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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Neid am Kreuz (540 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 09.07.2025 um 00:00 Uhr (Zitieren)
Μακροτέρῳ σταυρῷ σταυρούμενον ἄλλον ἑαυτοῦ
ὁ φθονερὸς Διοφῶν ἐγγὺς ἰδὼν ἐτάκη.

Stets schon war Diophon neidisch, doch als er am Kreuz hing und seinen
Nachbar am höheren Kreuz hängen sah, traf ihn der Schlag.

[Lukillios; Anthologia Graeca XI 192]
Re: Neid am Kreuz
Aurora schrieb am 09.07.2025 um 08:52 Uhr (Zitieren)
traf ihn der Schlag.

Diese Bedeutung hat τήκω nicht.
Vom physischen Schlag ist nicht die Rede.
Wenn, dann eher: ... fühlte er sich wie vom
Schlage getroffen
Ich finde diese ÜS nicht besonders gelungen.
Die Formulierung wirkt etwas zu drastisch
und plötzlich für das Gefühl von Neid.
Neid zerfrisst o.ä.
(Martial: rumpitur invidia)
Zudem stellt sich die Frage: Woran soll der
Autor/Beobachter das erkannt haben?
Innerseelische Konflikte sieht man nicht.
Er müsste schon entsprechende Äußerungen
oder Gesten gemacht haben.

τήκω = „zum Schmelzen bringen“, „schmelzen lassen“
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 09:08 Uhr (Zitieren)
Zudem stellt sich die Frage: Woran soll der
Autor/Beobachter das erkannt haben?


Der Delinquent war plötzlich tot, als das Martyrium eben erst los gehen sollte. Die alten Römer und Griechen kreuzigten am Fließband, da kommt es schon vor, dass es den einen oder anderen weniger strapazierfähigen erwischte (Schock, Herzstillstand u.ä.). Neid ist dann die zynische Fantasie des Autors.

Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 09:20 Uhr (Zitieren)
Eher langsam.
Envious Diophon…
Fell into a decline.
Verfallen, dahinsiechen.

Diôphon l‘envieux se dessécha.
Der Neider verdorrte.

Der Gekreuzigte stirbt noch langsamer vor Neid.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 09:30 Uhr (Zitieren)
... verdorrte er oder traf ihn der Schlag?

das passt nicht zusammen.
Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 09:31 Uhr (Zitieren)
Gilt Lukillios als Christen/Christus-Feind bzw Verspötter?
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 09:49 Uhr (Zitieren)
... wurden nur Christen gekreuzigt?

Es könnte ein Anhänger von Spartacus gewesen sein, welchen er verspottet.

Re: Neid am Kreuz
filix schrieb am 09.07.2025 um 11:43 Uhr (Zitieren)
Man darf dem Dichter zubilligen, mit seinem stereotypen Neider, der selbst am Kreuz nicht aus seiner Haut kann, auch dessen Innenleben für die Pointe ersonnen zu haben, es also in diesem Sinne zu kennen.

Die Doppeldeutigkeit von τήκω zwischen dahinschmelzen bzw. vergehen (vor Neid) und einer Auflösung seines Körpers wird von der historischen Praxis begrenzt, man hing dort gewöhnlich nicht bis zur völligen Verwesung oder dem Verdorren.

Die Distinktion über die unterschiedliche Größe des "Kreuzes" ist der christlichen Bildtradition, die diese Erhöhung umzudeuten wusste, sehr vertraut, führt aber zurück zur Frage, ob es die so systematisch wirklich gab in der Antike und wie sie funktionierte neben den anderen Variationsformen*, ob also etwa der größere bzw. bedeutendere Verbrecher zwingend auch höher hängt in der schmachvolleren Zurschaustellung als die kleinen Fische.

* »Video istic cruces ne unius quidem generis sed aliter ab aliis fabricatas: capite quidam conuersos in terram suspendere, alii per obscena stipitem egerunt, alii brachia patibulo explicuerunt … « (Seneca ad Marciam 20)
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 11:52 Uhr (Zitieren)
Wann lebte Lukillios?


