α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Zenobia #4 (230 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 22.02.2025 um 22:23 Uhr (Zitieren)
Zosimos, Nea Historia:
c.
50 Als der Kaiser [sc. Aurelian] auf solche Art die Sachen in Italien und Pannonien in Ordnung gebracht hatte, beschloß er einen Feldzug gegen die Palmyrener, deren Herrschaft sich über Aegypten, und ganz Morgenland und bis nach Ancyra und Galatien erstreckte.

Ja, sie würden sich auch Bithyniens bis Chalkedon bemächtigt haben; hätten nicht die Einwohner, auf die Nachricht von der Regierung des Aurelianus, die Palmyrener vertrieben. Der Kaiser drang demnach mit seinem Heere vor, unterwarf Ancyra der Römischen Herrschaft, Tyana und der Reihe nach alles bis Antiochien.

In dieser Stadt fand er die Zenobia mit einem großen Kriegsheer versehen, der, auch er wohlgerüstet zu einer Schlacht, [er] entgegen zog.

Weil er sah, daß die Palmyrenische Reiterei auf ihre schwere und dabei sichere Rüstung sich verließ, zugleich auch in der Erfahrenheit des Reitens die seinige übertraf, so stellte er sein Fußvolk abgesondert jenseits des Flusses Orontes, und gab der Römischen Reiterei absichtlich den Befehl, daß sie nicht sogleich, mit den noch frischen Palmyrenischen Reitern sich einlassen, sondern den Angriff abwarten und dem Scheine nach die Flucht ergreifen sollten, und zwar so weit,

bis daß Mann und Pferd von der Hitze sowohl als von dem schweren Gewichte der Rüstung im Verfolgen ermattet waren. Dieses geschah auch.
Denn als sie merkten, daß die Feinde schon abließen, und auf den ermüdeten Pferden unbeweglich waren, so kehrten sie mit den ihrigen um und zertraten die von selbst ihren Pferden entsinkenden Palmyrener.

Es entstand also eine mannichfaltige Niederlage; indem einige durchs Schwert, andere durch die feindlichen, andere durch ihre eigenen Pferde umkamen.

51 Alles, was mit der Flucht sich retten konnte, eilte nach Antiochien; daher Zabdas, Zenobiens Feldherr, gar sehr besorgte, es möchten die Einwohner der Stadt das unglückliche Treffen erfahren, und sie auch angreifen. Er suchte daher einen etwas grauen Mann, der in seinem Äußeren Ähnlichkeit mit dem Kaiser zu haben schien, auf, legte ihm ein Kleid an, wie Aurelianus im Treffen getragen haben mochte, und führte ihn mitten durch die Stadt, als wäre der Kaiser lebendig gefangen.

Durch diesen Trug überlistete er die Antiochener, schlich sich mit dem Rest des Heeres nächtlicher Weile aus der Stadt, führte die Zenobia mit sich hinaus, und begab sich nach Emesa.

Nachdem der Kaiser, der im Sinn hatte, am folgenden Tage das Fußvolk an sich zu ziehen, und auf beiden Seiten den schon zurückgetriebenen Feind anzugreifen, die Flucht der Zenobia erfuhr, zog er, unter Frohlocken der Bürger in Antiochien ein;

fand aber, daß viele aus Besorgnis übler Behandlung als Freunde der Zenobia, die Stadt verlassen hatten, und schickte daher überall hin Manifeste, worin er die Flüchtlinge zurückrief, weil er das Vorgefallene mehr dem Zange und dem Mangel an freiem Willen, als einem Vorsatze beimesse.

 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Küste

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.