Γραικύλος schrieb am 14.03.2025 um 16:40 Uhr (Zitieren)
Julianos, Präfekt von Ägypten (1. Hälfte des 6. Jhdts. u.Z.):
[Anthologia Graeca IX 446]
Witzig, wie er die Vorzüge einer Lebensweise oder -phase und zugleich die des Gegenteils preist; so ist der Optimist immer auf der sicheren Seite.
"Ich rechne mich zu jenen Optimisten, die glauben, daß die Dinge noch schlechter gehen könnten."
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 14.03.2025 um 17:27 Uhr (Zitieren)
Es gilt eben, dem Leben die guten Seiten abzugewinnen.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Γραικύλος schrieb am 14.03.2025 um 23:39 Uhr (Zitieren)
Das ist offenbar auch das Programm des Julianos.
"Leb und erhalte den Stamm" geht freilich ohne Kinder nicht.
(Ambrose Bierce: The Enlarged Devil's Dictionary)
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 15.03.2025 um 06:46 Uhr (Zitieren)
Kinder gehören definitiv zum besten, was das Leben bietet. Es müssen ja nicht gleich 10 sein.
Bierce the beast, auch der Pessimist ist vor mortality nicht gefeit, und wenn er noch so beisst.
Er hat insofern recht, dass es nicht fehlende Hoffnung ist woran es hapert, sondern fehlende Erfüllung.
Wenn man Zeit hat bzw. sich bewusst Zeit nimmt
und keine allzu großen materiellen Nöte herrschen.
Wer v.a. ersteres nicht hat oder tut, sollte sich keine Kinder anschaffen.
Kindererziehung geht nicht einfach so nebenher,
wenn sie gelingen soll.
βροχή schrieb am 15.03.2025 um 13:09 Uhr (Zitieren)
Kinder stören immer, das war schon immer so, und ganz besonders in Oberschichtkreisen. An der Peäkarität liegt es nicht. Wer keine Zeit hat, ist rund um die Uhr von anderen beansprucht, wirklich??? Sorry keine Zeit ist wenig glaubwürdig. Ich muss meinem Kind etwas bieten können... auch so eine seltsame Denke. Wo Kinder nicht erwünscht sind, hat das Leben mental schon einen Knacks.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 15.03.2025 um 13:17 Uhr (Zitieren)
aus deinem link, Udo.
Dass es wenig verantwortungsvoll ist, Kinder in ein Umfeld zu geben, dem man selber nicht mal sprachlich angehört bzw. angehören will, da stimme ich dir zu.
Erwünscht sind sie schon. Doch sobald sie dasind,
werden sie "wegdelegiert" oder müssen es werden, weil beide arbeiten müssen bei unseren hohen Lebenhaltungskosten, die stärker steigen als die offizielle Inflationsrate.
Was man auch erstmal selber können muss und
wollen muss. Stichwort. Kulturverweigerer
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 15.03.2025 um 13:55 Uhr (Zitieren)
der erste Link war kein Argument gegen Kinder, sondern gegen zahlenmässig nicht integrierbare Migration.
Wenn beide arbeiten, heißt dass doch nicht, dass es den Kindern schlecht geht. Heutzutage ist das ganz so üblich, beide arbeiten, keine Hellikoptereltern. Den Kindern geht es gut.
Nicht generell, nicht schlecht, aber nicht optimal
= defizitär.
Niemand kann zwei Herren optimal dienen.
Es ist nur eine Frage, wie faul die notwendigen Kompromisse sind.
Aber wenn beide gestresst nach Hause kommen,
wer hat dann noch den Nerv für Kinder?
Meine Bekannte, alleinerziehend nach dem Tod
ihres Lebensgefährten, berufstätig mit 3 minderjährigen Kindern ist
ganz schön am Rudern. Für sich selbst hat sie kaum Zeit.
Und ich kenne noch etliche ähnliche Fälle.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 15.03.2025 um 16:55 Uhr (Zitieren)
Was ist schon optimal? Optimal oder gar nicht?
Nach dem Motto geht dann gar nichts.
Das stimmt. Ist aber nur eine gewisse Zeit. Danach hat sie wieder Freiraum und wird sich im nachhinein wundern, wie schnell diese stresszeit verging.
