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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Hersilia #4 (258 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 30.01.2025 um 12:53 Uhr (Zitieren)
(Fortsetzung Plutarch)
Ein Weinen ging durch alle, und heißes Mitleid wurde wach bei ihrem Anblick und noch mehr bei ihren Worten, die mit Rechtfertigung und Vorwürfen begannen und mit Bitten und Flehen endeten. „Was haben wir euch denn Böses oder zuleide getan“, sagten sie, „daß wir so Schreckliches erlitten haben und noch weiter erleiden sollen? Gewaltsam und widerrechtlich wurden wir geraubt von denen, die nun unsere Männer sind, und nach dem Raube haben sich Brüder, Väter und Verwandte so lange Zeit nicht um uns gekümmert, daß wir mit den ehemaligen Feinden nun durch die stärksten Bande verbunden sind und um die, die uns Gewalt und Unrecht antaten, in Furcht sind, wenn sie kämpfen, und weinen, wenn sie fallen. Ihr seid ja nicht gekommen, um uns als Jungfrauen beizustehen gegen unsere Räuber, sondern jetzt reißt ihr Frauen von ihren Männern und Mütter von ihren Kindern weg und bringt uns Armen eine Hilfe, die jammervoller ist als die Vernachlässigung und der Verrat zuvor. Das ist die Liebe, die diese Männer uns bewiesen haben, das ist das Mitleid, das uns von euch zuteil wird! Selbst wenn ihr aus anderer Ursache strittet, so müßtet ihr ein Ende machen, nachdem ihr durch uns Schwiegerväter, Großväter und nahe Verwandte ge-worden seid. Geht aber der Kampf um uns, gebt uns Väter und Verwandte wieder, aber nehmt uns nicht Kinder und Männer. Wir flehen euch an, laßt uns nicht abermals zu Gefangenen werden!“

Solche und ähnliche Reden führte Hersilia als Sprecherin, und die anderen stimmten in ihre Bitten ein. So schloß man einen Waffenstillstand, und die Führer traten zu Ver-handlungen zusammen. Unterdessen führten die Frauen den Vätern und Brüdern ihre Männer und Kinder zu, brachten denen, die es bedurften, Speise und Trank und schafften die Verwundeten in die Häuser, um sie zu pflegen. Dabei zeigten sie auch, daß sie im Hause herrschten [καὶ παρεῖχον ὁρᾶν ἀρχούσας μὲν αὑτὰς τοῦ οἴκου] und daß die Männer ihnen jede Liebe und Ehre erwiesen.
Hierauf schloß man den Vertrag, daß diejenigen Frauen, die das wollten, weiter mit ihren Männern leben sollten, aber wie schon gesagt, von jeder Arbeit und jedem Dienst befreit, außer der Wollarbeit; Römer und Sabiner sollen die Stadt gemeinsam bewohnen, die Stadt sollte Rom heißen nach Romulus und alle Römer Quiriten nach der Stadt des Tatius , und herrschen und das Heer führen sollten sie beide gemeinsam. Der Ort, wo sie diesen Vertrag schlossen, heißt bis heute Comitium, denn comire heißt lateinisch zusammenkommen.

[Romulus 19]


4. Macrobius: Saturnalien

Scholars of antiquity report that in the theft of the Sabine women a woman named Hersilia was seized while clinging to her daughter: after Romulus had given her as a wife to a certain Hostus (he had come from Latium and taken refuge in Romulus’ asylum) as a reward for conspicuous valor, she bore a son, the first of the Sabine women to give birth. Because the boy was born in enemy territory [in hostico procreatus], she named him Hostus Hostilius, and Romulus honoured him with the distinction of the golden bulla [bulla aurea] and the praetexta: for when he called together the women who had been seized, so as to console them, he reportedly promised to give a gift of distinction to the baby of the woman who was the first to present him with a Roman citizen.

[I 6, 16]

 
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