Aurora schrieb am 14.05.2025 um 06:43 Uhr (Zitieren)
Wie begründet ein Nihilist die Menschenwürde?
Das hat KI geantwortet:
Existenzialistischer Nihilismus: Die Würde des Menschen liegt gerade in seiner Fähigkeit, in einer sinnlosen Welt selbst Werte zu schaffen. Weil keine vorgegebenen Werte existieren, sind wir frei und verantwortlich, unsere eigenen zu setzen – diese Freiheit selbst ist die Grundlage der Würde.
Pragmatischer Nihilismus: Ein Nihilist könnte argumentieren, dass die Menschenwürde ein nützliches gesellschaftliches Konstrukt ist. Obwohl es keine "objektive" Würde gibt, funktioniert eine Gesellschaft besser, wenn wir so handeln, als gäbe es sie.
Perspektivistischer Ansatz (nach Nietzsche): Menschenwürde nicht als absolute Wahrheit, sondern als eine Perspektive, die das Leben bereichert und zur Selbstüberwindung beiträgt.
Negativer Nihilismus: Begründung durch Abwesenheit – da alles gleichermaßen sinnlos ist, gibt es keinen Grund, Menschen unterschiedlich zu behandeln oder zu bewerten; daraus folgt eine Art Gleichwertigkeit aller Menschen.
Phänomenologischer Nihilismus: Die unmittelbare Erfahrung des eigenen Bewusstseins und des Bewusstseins anderer lässt sich nicht leugnen. Diese geteilte Subjektivität könnte als Basis einer Würde dienen, die nicht auf metaphysischen Annahmen beruht.
Der fundamentale Widerspruch bleibt jedoch bestehen: Ein konsequenter Nihilismus hat Schwierigkeiten, die Menschenwürde als etwas objektiv Gegebenes zu begründen, ohne seinen eigenen Grundannahmen zu widersprechen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 14.05.2025 um 09:04 Uhr (Zitieren)
Würde ist ein kulturell bedingtes Konstrukt.
Bsp. Wir empfinden es als unwürdig, wenn Opa, nachdem er gestorben ist, zerhackt und an die Geier verfüttert wird. Die Tibeter machen genau das, weil es ihrer Vereinbarung für würdige Totenfürsorge entspricht.
Andreas schrieb am 14.05.2025 um 13:38 Uhr (Zitieren)
Diese Analogien halte ich für hochproblematisch bis verfehlt oder gar falsch.
Wenn Gott die Liebe ist, dann "ereignet sich" Gott dort und nur dort, wo Menschen einander liebevoll begegnen und miteinander liebevoll umgehen wie die Zitate von Rahner es auszudrücken versuchen.
Alles andere geht m.E. völlig am Thema vorbei und vernebelt das Wesentliche wie der Weihrauch, mit dem der Altar während der Messe vernebelt wird.
Wer Altäre vernebelt, ...
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 14.05.2025 um 18:54 Uhr (Zitieren)
Bei Genesis 1, 26 f. sollte man den ganzen Satz zitieren:
Das sagt ja nun weniger über die Vernünftigkeit o.ä. des Menschen etwas aus als über die Geschlechtlichkeit Gottes.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 14.05.2025 um 19:41 Uhr (Zitieren)
Nach jüdischem Glauben ist Gott männlich und weiblich, nach christlichem männlich (Vater unser ...), während er nach islamischem Glauben kein Geschlecht hat.
Eine monotheistische Religion, die Gott als weiblich auffaßt, kenne ich nicht.
Da haben wir hier es besser mit unseren zahlreichen Göttinnen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Andreas schrieb am 14.05.2025 um 19:43 Uhr (Zitieren)
Gott ist also beides und wohl ein Beziehungswesen.
Hier sehen manche den bibl. Urprung des trinitarischen Denkens im Hebräischen.
Der Sündenfall, mit griech. Begrifflichkeit das
Phänomen zu beschreiben, kam Jahrhunderte später.