Apropos ettliche Fälle, sterben die Väter wie die Fliegen? Ich hoffe nicht. Es kommt eher zum Zerwürfnis. Auch nicht optimal, aber ein Risiko das man inkauf nehmen muss, sonst wird das nie was.
Und vlt einen Burnout.
Der ist unter Lehrer sehr verbreitet.
Drum arbeiten immer mehr Teilzeit.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 16.03.2025 um 14:16 Uhr (Zitieren)
... wie das wie Sprichwort schon sagt, Lehrers Kind und Pastors Vieh gedeihen selten oder nie.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Andreas schrieb am 16.03.2025 um 16:42 Uhr (Zitieren)
Die Berufe des Lehrers und des Pastors stehen hier symbolisch für Personen, die viel Verantwortung für andere übernehmen – Lehrer für die Bildung und Pastoren für die geistige Betreuung ihrer Gemeindemitglieder. Dadurch wird angenommen, dass ihre eigenen Kinder oder ihr eigenes Vieh nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten. Das Sprichwort betont also, dass sich der hohe Arbeitseinsatz in diesen Berufen negativ auf die persönlichen Lebensbereiche dieser Menschen auswirken könnte.
Die Ursprünge des Sprichworts liegen im ländlichen Raum und stammen vermutlich aus einer Zeit, in der Pastoren und Lehrer in kleinen Dorfgemeinschaften eine zentrale Rolle spielten. Viehbesitz war in diesen Gemeinschaften oft ein wichtiges Zeichen von Wohlstand, und das Sprichwort verweist darauf, dass die pflichtbewussten Aufgaben dieser Berufe den Blick für die eigenen „weltlichen“ Verpflichtungen einschränken könnten.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Patroklos schrieb am 16.03.2025 um 17:11 Uhr (Zitieren)
Nach Sprachstil und Gedankenführung ist obiges ein veritabler „Andreas“. Ja, man darf sagen: elegantia Andreae. Chapeau!
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 16.03.2025 um 17:18 Uhr (Zitieren)
Das Sprichwort macht sich lustig darüber, dass die Experten für Erziehung es selber nicht so perfekt hinkriegen, wie sie es anderen erklären. Ebenso beim Pastor, er sagt den Leuten wie sie beten sollen um Viehgesundheit (als es noch keine Antibiotika gab) und beim eignen Vieh wirken die Gebete weniger. Es nimmt Besserwisserei aufs Korn.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Γραικύλος schrieb am 16.03.2025 um 17:45 Uhr (Zitieren)
Andreas: KI-generierte Texte hier vorzustellen, ohne das auch nur zu kennzeichnen, so daß sie wie eigene wirken, halte auch ich für problematisch.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 16.03.2025 um 19:49 Uhr (Zitieren)
... manno, ich dachte der glaubt das was er schreibt, sonst hätte ich es nicht beantwortet.
Aber, viell. war ich mit meiner Deutung auch im Irrtum, Pastors Vieh nimmt im Sprichwort bezug auf seinen kirchlichen Schäfchen. Wie will er Gottes Schäfchen hüten, wenn es bei den Vierbeinern schon hapert.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Andreas schrieb am 17.03.2025 um 17:18 Uhr (Zitieren)
Das hatte ich vergessen.
Es klang für mich plausibel, sodass ich nicht weiter recherchierte.
Dass das so ist, dafür kenne ich je mindestens
1 Beispiel aus meinem Bekanntenkreis.
Man muss sich also nicht lustig machen, weil es
Tatsache ist, natürlich keine generelle.
βροχή, ich glaube, die siehst du Welt gern durch die rosarote Brille,
weil du wohl das Glück hattest in geordneten Verhältnissen aufzuwachsen.
Das ist m.E heute alles andere als selbstverständlich.
Denn woher kämen sonst die 30% verhaltenauffälligen Schüler?
Über die Dunkelziffer will ich gar nicht spekulieren.
PS:
In immer mehr Schulen soll ein Handyverbot eingeführt werden. Warum wohl?
