Γραικύλος schrieb am 03.07.2025 um 23:24 Uhr (Zitieren)
[Antiphanes; Anthologia Graeca XI 168]
(1) Einen Obolos legte man den Toten als Fährgeld unter die Zunge.
Re: Der reiche Geizhals
Aurora schrieb am 04.07.2025 um 06:44 Uhr (Zitieren)
Geiz in der Psychoanalyse (nach Freud):
Geiz entsteht laut Freud durch eine Fixierung in der analen Phase der frühkindlichen Entwicklung (ca. 2.–3. Lebensjahr). In dieser Phase erlangt das Kind zum ersten Mal Kontrolle über seinen Körper – vor allem über das Zurückhalten oder Abgeben von Stuhl. Der Stuhl wird dabei symbolisch zum „ersten Besitz“.
Zentrale Dynamik:
Das Kind erfährt: „Ich bestimme, wann ich gebe oder zurückhalte.“
Wird die Sauberkeitserziehung zu streng, beschämend oder kontrollierend, kann das Kind Trotz entwickeln und das Zurückhalten als Machtmittel erleben.
Diese Haltung – Zurückhalten als Kontrolle – kann sich verfestigen und später auf andere Lebensbereiche übertragen.
Folgen bei Fixierung:
Freud beschreibt den sogenannten anal-retentiven Charakter – geprägt durch:
Geiz (Zurückhaltung von Geld, Gütern, auch Gefühlen)
Ordnungssinn (Pedanterie, übertriebene Sauberkeit)
Eigensinn (Sturheit, Kontrollbedürfnis)
Der Geizige hält symbolisch an allem fest – aus Angst, Kontrolle zu verlieren.
Re: Der reiche Geizhals
Patroklos schrieb am 04.07.2025 um 09:29 Uhr (Zitieren)
Freud ist nicht selten (unfreiwillig?) komisch. Gibt es hierzu Erkenntnisse, Vermutungen?