Lit.:
Christa Mulack, Die Weiblichkeit Gottes. Matriarchale Voraussetzungen des Gottesbildes 1983
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 14.05.2025 um 21:18 Uhr (Zitieren)
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 14.05.2025 um 21:29 Uhr (Zitieren)
Aus dem Chaos entsteht Gaia. In diesem Forum reicht das doch. Wer das nicht mag, kann andere Besonderheiten herauspicken. Das Geschwisterliche hat auch seine Reize.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 01:01 Uhr (Zitieren)
... an Gaia dachte ich natürlich auch sofort. Sie ist keine Monotheistin, welche wirklich sehr selten sind. Weibliche Götter gibt es viele, auch mächtige, sie schafften es trotzdem nicht, die Alleinherrschaft anzutreten. Obwohl man sagt, "es gibt nur eine Sonne".
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 15.05.2025 um 08:11 Uhr (Zitieren)
Die Gottesfrage stellt sich heute m.E. nur noch,
wenn es um die Auslösung des Urknalls geht.
Mit ihm begannen Zeit und Raum.
Was dann geschah erklären Kosmologie und
Evolutiontheorie, die auch die Entstehung der
menschl. Psyche und seines zwischenmenschlichen
Verhaltens erklären kann.
Vermutlich hat auch Altruismus und das,was man Liebe nennt,Überlebensvorteile mit sich gebracht.
Sonst wäre er schon längst ausgestorben.
So könnte man die Welt ganz nüchtern erklären
und mit belastbaren Fakten aus der Anthropogenese belegen.
Man kann auch die Frage stellen:
Hätte sich das Konzept der Menschenwürde nicht auch ohne Christentum entwickelt,
das zudem oft eine Fortschrittsbremse war,
weil diesen bekämpfend und als Gefahr für sich erkennend.
Der Priester sei immer Feind des Propheten gewesen,
hörte ich mal in kritischen Analyse im TV.
Mir fallen dazu diese Zitate ein
Die Kirche von morgen muss eine andere sein oder sie wird nicht mehr sein,
auch weil immer mehr austreten und irgendwann die finanziellen
Probleme zu groß werden.
Der neue Papst steckt mitten in Geldproblemen:
Ob Gott Mann oder Frau oder ein Androgyn ist,
löst Geldprobleme nicht, die aber dazu beitragen könnten,
Reformen zu beschleunigen
und alte Zöpfe endgültig abzuschneiden.
Wer den Zölibat immer noch mit der Männlichkeit
des Messias begründet, hat die Zeichen der Zeit definitiv nicht erkannt,
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 08:48 Uhr (Zitieren)
wenn das mal keine stereotype sind
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 11:24 Uhr (Zitieren)
Wenn man einen naturwiss. Gottesbeweis einfordert. Das geht am Thema Gott vorbei. Es genügt nicht festzuszellen, etwas sei zur Welterklärung nicht nötig um auszuschliessen, dass es existiert.
Ist das so? Dann können wir die damit befassten Forscher nach hause schicken, die Welt ist ja bereits erklärt.
Wenn alles erklärbar ist, sollte es doch mgl. sein, Leben aus unbelebter Materie herzustellen. Das funktioniert seltsamerweise trotz großer Bemühungen nicht.
Γραικύλος schrieb am 15.05.2025 um 13:25 Uhr (Zitieren)
Nehmen wir einmal an, die Naturwissenschaften könnten den Urknall nicht erklären (obwohl es erheblicher Überlegungen bedürfte, verständlich zu machen, was in diesem Falle "Erklären" bedeuten soll, da man weder die Geltung der Naturgesetze noch die Existenz von Raum und Zeit "vor" dem Urknall in Anspruch nehmen darf) - was für eine Art von Erklärung sollte denn dann Gott sein? Was würde dadurch klarer? Das hat doch keinen höheren Stellenwert als den eines Händeringens!
Zumal wenn man dann auch noch hinzufügt, Gott sei ein Rätsel, seine Wege unerforschlich.
Warum sind so viele Menschen erst dann zufrieden, wenn sie Gott in unser Weltbild eingeführt haben und dann doch sagen: "Tja, wissen wir halt nicht."?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 15.05.2025 um 13:31 Uhr (Zitieren)
Zum Forschungsstand bei den Versuchen, aus anorganischem Material Leben zu konstruieren (und zu den Gefahren, die damit einhergehen!), empfehle ich den Artikel "Spiegelbakterien bergen beispiellose Risiken" in Spektrum der Wissenschaft 4.25.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 15.05.2025 um 13:53 Uhr (Zitieren)
Weil es irgendetwas Beruhigendes hat, weil es ja
möglich sein könnte. Es gibt ein gutes Gefühl
wie der Messbesuch, weil man seine Sonntagspflicht erfüllt hat.
