniert. Man spricht vom „Schon jetzt und Noch nicht“:
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 16:19 Uhr (Zitieren)
Nun ist das natürlich alles eine nachträgliche Neuinterpretation, von welcher Jesus nichts ahnte. Der hat das sicher traditionell-jüdisch verstanden ... und damit ist er gescheitert, wie so mancher andere Weltuntergangsprophet.

Speziell das Johannes-Evangelium hat mit dem historischen Jesus fast nichts mehr zu tun.
Schon der Apostel Paulus, dieser Erzvater aller Umdichter, nimmt auf die historische Person keinen Bezug mehr.

Die Anhänger Jesu konnten sein Scheitern nicht akzeptieren.

Hier haben wir in den Evangelien noch Spuren dessen, was Jesus erwartete:
1.
Ich sage euch in Wahrheit: Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht kosten, bis sie das Reich Gottes schauen werden.

[Lukas 9, 27]


2.
Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die hier stehen, sind einige, die den Tod nicht kosten werden, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reiche.

[Matthäus 16, 28]

Re: Das Weltgericht
Andreas schrieb am 19.12.2025 um 16:30 Uhr (Zitieren)
Solange nicht klar definiert ist, was Reich Gottes meint, ist jede Diskussion schwierig und fruchtlos.

Wenn man es auf den Punkt bringt, ist das Reich Gottes für Jesus eine völlig neue Qualität von Liebe, die alles verändert.

Es ist keine bloße Emotion, sondern eine radikale Haltung, die sich durch drei Merkmale auszeichnet:

Bedingungslosigkeit: Sie gilt nicht nur denen, die einen auch lieben, sondern sogar den Feinden. Das bricht den Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt.

Aktionscharakter: Liebe ist bei Jesus kein Gefühl, sondern Tun. Sie zeigt sich im Heilen, im Teilen von Brot und im Annehmen derer, die am Rand stehen (Zöllner, Prostituierte, Kranke).

Gottesnähe: Diese Liebe ist möglich, weil man sich von Gott bedingungslos geliebt weiß. Man gibt quasi nur das weiter, was man von Gott empfängt.

In der Theologie nennt man diese göttliche, hingebende Liebe Agape. Sie ist das „Betriebssystem“ des Reiches Gottes.
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 16:43 Uhr (Zitieren)
Ich halte diesen Satz: "Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht kosten, bis sie das Reich Gottes schauen werden", für sehr klar, wenn man ihn aus der Perspektive dessen liest, was Jesus war: ein Jude. Diese Erwartung ist ja Teil der jüdischen Traditon - nur daß Jesus sie für bald bevorstehend erklärt.

Zur Liebe Gottes und ihrer Vereinbarkeit mit ewiger Verdammnis steht ja schon im Eingangszitat etwas. Auch dies in jüdischer Tradition.

Jesus, der Sohn eines Zimmermannes, war eines ganz gewiß nicht: ein Theologe. Und selbstverständlich war er kein Christ. Die ganze christliche Dogmatik, die sich um ihn rankt, wäre ihm ein Buch mit sieben Siegeln gewesen.

Selbst sein Gebet, das "Vaterunser", ist völlig frei davon, ist ganz und gar jüdisch und könnte von jedem Juden mitgebetet werden.
Re: Das Weltgericht
Andreas schrieb am 19.12.2025 um 16:50 Uhr (Zitieren)
Exegetische Deutung von Markus 9,1

Der Satz „...bis sie das Reich Gottes schauen werden“ wird in der Forschung über drei Hauptwege erklärt:

Konsequente Eschatologie (Irrtumshypothese): Jesus rechnete als Kind seiner Zeit fest mit dem Weltende innerhalb seiner Generation. Da die Welt nicht unterging, spricht die Exegese hier von der sogenannten Parusieverzögerung.

Die Verklärung als Erfüllung: Da die Geschichte von der Verklärung Jesu (Mk 9,2-10) unmittelbar folgt, beziehen viele Exegeten das „Schauen“ auf dieses Ereignis. Drei Jünger sehen Jesus in göttlicher Gestalt; für sie hat sich die Zusage damit bereits erfüllt.

Ostern und Pfingsten: Das Reich Gottes kommt „in Kraft“ (en dynámei) durch die Auferstehung und die Sendung des Heiligen Geistes. Das „Schauen“ meint hier das gläubige Erkennen, dass mit Jesus eine neue Weltzeit angebrochen ist.

Fazit der Exegese: Der Text markiert den Übergang von der zeitlichen Naherwartung (Wann passiert es?) zur qualitativen Präsenz (Es ist durch Christus bereits wirksam).
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 16:52 Uhr (Zitieren)
P.S.: Die von Jesus verkündete Feindesliebe ist nicht unjüdisch, bezieht sich jedoch - und so auch bei Jesus - nicht auf Nichtjuden.
Nichtjuden hat er überhaupt nicht im Blick.