Und was den Gesamtzustand der Welt angeht, muss man sehr großer Optimist sein,
an eine halbwegs gute Zukunft zu glauben, geschweige denn eine goldene Zeit.
Die big party ist vorbei, auch wenn das viele oder/ die Mehrheit nicht wahrhaben will.
Es bilden sich neue Machtblöcke mit reinen Eigeninteresse und Expansionsdrang.
China hat begonnen die Welt aufzukaufen und sie abhängig zu machen.
Wenn China hustet, bekommt Europa die Grippe hieß es schon vor Jahren.
Jetzt droht wohl eine heftige Lungenentzündung.
Die USA verabschieden sich von Europa und
machen Zollterror ohne Rücksicht auf Verluste oder Angst,
sich langfristig selber zu schaden.
Trump glaubt wirklich, man könne Politik wie ein Geschäftsmodell betreiben und Putin denkt:
Ich hole mir, was ich will - auch mit Gewalt.
Vlt. lesen wir bald Schlagzeilen wie:
Trump überlässt Taiwan China, dafür schauen die Chinesen zu,
wie er sich Kanada und Grönland u.a. einverleibt.
Man denkt unwillkürlich an Orwell:
Ozeanien, Eurasien, Ostasien
Sorry, für das Abschweifen, aber es passt schon zur Grundproblematik
"Was haben die kommenden Generationen" zu erwarten bzw.
"Womit müssen sie rechnen".
Ich habe meine rosarote Brille längst abgelegt und glaube, das Ende der Problemfahnenstange ist noch längst nicht erreicht.
Dazu gibt es reichlich wissenschaftliche DOKUs und Studien
ohne Lobbyeinfluss und - finanzierung.
Die europäischen Gesellschaften stehen vor einem Wandel, wenn nicht Paradigmawechsel.
Gelingt dieser nicht auf rationale Weise, dann ...
Damit du mich nicht missverstehst: ich gönne dir deinen Optimismus,
ohne ihn kann man nicht wirklich leben. Aber die Realität sieht halt
mMn engross nicht so rosig aus, um es vorsichtig zu sagen.
Und mit Geld allein kann man Probleme nicht lösen, eine Binsenweisheit,
die aber gerne verdrängt wird, weil mit ungenehmen Konsequenzen verbunden.
Statt weiter Gas zu geben, wäre Entschleunigung angesagt um die zwischenmenschliche Lebensqualität zu fördern.
Niemand kann zwei Herren (gleichermaßen) gut dienen.
Man muss den einen zwar nicht gleich hassen,
aber Stress lässt sich nicht vermeiden und der schadet nachgewiesen
langfristig der Gesundheit wie auch z.B. Schichtarbeit.
Doch wo sollen die schnell eines adäquaten neuen Jobs mit der benötigten Bezahlung finden, wenn die Kreditraten bedient werden müssen.
Kommt es dann noch zur Scheidung, ...
Neulich sagte jemand:
Im Kalten Krieg war die Welt noch in Ordnung.
Wer z.B. bei der Bundeswehr war, wusste, er muss nicht in den Krieg ziehen.
Zeit absitzen und dann studieren bzw. ins alte Arbeitsleben zurück.
Nochmal sorry, aber irgendwie musste das jetzt raus. Ich hoffe,
man missversteht mich nicht.
Ich will niemanden zu nahe treten.
Es ist halt meinen momentane Sicht der Dinge,
die sich auch wieder ändern kann, wenn
sich neue, hoffentlich positive Aspekte auftun.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch auch sie ist schon oft genug gestorben.
Wo der Kontigenz rohe und irrationale Kräfte walten,
ist alles denkbar und möglich - leider.
" Du aber sitzt an deinem Fenster und erträumst sie dir, wenn der Abend kommt."
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 17.03.2025 um 17:50 Uhr (Zitieren)
Hahaha, könnte sein, oder auch nicht. Sagen wir mal so, ich habe dies und das selber erlebt.
Die Welt ist nun mal nicht perfekt. Es gab schon vor 50 Jahren (und noch vorher) Elend, Krieg, Hunger usw. Die Leute denen es am besten ging, bekamen die wenigsten Kinder. Nach deiner Logik müsste das doch umgekehrt sein. Die betroffenen der bösen Welt, sind nicht so zauderlich.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
Andreas schrieb am 17.03.2025 um 18:27 Uhr (Zitieren)
Warum wohl?