In der göttlichen Buchführung fehlt dann nichts
und man kann es Gott "zeigen" beim Jüngsten Gericht.
(vgl. dies irae) https://de.wikipedia.org/wiki/Dies_irae
Pascal hat eine ähnliche Rechnung aufgemacht in diese Richtung,
um auf der sicheren Seite zu sein, falls es Gott gibt.
Das ist das klassische, nichtssagende Argument
vor der Kapitulation, eine Immunisierungsstrategie
zur Beendigung einer gescheiterten, fruchtlosen Diskussion.
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 16:26 Uhr (Zitieren)
Das von Menschen konstruierte meine ich nicht, sondern die Entstehung von Leben aus der "Ursuppe". Als das Leben erstmalig entstand konstruierte ja auch kein Mensch. Die Herstellung der Ursuppe misslingt beharrlich. Das sollte sie nicht.
Der Mensch müsste allwissend sein, wenn er ausschließen will, dass es Gott gibt. Ist er das?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 15.05.2025 um 16:48 Uhr (Zitieren)
Ich kann mich nur wiederholen:
Analogie zu Carnaps "Gibt es Babig?": Definiere "Gott", defniere "es gibt", erst ab dann wird es sinnvoll, darüber zu sprechen.
Von welcher Definition Gottes ich ausgehe, wenn ich sage, er ist in sich widersprüchlich, habe ich ja gesagt.
Kann man ausschließen, daß es ein viereckiges Dreieck gibt? Soweit wir unserer Sprache einen Sinn geben: ja.
Ferner: Kann man ausschließen, daß es eine eierlegende Wollmilchsau gibt? Da hier offenbar eine menschliche Wunschvorstellung von einem perfekten Nutztier zugrunde liegt, sage ich: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ja. Analog bei einer Gottesvorstellung, derzufolge ein perfekter Gott uns hilft, uns schützt usw.
Aber all das hängt von der Definition Gottes ab.
Diesen Satz
Soll das nun konstruiert werden oder nicht? Auch die Herstellung ist ja eine Konstruktion.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 17:20 Uhr (Zitieren)
... es soll nichts konstruiert werden. Die Theorie von der Entstehung des Lebens soll experimentell bestätigt werden. Das ist nicht zuviel verlangt, wenn jmd. behauptet, er könnte alles ab urknall erklären.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 15.05.2025 um 17:25 Uhr (Zitieren)
Eine ziemlich herablassende Projektion. Wozu das?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 15.05.2025 um 17:57 Uhr (Zitieren)
Soweit ich das sehe, behauptet niemand, der halbwegs seinen Verstand beisammen hat, er könne alles erklären.
Das Universum besteht zu 95% aus etwas (Dunkle Materie, Dunkle Energie), von dem man keine Ahnung hat, was es überhaupt ist! Und auch die Evolutionstheorie (in ihrer jetzigen Form) ist etwas, womit man ziemlich viel, aber nicht alles erklären kann.
Was ich behaupte: daß Gott - im Rahmen der genannten Definitionen - keine Erklärung für irgendetwas ist.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 15.05.2025 um 18:33 Uhr (Zitieren)
Was ist daran herablassend?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 15.05.2025 um 18:55 Uhr (Zitieren)
Ein wohlwollender Demigurg, der aus der chaotischen Urmaterie den Kosmos formt, diese sehr weit reichende und wirkende Vorstellung, dargelegt in Platons Timaios, ist die klügste, weitere Entwicklung von Hesiods Theogonie. Dieser Demiurg ist eine unerklärbare Chiffre. Und wird es „ewig“ bleiben.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 16.05.2025 um 06:19 Uhr (Zitieren)
.
Was z.B. nicht?
Wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange, meine ich.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 16.05.2025 um 10:47 Uhr (Zitieren)
Dieses bestritt ich nicht.
Ich bestreite die Behauptung, dass es keine Glaubensfrage sei, ob Gott existiert oder nicht.
Die Selbstadelung des Atheismus vom Glauben zum Wissen, ist verfrüht solange der Mensch nicht alles weiß.
Was soll "alles" bedeuten? Wann wissen wir alles?
Wenn wir wissen, woher der Urknall kommt?
Der regressus ad infinitum ist damit doch nicht unterbrochen, oder?