Re: Neid am Kreuz
Werner schrieb am 09.07.2025 um 11:54 Uhr (Zitieren)
Re: Neid am Kreuz
Γραικύλος schrieb am 09.07.2025 um 12:00 Uhr (Zitieren)
Wobei uns, wenn ich das recht verstehe, Μακροτέρῳ σταυρῷ tatsächlich auf ein größeres Kreuz festlegt, nicht etwa auf ein solches, das an einem Hang höher gelegen war.

Lukillios: 2. Hälfte 1. Jhdt. u.Z.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 12:12 Uhr (Zitieren)

In den ersten Jahrhunderten nach dem Tod Jesu gibt es keine Kunst, die seine Kreuzigung dargestellt hat.
.
.
.
Tatsächlich stammt die erste Darstellung von Christus am Kreuz, das Graffito von Alessameno (200 n Christentum, wo solche Symbolik hauptsächlich zum Spott und zur Schande verwendet wurde. (Quelle: Die Kreuzigung in der Kunstgeschichte von Olimpia Gaia Martinelli)


Die von filix genannte "christliche Bildtradition" kannte Lukillios demnach nicht.

Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 12:23 Uhr (Zitieren)
Hang ’em High, der Eastwood-Klassiker.
Nur eine Alliteration?
Im englischen Krimi (Film) hieß es früher „You‘ll be hanged“, ohne „high“.
Re: Neid am Kreuz
filix schrieb am 09.07.2025 um 12:30 Uhr (Zitieren)
Wobei uns, wenn ich das recht verstehe, Μακροτέρῳ σταυρῷ tatsächlich auf ein größeres Kreuz festlegt, nicht etwa auf ein solches, das an einem Hang höher gelegen war.


Es ist jedenfalls höher oder länger, das weckt seinen Neid. Impliziert es zwingend, dass er auch höher hängt? Schwer zu sagen, zur Beantwortung der Frage scheint mir eben das Studium der Distinktionsfunktion der Hinrichtungsmethode und ihrer Instrumente nötig (nicht nur der Form des "Kreuzes"). Die Wahl von ἐγγὺς könnte bedeuten, dass der Unterschied nicht so gravierend ist, also nur dem für solche Differenzen sensibilisierten Neider bei näherer Betrachtung auffällt.
Re: Neid am Kreuz
Γραικύλος schrieb am 09.07.2025 um 12:35 Uhr (Zitieren)
Ich meine mich zu erinnern: Wenn die Kreuzigung Jesu mitsamt den beiden Schächern dargestellt wird, hängt Jesus immer höher und oft auch an einem größeren Kreuz.
Re: Neid am Kreuz
Γραικύλος schrieb am 09.07.2025 um 12:36 Uhr (Zitieren)
Lukillios selbst bezieht sich nicht auf eine christliche Bildtradition, und anderes hat filix auch nicht behauptet.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 13:13 Uhr (Zitieren)
Inwiefern bezieht sich Lukillios auf Christen?

Aktuell zu seiner Zeit war folgendes:
Der römische Feldherr und spätere Kaiser Titus ließ während der Belagerung von Jerusalem 70 n. Chr. täglich 500 und mehr aus der Stadt flüchtende Juden vor den Stadtmauern geißeln, foltern und kreuzigen, um so die Widerstandskraft der Belagerten zu schwächen. Bald wurde laut Josephus wegen der vielen Kreuze das Holz knapp:

„Die Soldaten nagelten nun in ihrer gewaltigen Erbitterung die Gefangenen zum Hohn in den verschiedensten Körperlagen an, und da ihrer gar so viele waren, gebrach es bald an Raum für die Kreuze und an Kreuzen für die Leiber.“ Quelle: Wiki


Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 13:27 Uhr (Zitieren)

gekreuzigt = Christ

das ist eine Eingrenzung aus heutiger Sicht.
Re: Neid am Kreuz
filix schrieb am 09.07.2025 um 13:33 Uhr (Zitieren)
Hence it would appear that no bounds are set to envy, which, like sore eyes,⁠ is disturbed by everything resplendent, sagt Plutarch in De invidia et odio, der ebenso rastlose wie böse Blick des Neiders hat mehrere tausend Jahre an Abwehrpraktiken hervorgebracht, kann also gut sein, dass wir es hier vorrangig mit der Psychologie des Irrationalen zu tun haben, keiner durchscheinenden antiken Praxis der symbolischen Strafdifferenzierung über nennenswerte Unterschiede der Größe des "Kreuzes".

Zum klassischen Topos des Neids gehört ja, dass der Neider Unterschiede wahrnimmt oder vielmehr findet, die für andere überhaupt keine Relevanz haben, ja oft nicht einmal auffallen. Was nüchtern betrachtet belanglos oder minimal wäre, wird für ihn zur Kränkung, zum Symptom einer tieferliegenden Zurücksetzung, deren Krankhaftigkeit hier in für beide gleichermaßen misslicher Lage karikiert würde.
Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 13:40 Uhr (Zitieren)
Vor Neid sich totärgern, sozusagen.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 13:47 Uhr (Zitieren)
kann also gut sein, dass wir es hier vorrangig mit der Psychologie des Irrationalen zu tun haben, keiner durchscheinenden antiken Praxis der symbolischen Strafdifferenzierung über nennenswerte Unterschiede der Größe des "Kreuzes"


Sehr wahrscheinlich. Die Kreuzigung ist bloß ein fiktiver Hintergrund, um den neidischen zu charakterisieren.

Mir sind Leute, die über Neider lästern oder sich über solche beklagen (wie Lukillios) bisschen suspekt.

dass der Neider Unterschiede wahrnimmt oder vielmehr findet, die für andere überhaupt keine Relevanz haben


hätte es für Lukillios wirklich keine Relevanz, wozu dann das Epigramm?






Re: Neid am Kreuz
Werner schrieb am 09.07.2025 um 14:32 Uhr (Zitieren)
Der Neid. Die Urgeschichte des Bösen.
Schoeck, Helmut (1980)
Re: Neid am Kreuz
filix schrieb am 09.07.2025 um 14:37 Uhr (Zitieren)
Ich meine mich zu erinnern: Wenn die Kreuzigung Jesu mitsamt den beiden Schächern dargestellt wird, hängt Jesus immer höher und oft auch an einem größeren Kreuz.


Es gibt tatsächlich nur ganz wenige Ausnahmen, wo Christus auf den ersten Blick am optisch niedrigsten Kreuz hängt - https://www.museothyssen.org/en/collection/artists/anonymous-valencian-artist-active-1450-1460/crucifixion

Im räumlichen Deutungssystem der Perspektive kann man m.E. aber in der Geschichte der Malerei ein mit deren Etablierung zunehmend subtiles Spiel mit der Tiefenstaffelung beobachten, das es bisweilen dem Betrachter überlässt, aus der Position der Kreuze im Bildraum unter Anwendung (sehr komplexer und nicht immer konsequent durchgeführter) Regeln der geometrischen Projektion, über die zahlreiche Traktate verfasst wurden, die traditionelle Hierarchie zu rekonstruieren. So auch in dem verlinkten Beispiel aus dem 15. Jahrhundert, das sich im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza befindet.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 14:39 Uhr (Zitieren)
Aristoteles unterschied zwischen dem guten und dem bösen Neid
Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 15:09 Uhr (Zitieren)
Re: Neid am Kreuz
filix schrieb am 09.07.2025 um 15:46 Uhr (Zitieren)
Das What-the-fuck-Gesicht des Johannes angesichts dieser Blutspende ist außerordentlich memewürdig.
https://artfulartsyamy.wordpress.com/2014/06/12/art-history-memes-a-project-about-context/
Re: Neid am Kreuz
Andreas schrieb am 09.07.2025 um 16:07 Uhr (Zitieren)
Aus der Kreuzigung Jesu hat sich eine abstruse Soteriologie entwickelt (Erlösung über Leiden),
die in kath. Kreisen immer noch beliebt ist und
von Priester wider besseres Wissen weiter verkündet wird.
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/299.html

