Altgriechisch Wörterbuch - Forum
κρίταμο (192 Aufrufe)
βροχή schrieb am 27.04.2025 um 18:57 Uhr (
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Meerfenchel
aus der antiken Küche,
es gibt ihn noch heute
(rezepte auf arte)
Re: κρίταμο
βροχή schrieb am 27.04.2025 um 21:39 Uhr (
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Re: κρίταμο
Γραικύλος schrieb am 28.04.2025 um 00:00 Uhr (
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Das antike Wort müßte dann κρίθμος oder κρίθμον lauten, als Nebenform zu κρῆθμον.
Re: κρίταμο
βροχή schrieb am 28.04.2025 um 00:50 Uhr (
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Περὶ Κρίθμου
Re: κρίταμο
Udo schrieb am 28.04.2025 um 11:16 Uhr (
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KI-Info:
Die etymologische Herkunft von κρίθμος/κρίθμον (krithmos/krithmon) und der Nebenform κρῆθμον (krēthmon) ist nicht vollständig geklärt.
Das Wort bezeichnet die Pflanze Meerfenchel (Crithmum maritimum), eine an Küsten wachsende Apiaceae (Doldenblütler).
Etymologisch gibt es folgende Erkenntnisse:
Die Variante κρίθμος (krithmos) zeigt möglicherweise eine Verbindung zu κριθή (krithē, "Gerste"), was auf eine äußerliche Ähnlichkeit der Samenkörner hindeuten könnte.
Die Form κρῆθμον (krēthmon) mit langem Eta (η) statt kurzem Iota (ι) ist eine dialektale Variante.
Das Wort hat keine sicher identifizierte indogermanische Wurzel und könnte ein Lehnwort aus einer mediterranen Substratsprache sein.
Die Endung -μος (-mos) ist ein typisches Suffix für Pflanzennamen im Griechischen.
Das lateinische "crithmum", von dem der moderne wissenschaftliche Name "Crithmum maritimum" abstammt, ist direkt aus dem Griechischen entlehnt.
Es gibt keine klare vorindogermanische oder indogermanische Wurzel, die für dieses Wort rekonstruiert werden konnte, was seinen möglicherweise nicht-griechischen Ursprung unterstreicht.
Re: κρίταμο
βροχή schrieb am 28.04.2025 um 12:15 Uhr (
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Wir wurden durch diese Pflanze auf ein rätselhaftes Wort aufmerksam :)
Re: κρίταμο
Patroklos schrieb am 28.04.2025 um 12:20 Uhr (
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„Wir“?
Ist es der pluralis majestatis oder
der pluralis modestiae?
Re: κρίταμο
Udo schrieb am 28.04.2025 um 13:10 Uhr (
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Crithmum maritimum (Meerfenchel) wird in verschiedenen Bereichen genutzt:
Kulinarische Verwendung:
Als Würzkraut in der mediterranen Küche, besonders in Italien, Griechenland und Frankreich
Die jungen Blätter und Triebe werden frisch in Salaten verwendet
Eingelegt in Essig oder Salzlake als Kapernersatz oder Gewürz
Als aromatische Zutat für Fischgerichte, Meeresfrüchte und Fleischgerichte
Zur Herstellung von Pesto
Medizinische und gesundheitliche Anwendungen:
Reich an Vitamin C und als traditionelles Mittel gegen Skorbut
Als Diuretikum (harntreibendes Mittel) in der Volksmedizin
Bei Verdauungsbeschwerden
Zur Unterstützung der Nierenfunktion
Kosmetische Anwendungen:
In Hautpflegeprodukten wegen seiner antioxidativen Eigenschaften
Als Zutat in natürlichen Kosmetikprodukten für salzhaltige Gesichtsmasken
Gartenbau:
Als dekorative Pflanze in Küstengärten
In Steingärten wegen seiner attraktiven blau-grünen Farbe und Salztoleranz
Die Pflanze enthält ätherische Öle, Flavonoide und Mineralien, was ihre vielseitige Verwendung begründet. Historisch war sie besonders für Seefahrer wichtig, die sie als natürliche Vitamin-C-Quelle auf langen Reisen nutzten.
Re: κρίταμο
βροχή schrieb am 28.04.2025 um 13:59 Uhr (
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... als Gewürz wurde es auch vorgestellt. Das möchte ich gerne probieren. Wenn man nicht an der See wohnt, kann man es leider nicht einfach draussen pflücken.
(Man kann Samen bestellen und es im Blumemtopf züchten, es ist nicht winterhart.)
Re: κρίταμο
βροχή schrieb am 28.04.2025 um 14:04 Uhr (
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@Patro
Pluralis facultas