Ob es jemals Konzepte geben kann, die wirklich
alles erklären können?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 16.05.2025 um 11:59 Uhr (Zitieren)
Ich schrieb vor einigen Tagen:
Die Begrenztheit der Strukturen des menschlichen Gehirns sollte zu denken geben.
Kausalität, Relativität, Unendlichkeit, Ewigkeit, Urknall. Unser Gehirn ist auch nur ein Mensch.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 16.05.2025 um 12:07 Uhr (Zitieren)
... ganz genau. Alles heisst alles. Bis dahin bleibt auch der Atheismus ein Glaube.
Atheisten neigen mitunter dazu, sich andersgläubigen geistig überlegen zu fühlen und lassen es die entspr. spüren.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Dawkins schrieb am 17.05.2025 um 07:21 Uhr (Zitieren)
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 08:11 Uhr (Zitieren)
user dawkins, danke, das ist ein gutes Bsp. für die Abwertung andersgläubiger.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 17.05.2025 um 11:53 Uhr (Zitieren)
Welche wirklich überzeugen könnenden Argumente
können Gläubige vorbringen
a) für Gott
b) für sein Wirken in der Welt
Wie soll man den omninösen Hl. Geist denken?
Wenn du gläubig bist und dir das im Leben hilft,
freut mich das.
Ich bin tolerant genug, das zu respektieren und
zu akzeptieren.
Doch an Graeculus' Argumentation kommt man nicht vorbei,
auch wenn sie ernüchternd und deprimierend sein muss für jeden,
der glauben will oder glaubt, ohne Glauben kann man auf Erden
nicht glücklich werden zu können.
Viele brauchen Religion definitiv nicht
um ein zufriedenes Leben zu führen.
Fakt ist aber auch, das Religion großes Unglück
über die Menschheit gebracht haben und weiterhin bringen werden.
Denn die Fundamentalisten und Fanatiker
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 12:09 Uhr (Zitieren)
Sofern sie nicht missionieren, sind sie nicht verpflichtet, sich zu rechtfertigen, oder?
Es sei denn sie werden von Atheisten missioniert.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 17.05.2025 um 12:17 Uhr (Zitieren)
Sie sollten aber in der Lage sein, vernünftige Argumente vorzubringen,
auch wenn diese nicht jeden überzeugen werden.
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 13:32 Uhr (Zitieren)
... gibt es irgendwo noch einen Mangel an penetrant missionierenden Atheisten? Ich befürchte der Sättigungsgrad ist schon bisschen überschritten.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 17.05.2025 um 14:11 Uhr (Zitieren)
Von Missionierung kann doch keine Rede sein.
Es werden nur Positionen dargestellt.
Tetens "missioniert" zudem in die andere Richtung.
Du bist vermutlich gläubig und ich weiß, dass Gläubige sehr empfindlich sind.
Die Erfahrung habe ich schon öfter gemacht.
Es gilt wohl immer noch das Sprichwort:
Über Gott und Geld spricht man nicht.
Fakt ist für mich: Der Druck auf die Religion wird immer größer,
was sie gerade zu zwingen
sollte, sich klar, verständlich und unmissionarisch zu positionieren.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 14:49 Uhr (Zitieren)
Meinst du den Druck auf den Islam? Mit dem verbündet sich aktuell der altkommunistische Atheismus.
Und mit meinem Argument, dass der Atheismus eine Religion ist, hielt ich nicht hinterm Berg s.o. Es ist der Glaube an eine Welt ohne Gott. Und ich betonte ebenso den Unterschied zw. Glauben und Eissen. Wenn dieser vernünftige Unterschied unvernünftiger weise ignoriert wird, sorry aber dann hat es keinen Sinn über Gott zu sprechen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 14:50 Uhr (Zitieren)
... sry. Tippo
Wissen
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 14:59 Uhr (Zitieren)
Alles sehr ernst. Daher zwischendurch dies (ein Cartoon)
Gott sitzt auf seinem Thron. Es nähert sich ein soeben Verblichener.
Gott schmunzelt und murmelt: Immer wieder dies ungläubige Staunen der Atheisten.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 15:21 Uhr (Zitieren)
... Patro, für witzige Scherze bin ich immer zu haben :)
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Werner (interessierter Mitleser) schrieb am 17.05.2025 um 16:10 Uhr (Zitieren)
Was ist das Religiöse am Atheismus?