Erlösung durch den Kreuzestod Jesu - Kurzfassung:
Grundidee: Menschen sind durch Sünde von Gott getrennt. Jesus starb stellvertretend am Kreuz, um diese Trennung zu überwinden.
Kernaussagen:

Jesus trägt die Strafe für menschliche Sünde
Sein Tod ermöglicht Vergebung und Versöhnung mit Gott
Durch Glauben an Jesus wird Erlösung empfangen
Es ist ein Geschenk Gottes, nicht durch eigene Werke verdienbar

Resultat: Wiederhergestellte Beziehung zwischen Mensch und Gott, Vergebung der Sünden und ewiges Leben.
Das ist der zentrale Glaubenssatz des Christentums über Jesu Opfertod.

Dem modernen Menschen m.E. unvermittelbar
und unlösbarer Probleme.
Für Kunsthistoriker u.a. interessant,
für das Leben irrelevant, außer man
lässt es sich als Glaubenswahrheit einbläuen.

Graeculus möge diesen Beitrag überlesen.
Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 09.07.2025 um 16:26 Uhr (Zitieren)
Andreas, unser „Reporter Gottes“, darf ich eine Inspektion des menschenleeren Garten Edens gelegentlich lesen?
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 16:39 Uhr (Zitieren)
Fazit:

Neid + Kreuzigung = der irrelevante bzw. eingebläute Jesus



Re: Neid am Kreuz
Andreas schrieb am 09.07.2025 um 17:13 Uhr (Zitieren)
Garten Edens

Die Soße zu diesem Quatsch musst du beisteuern. :)
Die 5 Massenaussterben lassen grüßen, v.a. die Ratte, von der wir zuletzt abstammen.

Fazit:

Neid + Kreuzigung = der irrelevante bzw. eingebläute Jesus

Moderne Soteriologie geht anders.
Stichwort: strukturelle Sündensituation,
non peccare non posse gilt, weil der Realitätsdruck zu groß ist.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 09.07.2025 um 17:42 Uhr (Zitieren)
Moderne Soteriologie geht anders.


Gut erkannt! Du erwartest von mir doch nicht etwa Soteriologie? Sorry, no.


Re: Neid am Kreuz
Γραικύλος schrieb am 09.07.2025 um 18:02 Uhr (Zitieren)
Wohlgemerkt: Lukillios hat mit Jesu Kreuzigung nichts im Sinn, spielt nicht darauf an.
Bei Kreuzigung gleich an Jesus zu denken, ist kein antikes Denken, sondern entstammt unserer christlichen Tradition.
So konnte Catull - vor Jesus - über sich selbst dichten:
Odi et amo, quare id faciam, fortasse requiris.
Nescio, sed fieri sentio et excrucior.

Oh, ich hasse und liebe! Weshalb ich es tue, du fragsts wohl.
Weiß nicht! Doch daß es geschieht, fühl ich – und hänge am Kreuz.

Re: Neid am Kreuz
Andreas schrieb am 10.07.2025 um 09:01 Uhr (Zitieren)
Du erwartest von mir doch nicht etwa Soteriologie?

Wie sollte ich?
Zumal man Erlösung erstmal vernünftig definieren müsste, falls es überhaupt möglich ist.

