Γραικύλος schrieb am 19.05.2025 um 11:59 Uhr (Zitieren)
Cassius Dio, Römische Geschichte XLIII 24:
Im Jahre 46 v.u.Z. gab Caesar im Anschluß an seine Triumphzüge für vier Kriege in Rom ein großes Fest.
(Cassius Dio: Römische Geschichte; hrsg. v. Otto Veh. Zürich/München 1985; Bd. 2, S. 375 f.)
(1) Plinius der Ältere gibt in seiner Naturgeschichte (VII 25) die Zahl von 1192000 getöteten Feinden an, während die Zahl in den Bürgerkriegen umgekommenen römischen Bürger geheim blieb.
Re: Caesars großes Fest
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 15:55 Uhr (Zitieren)
Seide von Barbaren, meint er Chinesen?
Re: Caesars großes Fest
Γραικύλος schrieb am 19.05.2025 um 16:08 Uhr (Zitieren)
Ja, sicher.
Erstaunlich erscheint mir das kaltblütige Menschenopfer.
Re: Caesars großes Fest
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 16:48 Uhr (Zitieren)
... da fürchte ich, es war damals der Brauch
Menschenopfer sind in der Vorzeit ein verbreitetes Phänomen an verschiedenen Orten vorkommend.
In unseren Breiten häufig bei Kelten, sehr selten bei Germanen. Man vermutet, die haben unter harten Wetterbedingungen verh.mäßig schnell gemerkt, dass es wenig half um Unbilden abzuwenden.
Re: Caesars großes Fest
Γραικύλος schrieb am 19.05.2025 um 17:15 Uhr (Zitieren)
Aber in Rom! Und das nicht in grauer Vorzeit, sondern zur Zeit Caesars, der übrigens wenig Glauben an magische Rituale besaß.
Man merkt ja, wie Cassius Dio gleichsam den Kopf schüttelt.
Re: Caesars großes Fest
Γραικύλος schrieb am 19.05.2025 um 17:18 Uhr (Zitieren)
Unklar ist mir auch, welchen Sinn dieses Opfer haben sollte.
Ein Dankopfer an Mars für die erreichten Erfolge? Aber dafür schlachtet man doch höchstens feindliche Soldaten (wie den Vercingetorix). Eine Strafe wegen der Unruhen? Aber was hat Mars damit zu tun?
Re: Caesars großes Fest
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 17:32 Uhr (Zitieren)
Cäser war bekannt als blutrünstig. Wahrscheinlich wollte der Blut fliessen sehen.
Re: Caesars großes Fest
Γραικύλος schrieb am 19.05.2025 um 17:51 Uhr (Zitieren)
Wie in der Anmerkung steht: 1.192.00 getötete Feinde. Eine stattliche Zahl für die damaligen Bevölkerungsverhältnisse. Aber die Tötung der eigenen Bürger, etwa im Bürgerkrieg, berührte ein Tabu. Und hier auch noch in Form eines rituellen Menschenopfers, samt Ausstellung der abgeschlagenen Köpfe!