Deine Definition?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 16:44 Uhr (Zitieren)
Wie liberal unsere Gesellschaft doch ist.
Am nächsten Donnerstag kann man ein Hochfest feiern, das auch und sogar Rechtgläubigen theologisch allerhand abverlangt. Christi Himmelfahrt. Ein Feiertag, der auch für Atheisten arbeitsfrei ist, in Deutschland und anderswo.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 17:02 Uhr (Zitieren)
...das religiöse am Atheismus
er zieht seine Dasensberechtigung aus einem Glaubensdogma "es gibt keinen Gott".
Die Ironie, ohne Gottgläubige gäbe es keinen Atheismus, es gäbe nichts zu negieren.
Der Atheismus wurde als Staatsreligion ausgelebt.
Wer sich nicht zum Mantra "es gibt keinen Gott" bekannte, bekam negative Konsequenzen.
usw.
Eine Religion, die wie jede Religion mit einer Machtposition aufblüht und andere aggressiv verdrängt. Der Atheismus missioniert, er versucht möglichst viele Anhänger zu gewinnen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 17:29 Uhr (Zitieren)
Der farbenprächtigen Choreographie zB einer Papstwahl und Inthronisierung haben Atheisten kaum etwas entgegenzusetzen. Auch auf Fronleichnamsprozessionen sieht man selten eine Abteilung mit einem Schild „Atheistische Gegenfraktion“.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 17.05.2025 um 17:46 Uhr (Zitieren)
Demonstriert habe ich nicht dagegen, wohl aber gedacht: Ist es nicht verblüffend, daß man Menschen dazu bringen kann, eine Scheibe Brot anzubeten?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 17:55 Uhr (Zitieren)
Als intellektuell flach erachte ich, gemessen an den erwähnten Gedanken im Timaios:
Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters. Pubertär, IMHO.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Andreas schrieb am 17.05.2025 um 17:56 Uhr (Zitieren)
Er missioniert nicht, sondern unterdrückt (Nordkorea, China, u.a. früher Albanien)
Das Problem ist: Was ist mit Gott (umfassend) gemeint?
(vgl. Graeculus' Babig)
Bloßer omninöser Schöpfer ist zu kurz gedacht -auch im Theismus. https://de.wikipedia.org/wiki/Gott
Vermutlich gibt es soviele Gottesvorstellungen,
wie es Menschen gibt: quot homines, tot dei
.
Und wem nützt diese außer dem Kommerz und
der Selbstdarstellung der Person und der Institution, der er vorsteht?
Ex fructibus ...
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Andreas schrieb am 17.05.2025 um 18:06 Uhr (Zitieren)
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 18:10 Uhr (Zitieren)
Andreas, das Auge schaut mit;).
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Andreas schrieb am 17.05.2025 um 18:12 Uhr (Zitieren)
Meins nicht, weil mich jeder Pomp abstößt v.a. der
in der kath. Kirche.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 17.05.2025 um 18:28 Uhr (Zitieren)
Ach bitte: England, Karneval, Wiener Opernball?
In Kölle heißt es: Man muss auch jönne könne.
Religiös ist alles sehr simpel. Womöglich schon in Delphi. Tourismus. Mein Lieblingsthema sind die Canterbury Tales. Locker, nett. Daher ja auch Kantersieg.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 17.05.2025 um 21:16 Uhr (Zitieren)
Wie kann das ein Problem sein, für Leute die glauben, dass es Gott nicht gibt? Warum genießen die nicht einfach die Welt, ohne Gott? Das Problem derer ist wohl eher, dass es Menschenj gibt, die anderer Meinung sind.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 07:32 Uhr (Zitieren)
Sie haben wenig eigene gemeinschaftl. Traditionen.
Sie bilden auch kaum neue. Eigene neu gestartete atheistische Traditionen könnte ich sogar befürworten. Jedoch es fehlt an Ideen. Christl. Traditionen werden vereinnahmt und umfunktioniert (Weinachtsmarkt wird zum Wintermarkt, Martinsumzug wird zu Lichterfest, Konfirmation wird zur Jugendeweihe... )
Das erinnert ein bisschen an die einstige Umfunktionierung heidnischer Traditionen und unterstreicht den religiösen Charakter des Atheismus.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 18.05.2025 um 07:45 Uhr (Zitieren)
Weil ihnen das nicht genügt oder sie nicht die Möglichkeit dazu haben.
