Γραικύλος schrieb am 22.01.2025 um 00:03 Uhr (Zitieren)
Kallimachos, Epigramm 8:
[Anthologia Graeca VII 317 & 318; Callimachus, Hecale – Hymns – Epigrams. Ed. by Dee L. Clayman. Cambridge (Mass.)/London 2022, pp. 406 sq.]
(1) „Wie hast du geworfen?“, im Sinne eines Würfelspiels
(2) Dionysos
Re: Dionysos und der Dichterwettstreit
Γραικύλος schrieb am 22.01.2025 um 11:28 Uhr (Zitieren)
„σκληρὰ τὰ γιγνόμενα.“ Das ist anscheinend eine Redensart gewesen, so wie bei uns "Schwere Zeiten".
Re: Dionysos und der Dichterwettstreit
βροχή schrieb am 22.01.2025 um 12:49 Uhr (Zitieren)
(1) wie hast du abgeschnitten? (Redensart)
(3) schwere Zeiten würde ich nicht sagen. Es geht doch um einen momentanen Vgl.?
Viel. "Pech gehabt", oder "dumm gelaufen"
Re: Dionysos und der Dichterwettstreit
Bukolos schrieb am 22.01.2025 um 13:10 Uhr (Zitieren)
Ich denke auch, dass es "schwere Zeiten" nicht so ganz trifft. Das hieße ja, der im Dramen-Agon auf die hinteren Ränge Verwiesene sähe seine Niederlage als Schicksalsgegebenheit. Dass dies nicht so ist, wird aus dem folgenden Vers deutlich: Er trägt Bedenken, dass <bei der Abstimmung alles> mit rechten Dingen zugeht. Σκληρὰ τὰ γιγνόμενα als Nominalsatz ohne Kopula mag (geht man vom Deutschen aus) an Redensartliches erinnern, allerdings sind derartige Konstruktionen im Griechischen weitverbreitet und keineswegs redensartlich erstarrt. Die Konstruktion nachbildend könnte man übersetzen: "Schlimm, was <hier> geschieht!"
Re: Dionysos und der Dichterwettstreit
Bukolos schrieb am 22.01.2025 um 13:15 Uhr (Zitieren)
Dingen zugeht -> Dingen zuging
Re: Dionysos und der Dichterwettstreit
βροχή schrieb am 22.01.2025 um 13:24 Uhr (Zitieren)
... das passt gut.
Der Sieger ist happy, der Verlierer rüttelt am Rahmen.