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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Messianische Utopie im Judentum (151 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 26.03.2025 um 14:33 Uhr (Zitieren)
1. Jesaias

Am Ende der Tage wird es geschehen: Da steht der Berg des Hauses des Herrn an der Spitze der Berge festgegründet und ragend über die Hügel, und alle Völker strömen zu ihm.
Viele Nationen pilgern und sprechen: „Auf, laßt uns steigen zum Berge des Herrn und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns seine Wege lehre und wir wandeln auf seinen Pfaden! Denn Weisung geht aus von Sion, das Wort des Herrn von Jerusalem.“
Zwischen den Völkern wird er richten, entscheiden für viele Nationen. Ihre Schwerter schmieden sie zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Nimmer wird Volk gegen Volk das Schwert erheben, und nicht mehr lernt man die Kriegskunst.

[2, 2-4]


2. Micha

Am Ende der Tage wird es geschehen: Da steht der Berg des Hauses des Herrn festgegründet an der Spitze der Berge, und die Hügel wird er überragen. Zu ihm strömen die Völker,
und viele Nationen pilgern und sprechen: „Kommt, laßt uns hinaufsteigen zum Berg des Herrn des Gottes Jakobs! Er soll uns seine Wege lehren, daß wir wandeln auf seinen Pfaden!“ Denn die Weisung geht von Sion aus und das Wort des Herrn von Jerusalem.
Zwischen vielen Völkern wird er richten, entscheiden für starke Nationen [bis in die Ferne]. Ihre Schwerter schmieden sie zu Pflugscharen um und ihre Lanzen zu Winzermessern [καὶ κατασκόψουσιν τὰς ῥομφαίας αὐτῶν εἰς ἄροτρα καὶ τὰ δόρατα αὐτῶν εἰς δρέπανα]. Nimmer wird Volk gegen Volk das Schwert erheben, und nicht mehr lernt man die Kriegskunst.
Jeder kann sitzen unter seinem Weinstock und Feigenbaum, ohne daß einer ihn aufschreckt. Denn der Mund des Herrn der Heerscharen hat es gesprochen.
Denn von allen Völkern wandelt ein jedes im Namen seines Gottes; wir aber wandeln im Namen des Herrn, unseres Gottes, für immer und ewig.
„An jenem Tage“ – Spruch des Herrn – „da will ich das Hinkende sammeln und das Zerstreute zusammenbringen und alles, dem ich ein Leid getan.
Das Hinkende mache ich zum Restbestand, das Zerstreute zum starken Volk. Der Herr wird König über sie sein auf dem Sionsberg von nun an bis in Ewigkeit.
Du aber, Herdenturm, Hügel der Tochter Sion, zu dir soll kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem.“

[4, 1-8]

Re: Messianische Utopie im Judentum
Andreas schrieb am 26.03.2025 um 18:01 Uhr (Zitieren)
Am Ende der Tage wird es geschehen:

In 10hoch100 Jahren, wenn das letzte schwarze Loch verdampft sein wird??

Konkrete Vorläufer und Einflüsse:

Ägyptische Traditionen
Texte aus der Zeit der Ramessiden (ca. 1300-1100 v. Chr.) beschreiben kosmische Friedensvisionen
Ähnliche Metaphern von Waffen, die zu Werkzeugen werden

Mesopotamische Mythen
Babylonische Schöpfungsmythen enthielten Vorstellungen von universeller Harmonie
Konzepte der Weltordnung (kosmische Stabilität) waren weit verbreitet

Zoroastrische Einflüsse
Persische religiöse Traditionen mit Ideen des eschatologischen Friedens
Konzept des finalen Kampfes zwischen Gut und Böse, der in Frieden mündet

Die biblischen Propheten transformierten diese älteren Vorstellungen in eine monotheistische, jahwistisch geprägte Perspektive - mit Gott als zentraler friedenstiftender Kraft.


Wunschdenken in brutalen, kriegerischen Zeiten
als Sitz im Leben?
 
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