Das "und lehret alle Völker" ist eine nachträgliche Erfindung von Heidenchristen (um ihre Position zu legitimieren) und widerspricht anderen überlieferten Aussagen Jesu, in denen er seinen Jüngern verbietet, zu Nichtjuden zu gehen.
(Die Stellen kann ich bei Bedarf angeben, muß aber jetzt fort.)
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 16:57 Uhr (Zitieren)
Andreas, Du kannst noch so viel Theologie zitieren - das wird nichts, wenn Du nicht auf das Entscheidende eingehst: Jesus war Jude und dachte als Jude. Und insofern gilt die "Irrtumshypothese" mitsamt "Parusieverzögerung".

Selbst die Berichte der Evangelien, in denen ja schon die paulinische Umdeutung enthalten ist, sind immer sehr kritisch darauf hin zu lesen: Konnte Jesus als Jude und Zimmermannssohn überhaupt so etwas denken bzw. sagen?
Und Paulus war Jesus nie begegnet!
Re: Das Weltgericht
Andreas schrieb am 19.12.2025 um 16:59 Uhr (Zitieren)
Die Sicht der Exegese:
Die Mehrheit der kritischen Exegeten geht davon aus, dass der Missionsbefehl (Mt 28) in seiner jetzigen Wortwahl tatsächlich die Situation der nachösterlichen Gemeinde widerspiegelt.

Argumente dafür:
Sprachliche Form: Die trinitarische Taufformel (Vater, Sohn, Heiliger Geist) gilt als späte theologische Entwicklung, die zur Zeit des historischen Jesus so noch nicht existierte.
Historischer Kontext: Der historische Jesus konzentrierte sein Wirken fast ausschließlich auf Israel, um das Gottesvolk zur Umkehr zu rufen. Eine weltweite Mission war zu seinen Lebzeiten organisatorisch und konzeptionell noch kein Thema.
Legitimation: Die junge Kirche (insbesondere Heidenchristen und Judenchristen wie Matthäus) brauchte eine autoritative Begründung, warum sie nun doch zu den Heiden ging, obwohl Jesus selbst sich auf Israel konzentriert hatte.

3. Ist es eine "Erfindung"?
Der Begriff "Erfindung" ist in der Theologie nuanciert:
Man spricht eher von einer „Wahrnehmung des Osterauftrags“. Die Jünger waren überzeugt, dass der auferstandene Christus sie nun über die Grenzen Israels hinausschickt.

Es handelt sich also nicht um eine bewusste „Fälschung“, sondern um die theologische Fortschreibung der Botschaft Jesu unter dem Eindruck von Ostern. Aus der „neuen Qualität der Liebe“, die Jesus lebte, wurde die logische Konsequenz gezogen: Diese Liebe darf keine Grenzen (auch keine ethnischen) kennen.



Exegetische Bedeutung von en dynámei (in Kraft)
Der griechische Ausdruck „...ἐληλυθυῖαν ἐν δυνάμει“ (elēlythyian en dynámei) ist entscheidend für das Verständnis:
Kein rein politisches Ereignis: Dynamis meint hier nicht militärische Macht, sondern die göttliche Lebenskraft, die das Wesen der Welt verändert.
Die Verbindung zu den Wundern: Jesus nutzt dasselbe Wort (Dynameis) oft für seine Heilungen. Das Reich Gottes kommt also dort „in Kraft“, wo das Leid und die Zerstörung des Lebens zurückgedrängt werden.

Der Bezug zum Heiligen Geist: In der Apostelgeschichte (Apg 1,8) wird den Jüngern versprochen: „Ihr werdet die Kraft (dynamis) des Heiligen Geistes empfangen“. Die Exegese sieht hier die Brücke: Das Reich Gottes ist seit Pfingsten durch den Geist in der Welt wirksam präsent.
Re: Das Weltgericht
Γραικύλος schrieb am 19.12.2025 um 17:02 Uhr (Zitieren)
Es handelt sich also nicht um eine bewusste „Fälschung“, sondern um die theologische Fortschreibung der Botschaft Jesu unter dem Eindruck von Ostern.

Ostern, die Auferstehung, ist natürlich eine Fälschung!
Man vergleiche dazu die verschiedenen Berichte in den Evangelien und der Apostelgeschichte. Da paßt ja nichts zusammen!
Auf der Basis dieser Erfindung konnte man dann weiter fabulieren.
Re: Das Weltgericht
meine Meinung schrieb am 19.12.2025 um 17:06 Uhr (Zitieren)
Und Paulus war Jesus nie begegnet!

Aber Christen, die ihn sehr beeindruckt haben müssen.
Vlt. bekam er Schuldgefühle, weil er sie zu Unrecht verfolgt hatte
und von ihrer Lebenweise fasziniert war.

Nach den biblischen Berichten und seinen eigenen Briefen hat Paulus (bevor er Christ wurde, als „Saulus“) die frühe christliche Gemeinde massiv und gewaltsam verfolgt. Ob er eigenhändig jemanden getötet hat, ist historisch nicht zweifelsfrei belegt, aber er war direkt an tödlicher Gewalt beteiligt.
 
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