Genuss muss man sich auch leisten können.
Die Mehrheit der Menschen lebt in relativer Armut.
"In den letzten Jahrzehnten ist die globale Armut in bemerkenswerter
Weise zurückgegangen.
"Trotz dieser positiven Entwicklungen leben im Jahr 2024
nach Schätzungen der Weltbank immer noch fast 700 Millionen Menschen
(8,5 Prozent der Weltbevölkerung)
in extremer Armut." (2024)
Und Genießen muss man können.
Viele haben das verlernt im Alltagsstress.
Religion geht über das irdische Leben hinaus,
weil der Mensch Ewigkeitssehnsucht hat.
Die Ewigkeit soll Ersatz leisten für das,
was auf Erden nicht zugeteilt wurde.
Das Christentum verspricht genau dieses:
Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:
Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.
Denn was früher war, ist vergangen." Apk 21,4
Es werden Bedürfnisse ins Tranzendente projiziert.
Viele denken: Das kann es nicht gewesen sein!
v.a. die Zukurzgekommenen, die mit der irdischen Ungerechtigkeit
Probleme habenmund das Verlangen
nach Kompensation im Leben nach dem Tod.
Und genau hier treten Religionen sehr früh auf den Plan.
Kritiker werden einwenden: Reines Wunschdenken
Dass man damit Geschäftsmodelle betreiben kann
und gut davon leben kann,wurde schnell erkannt.
Am jüngsten Tag werden wir mehr wissen oder
auch nicht.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, stirbt aber letzlich
auch irgendwann.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 08:12 Uhr (Zitieren)
genießen meine ich natürlich metaphorisch im rahmen des möglichen. Wie kann der Verzicht auf die Verkündung der absoluten Wahrheit, wo sie nicht gefragt ist, den stress erhöhen? Wie kann das Prinzip des leben und leben lassen den stress erhöhen?
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 18.05.2025 um 08:40 Uhr (Zitieren)
Das hättest du dazusagen sollen.
Ich dachte an das Zitat von Konstantin Wecker.
Das Mögliche genügt vielen nicht, was zum Frust und
Unzufriedenheitsstress führen kann,
den auch andere zu spüren bekommen können.
z.B. am Arbeitsplatz.
Auch dazu braucht man oft viel Geduld und Nerven mit denen,
die nicht so denken,und
dann ist Stress manchmal unvermeidlich.
Es gibt auch Urlaubs- und Freizeitstress.
("Ich bräuchte jetzt Urlaub vom Urlaub")
Hier sehe ich keinen Zusammenhang mit dem Thema.
PS:
Wer die absolute Wahrheit zu besitzen glaubt,
ist mit großer Vorsicht zu genießen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 16:06 Uhr (Zitieren)
Sehe ich auch so :)
Konstantin Wecker mag ich bzw. seine Musik. Er singt: wer nicht genießt wird ungenießbar.
Re: Nihilismus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 18.05.2025 um 16:57 Uhr (Zitieren)
(Titelkorrektur; bei weiteren Beiträgen bitte übernehmen)
Re: Nihilismus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 18.05.2025 um 17:19 Uhr (Zitieren)
Nihilimus wäre „wir nichten“, von nihilo, ich nichte.
Unvergesslich mein „ Mumpsismus“!
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Andreas schrieb am 18.05.2025 um 17:33 Uhr (Zitieren)
Das Nichts nichtet. (Heidegger)
Versteht das jemand halbwegs?
Beispiel?
Re: Nihilismus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 17:49 Uhr (Zitieren)
Das Wort Nichten verstehe ich nur als 2. Hälfte von Neffen. Sorry, es ist ein Terminus Technikus, der nur in seinem Habitat verständlich sein könnte... und Habermas, der gerade die Welt nicht mehr versteht, weil die Wirklichkeit seiner Philosophie völlig aus dem Ruder läuft...
Re: Nihilismus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 17:56 Uhr (Zitieren)
Sorry, wie kam ich auf Habermas.
Nein, es war Heidegger.
Carnap entlarvt den Satz "das nichts nichtet" als Scheinsatz und somit als sinnlos.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 18.05.2025 um 17:58 Uhr (Zitieren)
Habermas benützte mehrfach eine bemerkenswerte Formulierung. Er sei „religiös unmusikalisch“.
