Γραικύλος schrieb am 02.01.2025 um 23:18 Uhr (Zitieren)
(Harald Meller / Kai Michel / Carel van Schaik: Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte. München 2024, S. 194-196)
Re: Çatalhöyük #2
βροχή schrieb am 03.01.2025 um 09:12 Uhr (Zitieren)
Da denkt man sofort an Tschingis (es gab weitere)
Die Frage ist, hatten diese Steppenvölker nicht selber schon die Phase der Hierarchie erreicht, als sie aggressiv wurden? Sie waren noch nomadisch, aber nicht mehr egalitär?
Re: Çatalhöyük #2
Γραικύλος schrieb am 03.01.2025 um 18:19 Uhr (Zitieren)
Zur Zeit von Çatalhöyük? Das weiß ich nicht - es ließe sich an Rangdifferenzierungen in ihren Grablegen absehen.
Auffallend ist, daß gar nicht so selten Frauen mit Waffen bestattet wurden, was eine Grundlage für den Amazonen-Mythos sein dürfte.
Re: Çatalhöyük #2
Γραικύλος schrieb am 03.01.2025 um 18:23 Uhr (Zitieren)
Bei Hermann Müller-Karpe lese ich über das 10. Jhdt. v.u.Z. das "Gebiet westlich des Indus" betreffend: "Männer und Frauen lassen im Reichtum ihrer Beigaben keine Unterschiede erkennen." Allerdings in der Art ihrer Bestattung: Männer als Hocker auf der rechten, Frauen als Hocker aus der linken Körperseite.
(a.a.O., Bd. 3, S. 87)
Re: Çatalhöyük #2
βροχή schrieb am 03.01.2025 um 19:10 Uhr (Zitieren)
(wiki)
Ist das bereits berücksichtigt?
Warum machte Mellaart das nur, er stiftete völlig unnötige Verwirrung :(
Re: Çatalhöyük #2
βροχή schrieb am 03.01.2025 um 21:36 Uhr (Zitieren)
Γραικύλος schrieb am 03.01.2025 um 23:01 Uhr (Zitieren)
Der erste Artikel stammt von 2018, während das Buch 2024 erschienen ist, als die Fälschungen also bereits bekannt waren.
Auf die Wandgemälde nehmen Meller & Co. in meinem Textauszug #1 ganz kurz Bezug; Bedeutung für ihre Thesen haben sie m.E. nicht.
Aber ich danke für den Hinweis.
Re: Çatalhöyük #2
Γραικύλος schrieb am 03.01.2025 um 23:01 Uhr (Zitieren)
Eine kuriose Geschichte ist das: echter Entdecker und Fälscher zugleich.
Re: Çatalhöyük #2
βροχή schrieb am 03.01.2025 um 23:13 Uhr (Zitieren)
Die beiden anderen Artikel sind auch interessant.
(Sie haben nichts mit Malaart zu tun.)
Archäologische Fälschungen sind gar nicht so selten. Die Versuchung, die Vergangenheit zu formen statt zu enthüllen, scheint die Grabenden gerne zu überfallen.