Zum heutigen Fest:
Hier sind die zentralen modernen Auslegungen:
Metapher für Erhöhung und Herrschaft: Die Himmelfahrt wird als Ausdruck der Erhöhung Jesu Christi zur Rechten Gottes verstanden. Es ist ein Bild dafür, dass Jesus nach seiner Auferstehung nicht einfach verschwunden ist, sondern in die göttliche Sphäre und Herrlichkeit eingegangen ist. Er sitzt zur Rechten des Vaters, was seine universale Herrschaft und Macht über alles symbolisiert. Er ist nicht "weg" im Sinne von abwesend, sondern auf einer anderen, höheren Ebene präsent.
Es ist der Abschluss seines Erlösungswerkes, das nun ewig und universal gültig ist.
Abschied und neue Gegenwart:
Die Himmelfahrt markiert den Abschluss der leiblichen Erscheinungen des auferstandenen Jesus. Es ist der notwendige "Abschied", damit eine neue Form der Gegenwart Christi möglich wird.
Dieser Abschied ist die Voraussetzung für die Sendung des Heiligen Geistes an Pfingsten. Jesus geht, damit der "Tröster" (der Geist) kommen kann. Damit beginnt die Zeit der Kirche, in der Christus durch den Heiligen Geist in den Gläubigen und in der Gemeinschaft (der Kirche) präsent ist.
Es ist eine Verwandlung der Präsenz: von einer physischen, räumlich und zeitlich begrenzten Gegenwart zu einer allgegenwärtigen, geistlichen Präsenz.
Hoffnung und Ziel des menschlichen Lebens:
Die Himmelfahrt wird als Hoffnungszeichen für die Menschen verstanden. Wenn Jesus "erhöht" wurde, dann bedeutet dies auch, dass der Menschheit durch ihn ein Platz bei Gott bereitet ist. Es geht um die Würde des Menschen, der zur Herrlichkeit berufen ist.
Der "Himmel" ist dabei nicht als geografischer Ort "oben" zu verstehen, sondern als Dimension Gottes, als seine Herrschaftssphäre, als der Ort der Vollendung und der ewigen Gemeinschaft mit Gott. Die Himmelfahrt zeigt, dass die Schöpfung und der Mensch ihr Ziel in Gott haben.
Sie gibt Orientierung im Leben, da die Geschichte der Menschheit nicht chaotisch, sondern auf ein herrliches Ziel bei Gott zuläuft.
Sendung und Verantwortung der Christen:
Indem Jesus in den Himmel aufgenommen wird, ist die Zeit der Jünger und der Kirche gekommen. Die Himmelfahrt ist der Startschuss für die Mission der Kirche.
Christus ist nicht mehr physisch präsent, aber seine Botschaft und sein Geist sind durch die Gläubigen in der Welt wirksam. Die Christen sind aufgerufen, Gottes Liebe und das Evangelium in die Welt zu tragen und sein Reich auf Erden aufzubauen.
Es ist ein Aufruf zur Aktivität: Nicht passiv zum Himmel schauen, sondern sich der Welt zuwenden und die Botschaft Jesu leben.
Entmythologisierung der Darstellung:
Moderne Theologie erkennt an, dass die biblische Darstellung der Himmelfahrt (mit Wolken und Aufsteigen) in der Bildsprache der damaligen Zeit verfasst ist. Es ist kein naturwissenschaftlicher Bericht, sondern eine theologische Aussage in mythologischer Form.
Die Frage ist nicht, wie Jesus physikalisch aufgestiegen ist, sondern was dieses Ereignis theologisch bedeutet. Es geht um den Sinn hinter dem Bild.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Christi Himmelfahrt wird heute als das Fest der Erhöhung Jesu Christi verstanden, das seine universale Herrschaft betont, den Beginn der Zeit des Heiligen Geistes und der Kirche markiert und den Gläubigen Hoffnung und Sendung für ihr Leben gibt. Der Fokus liegt auf der bleibenden Gegenwart Christi auf einer geistlichen Ebene und der Verantwortung der Christen, sein Werk in der Welt fortzuführen.
