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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Πολυξένη #9 (244 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 05.02.2025 um 13:16 Uhr (Zitieren)
13. Diktys von Kreta (1./4 Jhdt. u.Z.?): Tagebuch des Trojanischen Krieges

Bei Troja aber stieß zufällig, als eines Tages Hekabe zu Apollon flehte, Achilleus beim Ankommen dazu, um die Art feierlicher Verehrung mit einigen wenigen Begleitern genau anzuschauen. Es waren außerdem bei Hekabe sehr viele Matronen, die Ehefrauen seiner Prinzensöhne; teils zollten sie der Königin Ehrerbietung und Gehorsam, die übrigen erflehten unter solchem Vorwand alles für sich, worum sie bitten wollten. Auch die noch unverheirateten Töchter der Hekabe, Polyxena und Kassandra, Priesterinnen der Athene und des Apollon, mit ungewohntem, barbarischen Kopfschmuck[,] beteten dort mit hier und dort wallendem Haar, wobei sich Polyxena ganz dem Prunk dieser Opferhandlung hingab. Als dann Achilleus zufällig seine Augen Polyxena zuwandte, wurde er von der Schönheit der Jungfrau ergriffen. Da sein Begehren von Stunde zu Stunde wuchs, ging er, da sein Animus sich nicht besänftigen konnte, zu den Schiffen. Als aber einige wenige Tage verflossen waren und seine Liebe immer größer geworden war, ließ er Automedon kommen und eröffnete ihm die Glut seines Animus; schließlich bat er ihn, dass er zu Hektor wegen der Jungfrau gehe. Hektor trug dem Boten auf, zu sagen, er würde tatsächlich dem Achilleus seine Schwester in de Ehe geben, wenn der ihm das gesamte Heer auslieferte.

Darauf versprach Achilleus, er würde den ganzen Krieg beenden als Preis für die Übergabe der Polyxena [Dein Achilles soluturum se omne bellum pro Polyxena tradita pollicetur]. Darauf sagte Hektor, entweder müsse die Preisgabe von ihm bestätigt werden oder es müssten die Söhne des Pleisthenes [Agamemnon und Menelaos] und Aias getötet werden, sonst wolle er von einem solchen Geschäft nichts hören. Als Achilleus dies erfuhr, wurde er von Zorn erregt und rief, dass er, wenn nur erst die Zeit für die Kriegführung wieder ge-kommen wäre, ihn im ersten Gefecht beseitigen werde. Dann irrte er, von einer Erschütterung seines Animus ergriffen, hierhin und dorthin und ging dennoch manchmal mit sich zu Rat, bis wie weit man mit vorliegender Aufgabe umgehen dürfe. Als Automedon wahrnahm, dass er in seinem Animus erschüttert werde, von Tag zu Tag immer mehr in Glut gerate und außerhalb der Zelte übernachtete, befürchtete er, Achilleus würde etwas gegen sich selbst oder gegen die oben ge-nannten Könige in Bewegung setzen; daher eröffnete er Patroklos und Aias die ganze Sache. Diese verbargen, was sie gehört hatten, und verweilten beim König. Zufällig besann der sich zur rechten Zeit seiner selbst, rief Agamemnon und Menelaos zu sich und eröffnete ihnen die Aufgabe, wie sie sich ergeben hatte, sowie das Begehren seines Animus. Von ihnen wurde geantwortet, er solle von gutem Animus sein, denn in Kürze werde er Herr derjenigen sein, die er mit Bitten nicht habe erlangen können. Die Sache schien deshalb Fides zu haben, weil ja die Gesamtlage Trojas schon dem Untergang nahe war.

[III 2 f.]

 
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