Christliche Erlösungsdefinition:
Grundverständnis:

Befreiung von Sünde und Tod durch Jesus Christus
Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und Mensch
Rettung aus der Gottesferne in das ewige Leben

Konkrete Aspekte:
Katholisch:

Erlösung durch Jesu Kreuzestod und Auferstehung
Gnade durch Sakramente (Taufe, Eucharistie etc.)
Gute Werke und Glaube wirken zusammen

Protestantisch:

"Sola gratia" - allein durch Gnade
"Sola fide" - allein durch Glauben
Rechtfertigung vor Gott ohne eigene Werke

Orthodox:

Theosis - Vergöttlichung des Menschen
Teilhabe an der göttlichen Natur
Gemeinschaft mit der Dreifaltigkeit

Zentrale Elemente:

Sündenvergebung
Rechtfertigung vor Gott
Heiligung des Lebens
Ewiges Leben
Befreiung von Schuld und Angst

Die Definitionen variieren zwischen den Konfessionen, aber der Kern bleibt: Rettung durch Christus.


Strotzt leider wieder vor Leerformeln wie dieser:
den Tod besiegen:

Kritik bleibt berechtigt:
Ohne konkrete Erklärung ist es tatsächlich eine abstrakte Formel. Viele Christen können nicht präzise erklären, was gemeint ist. Die Spannung zwischen Anspruch ("Tod besiegt") und Realität (Menschen sterben) bleibt bestehen.
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 10.07.2025 um 09:12 Uhr (Zitieren)
Viele Christen können nicht präzise erklären, was gemeint ist.



Wer fordert solche "präzisen" Erklärungen ein?
Der Atheist als einzig rechtgläubiger Inquisitor, der die Menschheit vom bösen Christentum erlösen will?
Re: Neid am Kreuz
Werner schrieb am 10.07.2025 um 11:20 Uhr (Zitieren)
Wer fordert solche "präzisen" Erklärungen ein?

Ein Philosoph z.B.
Worüber man nicht sprechen kann, ...
(Wittgenstein)

Was ist ein rechtgläubiger/orthodoxer Inquisitor?
Einer der Leerformeln nachplappert?
Was ist der rechte Glaube? Der, der christl.,
v.a. der kath. Kirche??
Credo, quia absurdum ??

Franz Buggle, Denn sie wissen nicht, was sie glauben
H.W.Kubitza, Der Dogmenwahn
Re: Neid am Kreuz
βροχή schrieb am 10.07.2025 um 11:33 Uhr (Zitieren)
Ein Philosoph, und wer hätte den befugt, Anderesgläubige zur Rechenschaft bzgl. deren Glaubensinhalten zu ziehen?
Die selbe Gedankenfreiheit, die er für sich beansprucht, steht anderen auch zu.

Ein "rechtgläubiger Inquisitor" ist in diesem Kontext jmd. der sich selbst im Besitz der einzig gültigen Glaubenswahrheit wähnt, und andere bzgl. deren Gaubensinhalten ungefragt examiniert.

Re: Neid am Kreuz
Bukolos schrieb am 10.07.2025 um 14:33 Uhr (Zitieren)
Zitat von Werner am 10.7.25, 11:20Wer fordert solche "präzisen" Erklärungen ein?
Ein Philosoph z.B.
Worüber man nicht sprechen kann, ...
(Wittgenstein)

Was ist ein rechtgläubiger/orthodoxer Inquisitor?
Einer der Leerformeln nachplappert?
Was ist der rechte Glaube? Der, der christl.,
v.a. der kath. Kirche??
Credo, quia absurdum ??

Franz Buggle, Denn sie wissen nicht, was sie glauben
H.W.Kubitza, Der Dogmenwahn

Muss das sein, Andreas? Schon wieder ein neuer Klon deiner selbst, dessen Beiträge bis hin zum Namedropping mit deinen fast identisch sind?
https://www.albertmartin.de/altgriechisch/forum/?view=11285#14
Re: Neid am Kreuz
Patroklos schrieb am 11.07.2025 um 16:07 Uhr (Zitieren)
Ob ein Klon dieser Art im Fall einer (beabsichtigten) Kandidatur für eine richterliche Position im BVerfG hinderlich wäre? Ist das überhaupt bereits höchstrichterlich geklärt?
Und sind Selbstzitate OHNE Quellenangabe Plagiate?
 
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