Hier sind die zentralen Aspekte, worin der Heilige Geist konkret besteht und sich manifestiert:
1. Als Person der Dreieinigkeit
Gott selbst: Für die meisten christlichen Konfessionen ist der Heilige Geist die dritte Person der Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Das bedeutet, er ist nicht nur eine Kraft oder Energie, sondern vollkommen Gott, gleichwertig und gleichen Wesens mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn (Jesus Christus).
Keine bloße Kraft: Obwohl oft als "Kraft Gottes" beschrieben, ist er doch mehr als das. Er besitzt Attribute einer Person: Er lehrt, tröstet, redet, trauert, liebt, hat einen Willen und ein Denken.
2. Seine Wirkungen in der Schöpfung
Schöpferische Kraft: Im Alten Testament wird der Geist Gottes (Ruach Elohim, was "Wind", "Hauch" oder "Geist" bedeuten kann) schon am Anfang der Schöpfung erwähnt (1. Mose 1,2: "Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser"). Er ist die lebenspendende und ordnende Kraft, die Leben hervorbringt und erhält.
Inspiration: Er inspirierte Propheten und Schreiber der Bibel, sodass ihre Worte als Gottes Wort verstanden werden.
3. Seine Wirkungen im Menschen und in der Kirche
Dies ist der Bereich, in dem der Heilige Geist am "konkretesten" erfahren wird:
Bekehrung und Wiedergeburt: Der Heilige Geist überzeugt Menschen von Sünde und Wahrheit und ermöglicht ihnen, an Jesus Christus zu glauben. Er bewirkt die geistliche Wiedergeburt und macht Menschen zu Kindern Gottes.
Heiligung: Er führt Gläubige in der Heiligung, d.h., er hilft ihnen, ein Leben zu führen, das Gott gefällt, und die Sünde zu überwinden. Er formt den Charakter der Gläubigen nach dem Bild Christi. Die "Frucht des Geistes" (Galater 5,22-23) – Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit – sind konkrete Ausprägungen seines Wirkens im Leben.
Gaben des Geistes (Charismen): Er stattet Gläubige mit geistlichen Gaben aus (z.B. Lehren, Helfen, Heilung, Prophetie, Zungenrede), um die Kirche aufzubauen und im Dienst an der Welt zu wirken (1. Korinther 12).
Tröster und Beistand (Paraklet): Jesus versprach den Jüngern, dass der Heilige Geist als "Beistand" oder "Tröster" kommen würde (Johannes 14,16). Er stärkt, ermutigt, leitet und tröstet die Gläubigen in allen Lebenslagen.
Lehrer und Erinnerer: Er führt in die Wahrheit ein, hilft, die Bibel zu verstehen, und erinnert an die Worte Jesu.
Einheit der Kirche: Der Heilige Geist verbindet die Gläubigen weltweit zu einem "Leib Christi" und überwindet Grenzen und Spaltungen.
Gebet: Er befähigt und unterstützt die Gläubigen im Gebet, auch wenn sie nicht wissen, wie sie beten sollen (Römer 8,26).
Zeugnis: Er gibt den Gläubigen die Kraft und den Mut, von Jesus Christus Zeugnis abzulegen.
4. Symbolische Darstellungen
Die Bibel verwendet verschiedene Bilder, um den Heiligen Geist zu beschreiben, die seine konkrete Wirkung veranschaulichen:
Wind/Hauch (Ruach/Pneuma): Unsichtbar, aber mächtig und lebensspendend (Pfingsten: "Brausen wie ein gewaltiger Wind").
Feuer: Reinigend, läuternd, begeisternd (Pfingsten: "Zungen wie von Feuer").
Wasser: Erfrischend, reinigend, lebensspendend ("Ströme lebendigen Wassers").
Taube: Sanftmütig, friedlich (bei Jesu Taufe).
Salbung/Öl: Weihend, stärkend, heilend.
Zusammenfassend: Der Heilige Geist besteht nicht aus Materie, sondern ist die aktive, lebendige und personale Gegenwart Gottes in der Welt, besonders aber in den Gläubigen und in der Kirche. Man erfährt ihn konkret in seiner Wirkung: in der inneren Überzeugung, in der Veränderung des Charakters, in geschenkten Fähigkeiten, im Trost, in der Führung und in der Gemeinschaft mit Gott und anderen Gläubigen. Er ist die göttliche Energie, die den Glauben lebendig macht und das christliche Leben ermöglicht.
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