Warum kann von den Reichen das Sparen lernen?
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 17.03.2025 um 20:47 Uhr (Zitieren)
Die reichen im Luxus haben viele Kinder wg. Statussymbol und so.
Die etwas mehr als das nötigste haben, halten sich beim Kinderkriegen zurück, die gönnen sich auch gerne selber was.
Die Unterstützung benötigen und bekommen, haben viele Kinder.
Was die warum-Frage betrifft, da bin ich skeptisch.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 18.03.2025 um 10:25 Uhr (Zitieren)
Das Sprichwort stammt aus einer Zeit, als der Pastor und der Lehrer so ziemlich die einzigen waren, die auf dem platten Land Weisheit mit Löffeln unters Volk verteilten.
(KI hatte das nicht auf dem Schirm)
Was du über die aktuelle gesellschafl. Situation schreibst, da will ich gar keine rosarote Brille ansetzen, mir gefällt das auch nicht. Es ist der Demografie geschuldet, überall fehlt der Nachwuchs. Migration kann das nur teilweise abfedern, und hat massive unerwünschte Nebenwirkungen.
Man muss kein Optimist sein, man kann das beste draus machen. Den Kopf nicht in den Sand stecken.
KI-Befragung ergab:
Einige Studien deuten darauf hin, dass:
In entwickelten Ländern haben wohlhabendere Familien tendenziell weniger Kinder als Familien mit niedrigerem Einkommen. Dies wird oft mit höherer Bildung, späterem Heiratsalter und Karrierefokus erklärt.
In den USA wurde beobachtet, dass sehr wohlhabende Familien (besonders im oberen 1% der Einkommensverteilung) wieder etwas mehr Kinder haben als die obere Mittelschicht, aber immer noch weniger als einkommensschwächere Gruppen.
Eine Studie des US Census Bureau zeigte, dass Frauen mit höherem Bildungsabschluss und höherem Einkommen tendenziell ihre Familienplanung später beginnen und weniger Kinder haben.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Muster je nach Land, Kultur, Zeitraum und Definition von "reich" variieren. Wenn du an spezifischen Daten interessiert bist, wäre es hilfreich, die geografische Region und den genauen sozioökonomischen Bereich zu präzisieren.
Studien zeigen, dass in Deutschland Familien mit höherem Einkommen und höherer Bildung tendenziell weniger Kinder haben. Dies entspricht dem sogenannten demografisch-ökonomischen Paradoxon, wonach Wohlstand und Bildung mit niedrigeren Geburtenraten korrelieren. Beispielsweise ergab eine Untersuchung in Baden-Württemberg, dass Paare mit niedriger Bildung häufiger kinderreich sind, während Paare mit hoher Bildung durchschnittlich oft Kinder haben.
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass in sehr wohlhabenden Familien, insbesondere unter Akademikern, die Anzahl der Kinder steigt. Dies könnte auf eine bewusste Entscheidung für eine größere Familie trotz beruflicher Verpflichtungen und finanzieller Überlegungen zurückzuführen sein. Eine Studie ergab, dass unter Akademikern Dreikindfamilien relativ häufig sind.
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Zusammenfassend ist die durchschnittliche Kinderzahl in reichen Familien variabel und hängt von verschiedenen Faktoren wie Bildung, Beruf, kulturellen Werten und persönlichen Präferenzen ab. Es gibt keine allgemeingültige Zahl, die für alle reichen Familien zutrifft.
Was immer das heißen und die konkreten Umstände erlauben.
Re: Ein Plädoyer für Optimismus
βροχή schrieb am 18.03.2025 um 13:43 Uhr (Zitieren)
Den gibt es schon länger. Das beunruhigende ist, das der gigantische Bürokratismus immer unfähiger wird, den kriminellen Griff in Beitrags- und Steuertöpfe zu unterbinden.
Es ist ja nicht nur Sozialmissbrauch, da kommt eins zum anderen.
Der Topf in den viele einzahlen, wird zum Sieb.