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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Sklavenaufstände in der islamischen Geschichte #2
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Γραικύλος schrieb am 23.03.2025 um 13:37 Uhr (
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Im Dezember 879 begann Al-Muwaffaq, der Bruder des Kalifen, mit der Gegenoffensive; er nahm mehrere befestigte Städte, befreite Tausende von Versklavten und schloß die Festung Al-Mutarah ein. Überläufer wurden beschenkt, Gefangene enthauptet und deren Köpfe aufgestapelt vor der Mauer der Belagerten. Im Juli 881 gelang der erste Einbruch in die Befestigung, am selben Abend erfolgte unter beträchtlichen Verlusten der Rückzug, diese Einbrüche wiederholten sich monatelang, bis man im März 883 den Palast des Mahdi eroberte und niederbrannte, dabei entflohen etwa 5000 Zanj; als am 11. Juli die Festung vollends fiel, flohen 1000 Schwarze in die Wüste, verdursteten oder wurden gefangen von Beduinen. Die Feldherren hielten einen triumphalen Einzug in Bagdad. Die überlebenden Zanj wurden wieder versklavt und fast alle in die Armee des Kalifen eingegliedert. Die moslemischen Historiographen bezifferten die Gesamtzahl der Toten auf 500000 bis 2 Mio.
Die politischen Auswirkungen und der historiographische Nachhall dieses Sklavenkrieges in der islamischen Welt waren außerordentlich. Der zeitgenössische Historiograph Al-Tabari widmeten ihm in seiner Weltgeschichte mehr als 300 Seiten; bis zum Ende der 17. Jhs. gab es darüber etwa 100 Schriften. Daß es sich nicht um einen reinen Sklavenaufstand gehandelt hatte, sondern um eine Mischung von dynastischem Kampf, religiöser Heilserwartung und Selbstbefreiung der Sklaven, wurde vermerkt. Und doch hielten die aufständischen Schwarzen am längsten durch; der Mahdi hatte am Ende nur noch eine Sklavenarmee.
Indes, reine Sklavenaufstände bereiteten viel geringere politische und militärische Probleme. Denn schon 885 kam es zum vierten Aufstand; dieses Mal erhoben sich die ‚Zanj‘ in der Region Wasit und nördlich davon, entlang des Tigris. Allerdings schlossen sich keine Weißen an, und keine anderen sozialen Schichten. Ein massiver Truppeneinsatz warf die Rebellion schnell nieder; die Besiegten wurden massakriert, die Anführer einzeln zu Tode gefoltert.
Das spektakulärste Ergebnis des großen Sklavenkrieges war: man ließ den Plan fallen, das Delta zu entsalzen, die dortigen Baustellen verschwanden. Desgleichen wurden viele Zuckerplantagen in der Region aufgegeben, weswegen sich die Zentren der Zuckerproduktion nach Ägypten verlagerten. Hinfort achteten die muslimischen Sklavenhalter darauf, in Betrieben mit hoher Sklavenkonzentration die Arbeitseinheiten klein zu halten und sie ethnisch zu mischen.
(Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei. München ³2018, S. 118-120)
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