Dies freilich eine Anleihe bei Max Weber, der es indessen weniger locker-unterhaltsam meinte.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 18:08 Uhr (Zitieren)
... dieses Bonmot ist köstlich.
Heutzutage, wo es zum guten Ton gehört, mit einer Schwäche in Mathematik zu kokketieren, könnten betroffene sagen, ich bin mathematisch unmusikalisch *g
Re: Nihilismus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 18.05.2025 um 18:12 Uhr (Zitieren)
Ich zitiere gerne Schopenhauer:
[quote]Sobald Einer von Gott redet, weiß ich nicht wovon er redet. (Arthur Schopenhauer: Der handschriftliche Nachlaß. 5 Bände. Herausgegeben von Arthur Hübscher. Band IV/2: Letzte Manuskripte. Frankfurt/Main 1975, S. 12)
Das ist ganz im Sinne von Carnap ("Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache", 1931) gesagt.
Erst müssen eine Definition sowie Verifikations- und Falsifikationskriterien her, dann kann man von einer sinnvollen Aussage sprechen.
Re: Nihilismus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 18.05.2025 um 18:13 Uhr (Zitieren)
Ich zitiere gerne Schopenhauer:
(Arthur Schopenhauer: Der handschriftliche Nachlaß. 5 Bände. Herausgegeben von Arthur Hübscher. Band IV/2: Letzte Manuskripte. Frankfurt/Main 1975, S. 12)
Das ist ganz im Sinne von Carnap ("Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache", 1931) gesagt.
Erst müssen eine Definition sowie Verifikations- und Falsifikationskriterien her, dann kann man von einer sinnvollen Aussage sprechen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 18.05.2025 um 18:27 Uhr (Zitieren)
Hier im Forum spielt das Religiöse ja durchaus eine Rolle. Daher dies: Habermas verwendet ein Bonmot, seine Quelle ist allerdings ernsthaft.
Freilich gibt es Unangeborenheitsdispositionen.
Zur Schopenhauernschen Bemerkung möchte ich, hoffentlich ungestraft, sagen: keiner der mir bekannten Götter erscheint mir sympathisch und im geringsten verehrungswürdig. Das mag Γραικύλος ähnlich, wenn nicht genauso einschätzen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 18:28 Uhr (Zitieren)
Es mag damals anders gewesen sein, aber heute kann er problemlos seiner Wege gehen, ohne sich weiter mit Gott zu beschäftigen.
Die gibt es nicht. Es gibt individuelle Erfahrungen. Diese lassen sich mit der unerfüllhbaren Forderung nach definierter Verifikation nicht löschen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 18:35 Uhr (Zitieren)
Der mir bekannte Gott ist rätselhaft.
Re: Nihilismus und Menschenwürde
Γραικύλος schrieb am 18.05.2025 um 18:51 Uhr (Zitieren)
Sicherlich gibt es individuelle, private Erfahrungen & Erlebnisse. Das Problem beginnt dort, wo man diese in Sprache mitteilt. Es gibt, so Wittgenstein, keine Privatsprache, sondern diese ist eine intersubjektive, soziale Institution, innerhalb derer sie Sinn und Bedeutung hat.
[i](Wittgenstein, TLP 7)[/i ]
(Der Fehler im Titel scheint niemanden außer mich zu stören; ich höre jetzt auf, ihn zu korrigieren.)
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 19:20 Uhr (Zitieren)
Die Sprache reicht ganz offensichtlich aus, dass jene mit entspr. Erfahrungen sich untereinander verstehen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Patroklos schrieb am 18.05.2025 um 19:26 Uhr (Zitieren)
Gott als Projektion der Menschen. Je nach gesellschaftlichen Umständen.
Gläubigen entgegnen: Wie kannst Du derart über Gott sprechen und befinden!
Hierin liegt das Dilemma.
Ich sage, ganz unter uns: besser, es hätte ihn nie gegeben. Zu spät!
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 18.05.2025 um 20:02 Uhr (Zitieren)
Viell. gibt es ihn auch nicht, dann wäre er eine Projektion.
Das weiss der Geier und sonst niemand. Was besser wäre weiss auch keiner. Wenn du dir das Treiben der Staatsatheisten anschaust Gulag usw. hat seine Abwesenheit nichts bessseres bewirkt.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 19.05.2025 um 07:16 Uhr (Zitieren)
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 08:12 Uhr (Zitieren)
... wie wäre es mit der goldenen Regel n. Kant? Gott und die Götter, Geister, Karma, was immer rumschwirrt in der grösseren Welt, werden es mit mit einiger Wahrscheinlichkeit zu schätzen wissen. Bei den Mitmenschen weiss man das natürlich nicht so genau.
Bzgl. der Gottesfrage, kann der Mensch außerdem individuelle Erfahrungen machen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 19.05.2025 um 08:46 Uhr (Zitieren)
Es gibt m.E.nur individuelle, wenn es einen Gott gibt.
Wann spricht man von einer solchen Erfahrung?
Bei Wundern? Bei welchen?
Ist nicht die Liebe das größte Wunder bzw. unsere Liebesfähigkeit?
Manches Wunder wird man irgendwann natürlich erklären oder entlarven können.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 10:17 Uhr (Zitieren)
Mit Wundern kann ich wenig anfangen.
Es sind Begegnungen mit Gott in irgendeiner form, dass der Mensch keine Zweifel hat. Es kann ein Zufall sein, der als Fügung stark empfinden wird.
Das ist rein subjektiv und nicht überprübar.
Es kann eine reine Interpretation sein, die falsch ist.
Fügung ist nicht definierbar, es kann ein schlichter Zufall sein,
wie wenn ich zufällig in New York einen Klassenkameraden
im Empire State Buildung treffe zum Zeitpunkt X.
Sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Im Vergleich zum Urknall ist das eine fast sicheres Ereignis.
Hast du ein Beispiel aus deinem persönlichen Bereich oder
gar selbst eine solche Erfahrung gemacht?
Das würde mich interessieren, wenn es nicht zu intim ist,
v.a. das Gefühl, das dabei auftrat.
Ich denke an charismatische Christen, die ich nie wirklich verstanden habe.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 12:55 Uhr (Zitieren)
... was mich betrifft, habe ich nichts anderes behauptet.
Du wünschst dir Gewissheit auf einem Feld, wo es nun mal keine Gewissheit gibt.
... angenommen, das wäre so, es hätte wenig Sinn das zu teilen, es wäre subjektiv, nicht überprüfbar durch andere Personen, nicht übertragbar auf andere Personen.
du könntest evtl. selber so einen Moment erleben, er kommt - oder nicht. Sei offen für das unerwartete, viel mehr kannst du diesbzgl. nicht tun.
Ich habe einiges Unerwartetes erlebt.
Ob da Gott im Spiel war?
Immerhin traf ich dabei sehr liebe Menschen.
Leider trifft man auch weniger liebe
Ob die zur Warnung geschickt werden?
Auf diesen Satz bin ich einmal gestoßen:
„Die in freiem geschichtlichen Walten sich mitteilende absolute Zukunft
des Menschen, die Gott ist, ist aber in einer besonderen Weise der ‚Geist’
Gottes, weil er als Liebe, Freiheit, immer überraschende Neuheitcharakte-
risiert werden kann.“
Klingt interessant, aber wenig konkret.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 19.05.2025 um 15:50 Uhr (Zitieren)
... ist doch gut, dass es wenig konkret ist, umso mehr kannst du selber entdecken. Wenn man dir einen konkreten Fahrplan in die Hand drückt, wo bleibt dann die Freiheit?
Falls ja, dann verschwindet das Fragezeichen für dich persönlich, unabhängig von der Meinung anderer.
Eine Fahrt ins Blaue ist etwas sehr Schönen, wenn man Zeit hat.
Im Berufsleben wählt man aber den schnellsten und kürzesten Weg,
auch um Kosten zu sparen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
βροχή schrieb am 20.05.2025 um 18:03 Uhr (Zitieren)
Fahrplan war natürlich metaphorisch gemeint. Wie es früher war, Zeiten stehen drin und Züge fuhren entsprechend ab und kamen an. Das gibt es heutzutage nicht mehr. Es gibt eine App DB, Zeiten ändern fluide, man kann weder planen noch zeitsparend ans Ziel kommen.
Re: Nihilimus und Menschenwürde
Aurora schrieb am 21.05.2025 um 07:46 Uhr (Zitieren)